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Ende der 30er Jahre: China ist von Japan besetzt und hat zudem noch gegen die Partisanen im Lande zu kämpfen. Die Stadt Nanking hat es besonders hart getroffen. Inmitten dieser Trümmerlandschaft sucht der ehrgeizige, aber unerfahrene Journalist George Hogg nach Bildern, die das Grauen dokumentieren und der Welt die Augen öffnen. Er wird Zeuge einer Massenerschießung, bei der auch vor Frauen und Kindern nicht halt gemacht wird, doch bevor er die Fotos veröffentlichen kann, fällt er mit seinem brisanten Material den Japanern in die Hände. Nur knapp entgeht er seiner Hinrichtung und findet sich kurze Zeit später in einem Lazarett wieder, wo er zum ersten Mal der amerikanischen Krankenschwester Lee Pearson (Radha Mitchell) begegnet. In einem Waisenhaus soll George sich von seinen Verletzungen erholen und die chinesische Sprache lernen. Er will schnell wieder als Kriegsreporter an die Front, doch Lee bittet ihn, sich um die Kinder zu kümmern. George gewinnt langsam das Vertrauen der Kinder, doch japanische Truppen nahen und die chinesische Armee sucht nach jungen Rekruten. George macht sich mit den Kindern auf den beschwerlichen Weg in das Dorf Shandan – auf den Weg über die Seidenstrasse… Im vergangenen Jahr sorgte der Film John Rabe für Aufmerksamkeit – ein Film über einen Nazi, der in den 30er Jahren tausende Chinesen vor den japanischen Bomben rettete. Mit Die Kinder der Seidenstrasse zeigt Regisseur Roger Spottiswoode die Gräuel dieses Krieges aus der Sicht eines Reporters, der mit Naivität und Idealismus in ein Land reist, in dem er seines Lebens nicht mehr sicher ist. Er sieht sich unfassbarem Grauen gegenüber, dass er zunächst kaum zu ertragen vermag. Doch er wächst über sich hinaus und wird so zu einer ähnlich heroischen Figur wie John Rabe. Die Kinder der Seidenstrasse (The Children of the silk road), AUS/VR China/D/USA 2008 Verleih: Koch Media Genre: Abenteuerdrama Filmlaufzeit: 114 Minuten Regie: Roger Spottiswoode Darsteller: Jonathan Rhys Meyers, Radha Mitchell, Chow Yun-Fat, Michelle Yeoh DVD-VÖ: 26. März 2010 Die Kinder der Seidenstrasse gab es tatsächlich. Viele von ihnen leben heute noch. Am Ende des Films danken sie George Hogg, ihrem Lebensretter. Roger Spottiswoode erzählt die Geschichte konsequent aus der Sicht des jungen Journalisten in imposanten, erschütternden und faszinierenden Bildern – Bilder, die eine große Leinwand verdienen. Schon die ersten Einstellungen beeindrucken und erschrecken zugleich. Spottiswoode zeigt schonungslos das Grauen und die Erbarmungslosigkeit des Krieges. Ähnlich wie George Hogg möchte man sich abwenden und sich gleichzeitig seinem Entsetzen stellen. Jonathan Rhys Meyers (From Paris with love, Die Tudors) kann in der Rolle des George Hoggs ebenso überzeugen, wie die auch im Westen bekannten asiatischen Superstars Chow Yun Fat und Michelle Yeoh. Spottiswoodes Film ist ein klassisches Abenteuerdrama im Stil großer Epen wie Baz Lurmanns Australia oder Der englische Patient, zu denen natürlich auch jede Menge Pathos und eine kleine Romanze gehören. Beides drängt sich hier jedoch nie in den Vordergrund und bleibt so angenehmes "Beiwerk", dass den Film noch persönlicher und berührender macht. Etwas störend ist insbesondere im ersten Drittel die etwas umständliche Erzählweise. Es wirkt, als würden die einzelnen Erlebnisse des Reporters Stück für Stück "abgearbeitet", was eher dokumentarisch wirkt. Dadurch geht – erst nach und nach wird die Geschichte zu einer Einheit, die wirklich emotional packen kann. Die Kinder der Seidenstrasse ist bewegendes Kino mit großartigen Bildern, einer stimmigen Besetzung und einem perfekt passenden Soundtrack, wie er zu großen Epen gehört. Regisseur Spottiswoode hat mit seinem Film in erster Linie den Kindern ein filmisches Denkmal gesetzt – denen, die unschuldig sind und doch am meisten unter den Folgen von Krieg und Barbarei leiden. Gewinnspiel: campus-web verlost zum DVD-Start von Die Kinder der Seidenstrasse 3 DVDs des bildgewaltigen Abenteuerschinkens. Hier gehts zum Gewinnspiel
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