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Schon 1998 wurde Der Preis des Verbrechens produziert und ausgestrahlt. Vier Staffeln gibt es bisher, aber erst jetzt erscheinen die ersten beiden Fälle des ununterbrochen rauchenden Detective Superintendent Watson (David Haymann) und Detective Intendent Patrica North (Kate Buffery) auf DVD. "Tod eines Mädchens" und "Herr der Fliegen" sind auf jeweils zwei DVDs erschienen. Ein Mädchen verschwindet. Ein fünfjähriges, süß gelocktes blondes Mädchen ist nach einigen unbeobachteten Minuten auf dem Spielplatz nicht mehr auffindbar. Eine großangelegte Suche beginnt. Die kleine Julie kann nur noch tot aufgefunden werden. Die Schuld wird beim arbeitslosen Alkoholiker Michael Dunn gesucht. Ermittler und Anwohner sind von Dunns Schuld überzeugt. Schnell kommt es zu seiner Verhaftung. Erst jetzt suchen die Ermittler nach belastenden Beweisen... Der Preis des Verbrechens (Trial & Retribution), GB 1998 Verleih: edel motion Genre: Krimi-Serie Filmlaufzeit: ca.404 min/4 DVDs 1. & 2. Der Tod eines Mädchens 3. & 4. Herr der Fliegen Darsteller: David Hayman, Dorian Lough DVD-VÖ: 28.05.2010 Die Serie kommt düster daher. Die Macher teilen gern den Bildschirm, sodass man neben der Haupthandlung mehrere Nebenhandlungen verfolgen kann. Dieses Stilmittel wird hier sehr häufig genutzt – zu häufig. Um nicht zu sagen – ständig. Neben den Unterhaltungen werden auch Stimmen und Schreie eingeblendet. Was mal gut wirken kann, nervt in den 400 Minuten der ersten Staffel sehr. Die Geschichten ziehen sich mit ca. drei Stunden Laufzeit unglaublich lange hin. Allein in "Tod eines Mädchens" vergehen ganze 33 Minuten, bis Julie gefunden wird. Die Suche wird unnötig lang gezeigt und man hofft, dass das arme Mädchen endlich gefunden wird, schließlich suggeriert schon durch der Titel, dass Julie nicht mehr lebend gefunden wird. Verhöre werden nahezu in Echtzeit wiedergeben, wobei einige Dialoge unsinnig und für die Geschichte unwichtig scheinen. Die Protagonisten sind übertrieben gezeichnet, verloddert und unrealistisch verkrampft. Ab und an wird laut gebrüllt, fast jeder scheint ein psychisches Problem zu haben. Die Geschichten an sich sind sehr gut. Auch wenn nicht alle Umstände geklärt werden, sind die Fälle spannend und zeigen wie problematisch Vorurteile sein können. Auch gut ist der Perspektivenwechsel zwischen den Folgen. Konzentriert sich "Tod eines Mädchens" im ersten Teil stark auf die Ermittler, so wird im zweiten Teil ein Fokus auf den Angeklagten und dessen Verteidiger gelegt. Den Folgen würde eine Kürzung um rund eineinhalb Stunden gut tun, Der Preis des Verbrechens könnte dadurch stark gewinnen.
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