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Mit gut drei Millionen Soldaten der Wehrmacht begann im Juni 1941 Hitlers Krieg im Osten mit dem Einmarsch in die Sowjetunion. Die deutschen Truppen konnten durch die bereits bewährte Blitzkriegtaktik rasch vorstoßen und große Geländegewinne verbuchen. Die Rotarmisten mussten wegen des raschen Vorrückens weit zurückweichen, oder gerieten in Massen in deutsche Kriegsgefangenschaft. Stalin war von dem Zeitpunkt des Angriffs völlig überraschend und setzten nun alles daran die Invasoren vor den Toren Moskaus irgendwie aufhalten zu können. In vier Folgen entstand im Auftrag der BBC eine Dokumentation, die den deutschen Angriff auf die Sowjetunion und Stalins nicht minder brutales Zurückschlagen auf erdrückende Weise zeigt. Hitlers Krieg im Osten hatte eine Dimension und Intensität, wie sie wohl nie zuvor und danach aufgetreten ist. Dieser Krieg veränderte nicht nur den Verlauf des Zweiten Weltkriegs grundlegend, sondern trug letztendlich auch zu der später erfolgenden radikalen Neuziehung der Grenzen in Mittel- und Osteuropa im erheblichen Maße bei. Die Dokumentation versucht im ersten Teil zu klären, nach welcher Logik sich Hitler für einen Angriff entschieden hatte und beschreibt das wahnhafte Verlangen nach neuem Lebensraum im Osten. Zunächst schien es auch kein Halten zu geben, da die Wehrmacht in einer bislang unbekannten Geschwindigkeit auf Moskau zueilte. In dieser Phase befürchtete man auch in London und Washington einen schnellen Sieg der Deutschen und war geschockt von der Macht der Blitzkriegtaktik. Doch diese war letztendlich auch ein Grund für die vernichtende Niederlage im weiteren Verlauf des Krieges, da die Nachschubwege immer länger wurden und die Versorgung der Front immer schwieriger machte. Was in Frankreich gelang, war in der russischen Weite zum Scheitern verurteilt. Doch nicht nur Hitler ging unbarmherzig vor. Stalin ließ die eigenen Soldaten an der Front durch NKDW-Trupps im Hinterland bewachen und wer nicht kämpfen wollte wurde umgehend durch sie eliminiert. Die schier unfassbare Zahl von rund 13 Millionen zivilen Opfern des Russlandfeldzuges und des anschließenden Gegenangriffs der Russen liegt vor allem aber daran, dass Hitler und Stalin skrupellose Tyrannen waren, denen jeden Mittel recht war den Gegner zu bekämpfen. Stalin lies hierzu Partisanenarmeen aufstellen, die aus dem Hinterhalt zum Angriff auf die Wehrmacht befehligt wurden. Die Brutalität der Kämpfe erreichte dadurch eine neue Dimension; Gefangene wurden grundsätzlich nicht gemacht. Auch die eigene Bevölkerung wurde durch die Partisanen drangsaliert und ausgeplündert und wer auch nur im Verdacht stand mit den deutschen zusammenzuarbeiten wurde hingerichtet. Stalin lies es sogar zu, dass ganze Familien eliminiert wurden und auch in der Bekämpfung des Gegners gab es keine Tabus. Nicht zuletzt dadurch wurde die Gewaltspirale immer weiter gedreht und auf beiden Seiten unvorstellbare Gräueltaten begangen. Waren die deutschen Soldaten zunächst in der Ukraine als Befreier vom Joch Moskaus gefeiert worden, wendete sich das Blatt durch falsche Versprechungen und die menschenverachtende Rassenpolitik des Deutschen Reiches. Aus den „Befreiern“ wurden neue Unterdrücker und Feinde. Auch an der Ostfront kam der Vormarsch im unerbittlichen Winter zum erliegen und versank im Frühjahr im Schlamm der russischen Tiefebenen, als der Kreml schon in Reichweite deutscher Kanonen war. In den letzten beiden Teilen der Dokumentation wird das Scheitern des „Unternehmen Barbarossa“ mit dem Kessel von Stalingrad und dem Vorrücken der siegreichen Russen auf Berlin durch schonungslose Bilder gezeigt. Gut ausgewählte Originalaufnahmen; teilweise sogar in Farbe, Bilder aus der heutigen Zeit und packende Zeitzeugeninterviews lassen die BBC-Dokumentation „Hitlers Krieg im Osten“ ein informatives und schonungsloses Portrait des Krieges zeichnen. Nicht nur die Macht der Bilder, sondern auch die gut gesprochenen Erläuterungen machen nachdenklich und zeichnen ein schonungsloses Bild des Grauens und der entfesselten Brutalität auf beiden Seiten mit erfreulicher Neutralität. Nicht nur die Verbrechen der Wehrmacht, sondern auch der Terror der Roten Armee und Stalins erbarmungslose Umsiedlungspolitik, die in der Deportation ganzer Völker gipfelt, finden in der durchweg empfehlenswerten Dokumentation Beachtung und geben einen guten Gesamtüberblick dieser schrecklichen Episode des 20. Jahrhunderts. Die BBC-Dokumentation „Hitlers Krieg im Osten“ besteht aus vier Folgen à 45 Minuten. Folgenübersicht: 1. Der Überfall 2. Der Terror 3. Der Wendepunkt 4. Die Vergeltung
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