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Es gibt sie noch, entlegene Inseln die bislang noch nicht intensiv von Forschern unter die Lupe genommen worden sind. Ein großes Expeditionsprojekt hat ein internationales Team von Wissenschaftlern jetzt nach Espiritu Santo verschlagen, um eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme der endemischen Flora und Fauna vorzunehmen; doch wo liegt diese Insel überhaupt? Espiritu Santo ist eine von 83 zu Vanuatu gehörenden Inseln im Herzen Melanesiens – einem zur Südsee zählenden Archipel, östlich Australiens gelegen. Hier abgeschieden von den Haupthandelsrouten konnte die Insel ihre ursprüngliche Identität weitestgehend bewahren und bietet den Wissenschaftlern so eine ideale Forschungsgrundlage. Französische Wissenschaftler wollen es nun zusammen mit ihren 150 Kollegen aus 15 Ländern wagen, eine Art "Inventur" der Insel vorzunehmen und zahllose, bislang unbekannte Spezies zu Lande, zu Wasser und in der Luft auszumachen. Auf einer kleinen Insel sollen große Fragen beantwortet werden. Laut Aussage der Dokumentation ist das erste Mal eine einzige Spezies für die Ausrottung hunderter Arten verantwortlich; der Mensch, der im Intro wenig respektvoll als "nackter Affe ohne Schwanz" tituliert wird. Doch abgesehen von dieser sprachlichen Entgleisung, die schlimmes befürchten lässt, bleibt die Produktion erfreulich sachlich und informativ und gleitet nicht in plumpe Volkspädagogik ab. Vielmehr begleitet sie Spinnen- und Insektenforscher in unwegsamem Gelände und schaut Mikrobiologen über die Schulter. Auch manch kauziger Geselle wird hier vorgestellt, wie ein Wespenforscher, der hauptberuflich Typograf einer Tageszeitung ist und für die Expedition ein halbes Jahr Urlaub genommen hat. Sie sammeln, trocknen, bestimmen und archivieren alles, was ihnen unter die Augen kommt. Fast hat es den Anschein, als wäre ein bislang unbekannter Fleck Erde entdeckt worden, den es nun zu erforschen gibt. Hierzu mussten zunächst einmal Tonnen von Ausrüstung von einem Landungsboot auf den Strand der unbefestigten Küste gebracht werden. Trockenpressen, Parabolantennen, kanisterweise Alkohol zum Präparieren und sechs Tonnen Gas für den später zum Einsatz kommenden Baumgleiter. Von den Einheimischen werden die fremden Forscher mit einem Freudentanz begrüßt und zu ihrem von ihnen vorbereiteten Lagerplatz gebracht. Von hier aus strömen die Wissenschaftler in alle Bereiche der in Sektoren aufgeteilten Insel aus. Einige erklimmen mit Käschern und anderen Utensilien bewaffnet den in 1500 Metern Höhe über dem Basislager gelegenen Vulkankegel, während Kollegen die Strände und die Unterwasserwelt nach allen verfügbaren Arten der Flora und Fauna absuchen. Die Forscher leisten hier klassische Pionierarbeit. Einige der Höhlen hat noch nie ein Wissenschaftler betreten. Belohnt werden sie mit absonderlichen amphibischen Arten, unbekannten Riesenspinnen, oder einem merkwürdigen Geschöpf, das zwar lange Beine, aber keinen Körper besitzt. Espiritu Santo ist größentechnisch gesehen zwar nur ein Stecknadelkopf auf dem Globus, entpuppt sich aber als Arche für die unterschiedlichsten Lebewesen. Auch die Bevölkerung könnte kaum heterogener sein. Es leben zwar nur 30.000 Menschen auf der Insel; diese sprechen aber 40 verschiedene Sprachen. Kein Wunder, dass die kunstvolle Bildersymbolik, die ohne anzusetzen gezeichnet wird, bis heute eine besondere Bedeutung hat. Vor rund zwei Millionen Jahren erhob sich der Vulkankegel Espiritu Santos aus dem Ozean und bildete eine neue Insel. Wie aber wurde das einst nackte Eiland bevölkert? Und was hat es mit dem unter einer futuristischen Kuppel versteckten Baumgleiter auf sich? Als Bonusmaterial sind ein Imagetrailer zu der Dokumentation "Die Erde von oben" und Werbespots des WWF enthalten, der mit Umsatzerlösen dieser DVD unterstützt wird. Fazit: "Das letzte Paradies – Die Südseeinsel Espiritu Santo" bietet dem Zuschauer die einzigartige Möglichkeit eine umfassenden Expedition am Bildschirm zu begleiten. Ein ganzes Ökosystem in nur drei Monaten Zeit zu erfassen, ist eine besondere Herausforderung für die Wissenschaftler, die hier in einer interessanten Dokumentation als Teil der neuen Reihe "Green is universal" präsentiert wird. DVD: "Das letzte Paradies – Die Südseeinsel Espiritu Santo" Originaltitel: Sanctury Island Sprache: Deutsch/Französisch Bildseitenformat: 16:9 Studio: Universal Pictures Germany DVD-Erscheinungstermin: 18. September 2008 Preis: 25,99 Euro Produktionsjahr: 2008 Spieldauer: ca. 104 Minuten Diese DVD ist überall im Handel erhältlich.
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