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Der Sanitäter Jack (Jason Mewes - bekannt als "Jay" aus diversen Kevin Smith – Filmen) entdeckt in einem Müllcontainer eine blutüberströmte, halbtote, junge Frau. Da sie sich weigert, in ein Krankenhaus gebracht zu werden, nimmt Jack Danika mit in seine Wohnung, pflegt sie dort gesund und verliebt sich schließlich in sie. Zuerst denkt Jack, dass Drogen für Danikas allzu offensichtliche Entzugserscheinungen verantwortlich sind, tatsächlich quält sie ihr Blutdurst – denn Danika ist ein Vampir. Um ihr zu helfen stiehlt Jack auf der Arbeit Blutkonserven. Aber Danika lechzt nach frischem, warmem, Menschenblut. Das junge "Glück" wird auf eine harte Probe gestellt. Ein Hoch auf die deutsche Titelschmiede, die versucht den amerikanischen Horrorfilm Bitten mit dem Titelzusatz "in the Twilight" für das Publikum der erfolgreichen Blutsauger-Teenie-Romanze Twilight – Biss zum Morgengrauen attraktiv zu machen. Zwar steht hier wie dort eine Liebesgeschichte zwischen Vampir und Mensch im Mittelpunkt der Handlung, allerdings geht Bitten einen eigenen Weg. Der Film richtet sich im Gegensatz zum vermeintlichen Vorbild an ein erwachsenes Publikum (Film hat keine Jugendfreigabe) und garniert die Liebesgeschichte zwischen Jack und Danika mit etwas Blut und – für eine US-Produktion überraschend – reichlich Sex. Mit Erica Cox als Danika bekommt man eine sehr attraktive Darstellerin geboten, die nicht mit ihren Reizen geizt und fast über die gesamte Laufzeit lediglich in Unterwäsche zu begutachten ist. Soweit zu den Schauwerten von Bitten. Bitten in the Twilight (Bitten), USA 2008 Verleih: Sunfilm Genre: Horror Filmlaufzeit: 90 min Regie: Harvey Glazer Darsteller: Jason Mewes, Erica Cox Richard Fitzpatrick DVD-VÖ: 12.03.2010 Dass ein paar wohlgeformte Brüste und vereinzelte Blutspritzer noch lange keinen guten (Horror-)Film ausmachen, bestätigt sich hier ein weiteres Mal. Denn Bitten wirkt einfach viel zu zerfahren, um wirklich zu überzeugen: Das erste Drittel des Films präsentiert sich als 0815-Horrorkomödie, der Mittelteil verzichtet größtenteils auf Humor und bietet einige horrible Szenen und das letzte Drittel ist ungewöhnlich dramatisch und relativ ernst geraten. Das trashige Ende, in dem Jack und sein Arbeitskollege Danika zum Kampf auf Leben und Tod herausfordern, erweist sich nach den vorangegangenen Herzschmerz-Szenen allerdings mehr als unpassend und wirkt ziemlich erzwungen. Als seien dem Drehbuchautor gegen Ende einfach die Ideen ausgegangen. Bitten in the Twilight - um auch einmal den deutschen Dumm-Titel zu bemühen – ist ein absolut durchschnittlicher Film, der allenfalls im Rahmen eines bierseligen (Männer-)Videoabends goutiert werden kann. Genrefans sei an dieser Stelle John Landis thematisch sehr ähnlich gelagerter, wesentlich besserer Film Bloody Marie – Eine Frau mit Biss von 1992 empfohlen. Teenies bleiben bei Twilight und dessen Nachfolger New Moon.
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