Campus-Web Bewertung: 2/5
   
Aus dem Hause Rainbow CGI, in Zusammenarbeit mit RAI Fiction stammt der Film Winx Club Das Geheimnis des verlorenen Knigreichs, der seit dem 22. Januar in unseren Lden auf DVD erhltlich ist. Doch stellt man sich unweigerlich die Frage, ob ein Anime aus Italien wirklich berzeugen kann.

Tatschlich gibt es Winx-Club schon seit einigen Jahren als recht erfolgreiche TV-Serie und auch die Idee fr den Kinofilm ist nicht neu. So hatte der Erfinder der Geschichte und der magischen Welt "Magix" und deren Protagonisten, der Feen Bloom, Stella, Musa, Flora, Tecna und Layla, bereits whrend der ersten Ideen fr die Fernsehserie einen Kinofilm in der Hinterhand. Ursprnglich sollte die TV-Serie sich nur um das Hauptthema, der Suche der Eltern von Bloom drehen, doch sparte sich Iginio Straffi diesen Teil der Geschichte doch fr einen mglichen Kinofilm auf.

Somit wren wir auch schon bei der Frage: was gibt es im Kinofilm, was man nicht schon aus der Serie kennt? In der Serie geht es hauptschlich um die magische Welt, das Erwachsenwerden und die diversen Abenteuer, welche die Feenfreundinnen in ihrer Zauberwelt erleben. Im Film dagegen wird der Hintergrund von Bloom, der Wchterin des Drachenfeuers nher thematisiert. So wurde sie adoptiert und ist auf der Erde bei ganz normalen, nicht magischen Eltern aufgewachsen. Und ganz wie wir es schon von Harry Potter kennen - mit dem kleinen Unterschied, dass ihre Eltern verschollen sind und ihre Adoptiveltern freundlich - entdeckt sie pltzlich ihre Krfte und darf auf die Feenschule gehen, wo die TV-Serie nun beginnt. Der Film hingegen lsst diese Vorgeschichte auer Acht und setzt nun direkt bei der Suche nach den verschollenen Eltern und deren Knigreich an, welche Bloom nach ihrem Abschluss auf der Feenschule beginnt. Doch auch wenn man die Fernsehserie nicht kennt, kann man dem recht einfachen Handlungsstrang der Geschichte bis zum Happy-End folgen.
Winx Club - Das Geheimnis des verlorenen Knigreichs, (Winx), Italien 2007
Verleih: Euro Video
Genre: Anime
Regie: Iginio Straffi
Filmlaufzeit: 93 min
DVD-Verffentlichung: 22.01.2009


Natrlich kommen auch die Liebe und die pubertren Probleme der Heldinnen im Film nicht zu kurz, wie es eben typisch fr Animes und Mangas ist. Auch die Liebhaber von sehr kurzen Rckchen und recht freizgigen Superheldinnenoutfits, pardon Feenkleidung, kommen bei dem Film ganz auf ihre Kosten. Doch leider sind die Charaktere, auch wenn sie noch so s mit ihrem Hohlkreuz ber die Leinwand tnzeln oder fliegen, recht flach und einfach gestaltet. Zudem muss angemerkt werden, dass fr die ursprngliche Filmmusik Natalie Imbruglia verantwortlich ist, fr die deutsche Synchronisierung aber leider Jeanette Biedermann engagiert wurde, was sich nicht unbedingt positiv auf die sowie so schon recht affektierte Protagonistin Bloom auswirkt.

Da kann man fr Iginio Straffi nur hoffen, dass die Aussage, er habe Bloom ganz nach seiner Frau gestaltet und entworfen, nur ein Werbegag war.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Kinofilm zwar technisch auf neuerem Stand ist, jedoch bei weitem nicht so amsant wie die Serie, die zudem auch nicht wirklich den Olymp der Animes erreichen kann.

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