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Nein, das passt doch überhaupt nicht zusammen. Oder doch? Viel wird diskutiert über die möglichen Farbkombinationen nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Das Koalitionspoker nach dem Wahltag scheint so interessant, dass der eigentliche Wahlausgang in den Hintergrund gerückt ist. Die Prozentzahlen der einzelnen Parteien sind also weit weniger interessant als der oder die Partner, die sie sich für die kommenden fünf Jahre vorstellen können. Eine „Liebesheirat“ wird es laut Süddeutscher Zeitung sowieso nicht geben – alle Beteiligten haben so ihre aktuellen Probleme miteinander oder eine negative Vorgeschichte. Aber ist nicht gerade deshalb vielleicht mehr möglich als sonst? Nach den meisten Prognosen werden es wohl fünf Parteien in den Düsseldorfer Landtag schaffen. Dadurch erhöht sich die Zahl möglicher Kombinationen. Hier eine Übersicht zu möglichen Bündnissen: Schwarz-Gelb: Ministerpräsident Rüttgers und auch sein Adlatus von der FDP, Innovationsminister Pinkwart geben öffentlich ihrer Hoffnung Ausdruck ihr Bündnis fortsetzen zu können. Zwar knirscht es innerhalb der 2005 geschlossenen Koalition des Öfteren vernehmlich, dennoch scheint es für beide Seiten die angenehmste Machtoption. In Umfragen hat die Regierungskoalition keine Mehrheit. Rot-Grün: Die vor fünf Jahren im Land abgelöste Kombination aus SPD und Grünen ist für beide Parteien die erste Wahl. Auch wenn das schrödersche „Projekt“ auf Bundesebene scheiterte und man sich gerade in NRW nicht immer gut vertragen hat. In der Zeit der Opposition habe man sich aber wieder angenähert und unterdrückt die alten Konflikte zugunsten des gemeinsamen Primärziels schwarz-gelb abzulösen. Auch dieses Bündnis hat im Augenblick keine Mehrheit in Umfragen. Die Große Koalition: Beide betroffenen Parteien wollen dies nach Möglichkeit vermeiden. Wobei Jürgen Rüttgers noch als härterer Gegner des Zusammengehens gilt. Hannelore Kraft äußerte sich offener. Schwarz-Grün: Offen zu dieser Option bekennen würde sich Jürgen Rüttgers nie, kategorisch ausgeschlossen hat er sie aber auch nicht. Gerade für seine eigenen Ambitionen wäre diese Farbkombination von Vorteil. Denn der Landesfürst strebt nach noch Höherem und könnte seine machtpolitische Flexibilität beweisen. Aber auch für Kanzlerin Merkel wäre ein christdemokratisch-ökologisches Bündnis in einem Flächenstaat ein interessantes Fallbeispiel. Momentan hat Schwarz-Grün bessere Umfragewerte als die „klassischen“ Regierungskoalitionen. Rot-Grün-Rot: Ginge es nach den Umfragen wären SPD, Grüne und Linke die sicherste Regierungskoalition. Die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft schließt wie ihr Gegner das Bündnis mit den Grünen, diese Option nicht vollständig aus. Die Linken haben reagiert und ihr höchst umstrittenes Wahlprogramm etwas überarbeitet. Ob der als ideologisch extrem eingeschätzte Landeverband der Linkspartei tatsächlich eine Machtoption darstellen könnte ist eine der spannendsten Fragen. Ampel: Die gegenseitige Abneigung von FDP und Grünen ist das größte Hindernis dieser Koalition. Auch wenn die rot-gelb-grüne Kombination anderswo, besonders in Kommunen funktioniert, sind sich Experten einig, dass es hierzu wohl kaum kommen wird. Jamaika: Die Grünen haben diese Option auf einem Parteitag kategorisch ausgeschlossen. Hier geht es zum beliebten Wahl-O-Mat und hier zur Übersicht der aktuellen Umfragewerte.
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