campus-web Bewertung: 3/5
   
Asf, Morgan und Johnny zhlen zu den wenigen berlebenden einer Zombieepidemie. Anstatt deswegen Trbsal zu blasen, ziehen sie von einer leerstehenden Luxus-Villa zur nchsten, gehen auf Plndertour durch die Supermrkte und zocken exzessiv Videogames. Das se Leben in der Welt nach der Apokalypse hat ein jhes Ende, als die drei Kumpels auf die Wissenschaftlerin Stefanie treffen. Diese steht kurz vor der Erschaffung eines Serums, mit dem die Infizierten zurckverwandelt werden knnen. Dafr braucht sie allerdings noch eine Zombie-Blutprobe und die Hilfe der drei Couch-Potatoes.

Mal wieder eine Zombiekomdie. Diesmal aus Neuseeland, dem Land aus welchem die wohl legendrste aller Zombiekomdien stammt und zwar Peter Jacksons Braindead (1992). Somit verwundert es wenig, dass Last of the Living gelegentlich von einigen Rezipienten mit Jacksons Splatter-Groteske verglichen wird.

Dabei hat Spielfilm-Debtant Logan McMillan einen ganz anderen Weg eingeschlagen als seinerzeit Peter Jackson. Wo in Braindead vllig abgedrehte Charaktere durch Tonnen von Gedrm und Blut stampften, vergieen in Last of the Living lediglich leicht schrullige Protagonisten ab und zu mal ein wenig (CGI-) Zombieblut. McMillan hatte offenbar nicht vor, seinem Landsmann Jackson nachzueifern und die Extreme des Genres noch weiter auszuloten. Was nach Braindead ohnehin schwer gefallen wre.
Last of the living, (Neuseeland 2008)
Verleih: Ascot Elite Home
Genre: Sci-Fi
Filmlaufzeit: 88 min
Regie: Logan McMillan
Darsteller: Morgan Williams, Ashleigh Southam,
Emily Paddon-Brown
DVD-V: 18.06.2009


Stattdessen hat McMillan, der sich auch fr Drehbuch und Schnitt verantwortlich zeigt, eine relativ unterhaltsame Komdie fabriziert, in der mal wieder einige Loser ber sich selbst hinauswachsen und zu heldenhaften Zombiekillern mutieren. Das ist zwar ebenso wenig innovativ wie das klassisch-negativ-offene Ende des Films, aber immerhin liefern die vier Hauptdarsteller eine sympathische Darstellung ab. Der dezente Humor und einige lustige Einflle werten den Film zustzlich auf; Genrekenner freuen sich ber diverse Anspielungen auf andere Zombiefilme.

Etwas mehr Schauwerte in Form von Splatterszenen htten dem Film dennoch nicht geschadet. Einige blutige Szenen sind zwar vorhanden, allerdings wurden diese grtenteils etwas billig animiert und sorgen daher bei Gorehounds nicht wirklich fr Begeisterung. Die 18er-Freigabe erscheint in Anbetracht der verhltnismigen Blutarmut schon etwas bertrieben. Auerdem drfte es die Zombiefilm-Puristen mit Sicherheit verrgern, dass sich McMillan nicht klar fr einen "Zombietypus" entscheiden konnte: einige Zombies torkeln ganz klassisch, wie von George R. Romero in Night of the Living Dead definiert, durch die Gegend, whrend andere Zombies wie auf Speed am Ausrasten sind, was eher den "modernen" Zombies aus 28 Days Later oder dem Dawn of the Dead-Remake entspricht.

Die deutsche DVD-Verffentlichung von Last of the Living hlt als Extras "Deleted Scenes", ein alternatives Ende, Interviews mit den Machern und den Original-Trailer bereit. Freunde von Zombiekomdien knnen ja mal einen Blick riskieren, Splatterfans sollten sich nicht von der 18er-Freigabe tuschen lassen.

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