campus-web Bewertung: 3/5
   
Und wieder ein Kriegsfilm. Muss das immer sein? Haben wir nicht schon genug Filme aus Amerika die den II. Weltkrieg filmisch auseinandernehmen? Das DVD-Cover verspricht schon viel: Der Film ist Gewinner beim Brooklyn International Film Festival fr den "Best Director", hat den "Audience Award" beim Mailndischen Film Festival 2005 fr den besten Film, die beste Regie und sogar das beste Makeup eingeheimst, zudem auch den Preis fr die beste Regie bei den Breckenridge Film Festivals. Tatschlich sind dies nicht die einzigen Preise, die der Film in den letzten Jahren gewann. Doch zurck zum Cover: Der Untertitel fllt auf: Es gibt drei Seiten einer Kriegsgeschichte. Ihre. Unsere und die Wahrheit.

Dies beschreibt den Film sehr treffend, doch sind es nicht nur drei Seiten, die thematisiert werden, vielmehr wird die gespaltene Meinung der deutschen, amerikanischen und italienischen Soldaten, der italienischen Zivilisten, Kriminellen und Partisanen gezeigt. Ort des Geschehens ist die von der Wehrmacht gezogene Gotenlinie in Norditalien 1944. Hier ist eine deutsche Einheit stationiert, die sich durch italienische Soldaten Untersttzung gegen die heranrckenden Amerikaner und die italienischen Partisanen erhofft. Schnell wird ein Problem deutlich: weder die Partisanen noch die italienischen Soldaten schieen aufeinander, da sie ja alle Italiener sind, egal auf welcher Seite. Somit muss Leutnant Gunther eine Lsung finden, da seine Truppen weder Untersttzung noch Verpflegung erhalten. Zudem befinden sich alle anderen Einheiten auf dem Rckzug, die amerikanische Truppe rckt weiter vor und bei den Italienern herrscht immer grerer Unmut ber das deutsche Essen und die Behandlung.
The Fallen, (USA 2004)
Verleih: Sunfilm
Genre: Kriegsdrama
Filmlaufzeit: 112 min
Regie: Ari Taub
Darsteller: Daniel Asher, Brian Bancale,
John McVay, Thomas Pohn, Fabio Sartor


Wie ein roter Faden zieht sich die Erschpfung und die Resignation der Soldaten und der Bevlkerung durch den Film und so wundert es nicht, dass der Anfhrer einer amerikanischen Einheit Malone stndig betrunken ist, die italienischen Soldaten die Fronten wechseln und die Bewohner der Gegend allen Soldaten helfen, um an Informationen fr die Partisanen zu kommen. Die GI`s machen gemeinsame Sache mit italienischen Kriminellen und Leutnant Gunther schickt seine Truppe bis auf zwei Freiwillige nach Hause.

The Fallen ist ein ganz ungewhnlicher Kriegsfilm. Es gibt nur wenig Geballer, kaum Explosionen und auch sonst nicht die Hollywood-typischen Kriegssituationen. Leider ist das schmale Budget dem Film anzumerken. Grtes Manko ist die Synchronisation, die wirklich mangelhaft ist, auch wenn es sehr sympathisch erscheinen mag, dass auch "echte Italiener" mitspielen und nicht alles synchronisiert wurde.

Unterm Strich ein guter, mal ganz anderer Kriegsfilm ohne Starbesetzung und mit einer Synchronisation, die an eine schlechte spanische Seifenoper erinnert. The Fallen kann man sich auch anschauen, wenn man nicht so gerne Blut sieht.

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