campus-web Bewertung: 3,5/5
   
 

   
 

   
Es soll die 183. Folge der Dokumentationsreihe "Surviving the Wilderness" mit dem Wildlife-Experten und Überlebenskünstler Seb Beazley gedreht werden. Dafür schippert die Filmcrew auf eine in der philippinischen Visayas-Region gelegene Insel. Als die Tontechnikerin im Urwald mal für kleine Mädchen muss, beginnt es merkwürdig zu werden. Survival Experte Seb warnt vor herunterfallenden Kokosnüssen. Doch das ist noch das geringste Problem, auf das die Crew im Urwald stößt. Weit aus problematischer ist da schon die Horde mordgieriger Aswangs. die eine Schwangere in der Gruppe wittert und mit der Jagd beginnt....

Aswangs sind in alten phillipinischen Legenden Vampire, die stets ein Verlangen nach Blut und befruchteten Eizellen haben. Dafür, dass es sich bei Surviving Evil um einen B-Horrorrfilm handelt, sind diese äußerst seltenen sagenumwobenen Wesen handwerklich gut gelungen. Regisseur Daw hat ein Händchen dafür, das Ambiente des Dschungels geschickt mit dem
Erscheinungsbild der Aswangs zu paaren, was die Spannung erhöht. Hinzu kommt ein geschicktes Nähe-Distanz Management. Der Regisseur lässt seine Vampir-Wesen vom Zuschauer lieber erahnen, anstatt sie ständig über die Bildfläche laufen zu lassen. So kitzelt es ordentlich an den Nerven.
Surviving Evil
GB/Südafrika 2008
Verleih: Sunfilm
Genre: Horror
Filmlaufzeit: 90 min
Regie: Terence Daw
Darsteller: Billy Zane, Natalie Jackson
Mendoza, Joel Torre, Christina Col
DVD-VÖ: 09.04.2010


Das Aufzeigen der Aswang Spuren (verwüstete Dörfer und übel zugerichtete Leichen) macht sich bedrohlich bemerkbar. Der Zuschauer hat Angst vor etwas, dessen Auswirkungen er zwar sehen kann, aber nicht dessen Quelle. Die wird erst in den letzten 30 Minuten richtig offensichtlich: Die Aswangs treten nun ständig in Erscheinung. Allerdings ohne ihren in der Sage so charakteristischen tentakelartigen Saugrüssel. In diesem Film erscheinen die eigentlich vampirartigen Wesen eher wie Kannibalen oder Zombies. Nur die Flügel erinnern noch an die urpsrünglich blutsaugende Herkunft der finsteren Geschöpfe.

Fazit
Der vorliegende Streifen ist das, was sich als passabler Horrorfilm bezeichnen lässt. Nach einem Spannungsbogenaufbau bis zur 60. Minute bleibt es bis zum Abspann Nerven aufreibend. Diese bedrohliche Atmosphäre erhält die Aufmerksamkeit bis zum Schluss.

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