"Amores Perros" - "21 Gramm" - "Babel". Jeder Film ein kleines Meisterwerk der Dramaturgie. Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu bricht in seinen Filmen konsequent mit herkömmlichen Erzählweisen. Er erzählt seine Geschichten in Episoden, ohne zeitliche Linearität springt er dabei mal vor, mal zurück. Die Handlung ist ein Puzzle, Stück für Stück setzt sich die ganze Wahrheit zusammen. Und die ist bei Iñárritu bitter, schmerzhaft, traurig.

Und so hat auch der Held in seinem neuen Film "Biutiful" schweres Leid zu tragen - diesmal chronologisch. Der Regisseur verlässt sich in diesem Drama ganz auf seine Hauptfigur. Uxbal (Javier Bardem) hält sich und seine zwei Kinder mit windigen Geschäften mehr schlecht als recht über Wasser. Vermittlung von Schwarzarbeitern, Handel mit billigen Kopien von Markenwaren und ein bißchen Hokuspokus als "Medium", das mit Toten reden kann gehört zu Uxbals Repertoire. Uxbal hat nicht mehr lange zu leben - der Krebs wird ihn bald dahin raffen. Es bleibt nur noch wenig Zeit, die Zukunft seiner Kinder zu sichern und ein bißchen Vergebung zu finden.
Biutiful
Spanien/Mexiko 2010
Verleih: Prokino/Scope
Genre: Drama
Filmlaufzeit: 148 min
Regie: Alejandro González Iñárritu
Darsteller: Javier Bardem, Maricel Álvarez,
Eduard Fernández, Diaryatou Daff
Kino-Start: 11.03.2011


Kein fröhlicher Film mit wenig Hoffnung, der sicher niemanden kalt läßt. Der einen Blick in eine finstere Welt zuläßt. Themen aufgreift, die zum Leben gehören, denen man sich nicht entziehen kann. Und so bleibt am Ende vielleicht doch noch die Hoffnung: Auf Vergebung, Erlösung und Hoffnung.

Zum Kinostart von "Biutiful" verlost campus-web 3x2 Kinotickets. Füllt einfach bis zum 16.03.2011 das Gewinnspielformular aus.

Mehr Infos gibt es bei facebook und auf der Filmhomepage.


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