Campus-Web Bewertung: 2,5/5
   
 

   
 

   
Was hat uns Quentin Tarantino da blo eingebrockt. Sptestens seit er in Pulp Fiction ungefhr jede Kinoproduktion seit Erfindung des Tonfilms zitiert und so zum "Kult" erhoben hat, wollen sehr viele Filmemacher so sein wie er. Zumindest, solange sie noch jung sind.

So wie Lasse Nolte. Der war Filmstudent in Mnchen, in seinen Mittzwanzigern und drehte einen Film mit dem wunderschnen Titel Der Goldene Nazivampir von Absam 2 Das Geheimnis von Schloss Kottlitz, fr den er professionelle Mittel zur Verfgung hatte und sich sogar die Dienste von Oliver Kalkofe sichern konnte, der bekanntermaen ein Faible fr Trash-Filme hat.

Also zur Geschichte: 1942, in den schlimmsten Zeiten des Zweiten Weltkriegs, erfhrt der amerikanische Militrgeheimdienst von Gerchten, die SS wrde Vampire ausbilden eine schlimme Bedrohung fr die gesamte Welt. Flugs wird mit William Blazkowicz der brillentragende, leicht vertrottelte Held hinter die feindlichen Linien geschickt, um die Menschheit vor den Naziblutsaugern zu retten. Dort erlebt er berraschende Wendungen und begegnet Herausforderungen, die ihn zu einem Helden werden lassen.
Der Goldene Nazivampir von Absam 2 Das Geheimnis von Schlo Kottlitz, D 2007
Verleih: Sunfilm
Genre: Trash-Komdie
Filmlaufzeit: 45 min
Regie: Lasse Nolte
Darsteller: Daniel Krauss, Gtz Burger,
Oliver Kalkofe, Walter Stapper
DVD-Verffentlichung: 09.01.2009


Man sieht also: Vllig ernst nehmen sich die Macher des Films nicht. Um genauer zu sein: Hier ist nichts ernst gemeint. Dafr aber umso liebevoller und detailgetreuer. Die Kulissen sind akribisch ausgewhlt und gestaltet, die oft eingesetzten Spezialeffekte wirken professionell und echt, die Schauspieler sind alle bei der Sache. Und doch fehlt dem Goldenen Nazivampir etwas. Man merkt dem Projekt seine Ambitionen , einen mit Zitaten gespickten Trashfilm zu machen, deutlich an. Dabei orientiert der Film sich offensichtlich an Hot Shots und Konsorten, was auch sehr gut gelungen ist. Wenn der deutsche Synchronsprecher von Spongebob aus einem Kellergewlbe als Folteropfer heraufschreit, ist der Film von solchen Hollywoodproduktionen nicht weit entfernt.

Aber dem Film fehlt letzten Endes doch die gute, die groe Idee, vielleicht auch der Mut. So einen Film zu machen ist lngst nicht so risikoreich, wie gemeinhin behauptet wird mit absichtlichem Trash kann fast jeder etwas anfangen, besonders wenn das schon im Filmtitel angekndigt wird. Wenn aber Regisseur Lasse Nolte davon spricht, hier "Alte Befindlichkeiten, alte Sehgewohnheiten" ber Bord geworfen zu haben, dann hat er schlicht unrecht. Er hat einen schnen, durchaus ansehwrdigen Film gemacht, aber groartig besonders ist er nicht, zumal dieses Genre in den letzten Jahren mit dem Wixxer und Traumschiff Surprise auch in Deutschland den maximalen Mainstream erobert hat.

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