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Der russische Top-Agent Yegor Kremnyov erhält den Auftrag, einen wichtigen Zeugen aus Malta nach Russland zu überführen. Doch Kremnyov und sein Team geraten in einen Hinterhalt, den lediglich Kremnyov und der Zeuge Mikhail Shering überleben. Shering war einst die rechte Hand des mächtigen Konzernmoguls Sorkin und hat Beweise für dessen illegale Machenschaften. Verfolgt von Sorkins Killern, korrupten Doppelagenten und der russischen Mafia, schlagen sich die beiden Männer nach Russland durch. Der deutsche Titel soll suggerieren, dass es sich bei Russian Transporter um ein Spin-Off der erfolgreichen Transporter-Reihe mit Jason Statham handelt. Besonders clever ist diese Vorgehensweise allerdings nicht, drängt sich ein Vergleich doch förmlich auf. Und vergleicht man die beiden Filme miteinander, zieht Russian Transporter gegen das unterhaltsame, temporeiche Actionvehikel des Hongkonger Routiniers Corey Yuen, dem Regisseur der Jet Li-Klassiker Master der Shaolin oder Der Bodyguard von Peking, erwartungsgemäß den Kürzeren. Denn The Transporter hat die besser choreographierten Martial Arts-Szenen, die spektakulärer inszenierten Actionszenen, mehr Witz, den cooleren Hauptdarsteller und eine weniger wirre und anstrengende Handlung. Aufgrund der vielen involvierten Charaktere und deren – für das deutsche Publikum schwer zu erinnernden – russischen Namen, fällt es einem doch einigermaßen schwer, der Handlung von Russian Transporter fernab der Actionszenen wirklich aufmerksam zu folgen. Das fällt allerdings weniger ins Gewicht, denn Russian Transporter präsentiert regelmäßig bleigeschwängerte Actionszenen, wenn die Handlung die Langeweile zu tangieren droht. Und in dieser Disziplin kann der Film dann auch punkten. Die waffenlosen Kämpfe wurden schnörkellos und angenehm realitätsnah inszeniert und wenn geballert wird, dann richtig: Kremnyov befördert gut zehnmal so viele Gegner wie sein transportierendes Pendant Jason Statham in The Transporter ins Jenseits. Und auch um einiges blutiger – Freunde von Shoot-Outs im Stil von John Woo und Sam Peckinpah kommen hier auf ihre Kosten. Russian Transporter (Nepobedimyy), RUS 2008 Verleih: Sunfilm Genre: Actionthriller Filmlaufzeit: 115 min Regie: Oleg Pogodin Darsteller: Wladimir Jepifantsew, Sergej Astakhow, Olga Fadeewa DVD-VÖ: 30.09.2009 Betrachtet man ihn unabhängig vom vermeintlichen Original, ist Russian Transporter gar nicht mal so schlecht. Der Film wurde für russische Verhältnisse sehr aufwendig produziert und braucht sich hinsichtlich der technischen Umsetzung nicht hinter seinen US-Kollegen zu verstecken. Freunde solider B-Action können einen Blick riskieren. Dass man Russian Transporter zwangsläufig mit The Transporter vergleicht, ist schließlich auch nicht die Schuld der Filmmacher, sondern des deutschen Anbieters, der sich durch diesen Quasi-Etikettenschwindel mehr Abnehmer verspricht, andererseits allerdings eine Erwartungshaltung schürt, die der Film nicht befriedigen kann. DVD-Sammler sollten sich übrigens nicht von der, von der Verleih-DVD (FSK 18) abweichenden, FSK-ab-16-Freigabe der Verkaufs-DVD abschrecken lassen. Der Film ist ab 16 uncut, die höhere Freigabe der Verleih-Fassung basiert auf einem darauf erhaltenen Bonus-Trailer (Embodiment of Evil).
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