Campus-Web Bewertung: 0/5
   
 

   
 

   
"Bottom up", was bersetzt in etwa "von unten nach oben" bedeutet, lsst jeden, der sich dieser mglichen bersetzung bewusst ist, erstaunen, zumindest nachdem er oder sie den Film gesehen hat. Denn dies ist wohl nicht der richtige Titel fr einen Film, der sich auf gleich bleibend niedrigem Niveau bewegt. Steigerung des Anspruchs oder der Qualitt des Films ist nicht zu bemerken: Ob nach der zweiten oder der zweiunddreiigsten Minute, es ndert sich nichts, auer dass die Geduld des Zuschauers, der bis dahin durchgehalten hat, mittlerweile reichlich erschpft sein msste.

Aber von vorne, hier die Story: Owen will nach L.A. zu fahren und dort an einem Cocktailmixwettbewerb teilnehmen, um das Steakrestaurant seines Vaters mit dem Preisgeld zu retten. In L.A. kommt er bei seinem schwulen Onkel Earl unter. Owen verliert den Wettbewerb trotz offensichtlichem Talent und beschliet, vorerst bei seinem Onkel Earl zu bleiben und diesem bei der Arbeit zu helfen. Nachdem Lisa, Tochter des reichen Mr. Mancini, dem irgendwie alles zu gehren scheint, Owen fast berfahren htte und ihm die Schuld am Unfall gibt, wird Earl gekndigt.

Earl und Owen schwren Rache und versuchen sich in die Kreise von Lisa und ihrem Freund Hayden Field, der ein erfolgreicher Schauspieler ist, einzuschleichen, um die beiden ffentlich blozustellen. Das gelingt zunchst auch ganz gut, bis Owen entdeckt, dass Lisa im Grunde ihres Herzens gar nicht die typische verwhnte reiche Zicke ist, sondern von ihrem Vater dazu gezwungen wird. Er droht, ihr den Geldhahn zuzudrehen, wenn sie sich nicht benimmt, wie er es gerne htte. Tatschlich engagiert Lisa sich fr wohlttige Zwecke und steckt das Geld ihres Vaters in ihr eigenes Obdachlosenheim. Owen und Lisa verlieben sich in einander, knnen aber nicht wirklich zusammen sein, weil Lisas Vater ihr sonst alle finanzielle Untersttzung streichen wrde. Owen ist unglcklich und deshalb versucht er gemeinsam mit Earl weiterhin, Hayden und Lisa ffentlich zu blamieren.
Bottoms up (USA 2007)
Verleih: Sunfilm
Genre: Komdie
Filmlaufzeit: 85 min
Regie: Eric MacArthur
Darsteller: Paris Hilton, Jason Mewes,
David Keith
DVD-Verffentlichung: 09.01.2009



Aber natrlich geht die Geschichte fr alle glcklich aus, die zu "den Guten" gehren. Mit diesem unglaublich tiefsinnigem Dialog finden Lisa und Owen letztendlich zusammen: Owen: Ich hoffe du magst Steaks. Lisa: Ich liebe Steaks. Owen: Gratuliere, du bist meine neue Freundin!

Klingt verwirrend? Ist es auch. Hier wurden vier verschiedene Geschichten in einen Film gepackt. Zum einen ist da der schwule Onkel, der alles versucht, um dies zu verbergen, dann die Geschichte ber einen Jungen, der den Laden seines Vaters retten will. Auerdem ist da noch der Superstar, der frher einen Pornofilm gedreht hat und das verheimlichen mchte und die reiche Gre, die gar nicht so schlecht und oberflchlich ist. Bottoms up versucht, alle diese Geschichten in einem Film zu vereinen und scheitert gnadenlos. Dies wre noch der kleinste Kritikpunkt und einem ansonsten gut gemachtem Film durchaus zu verzeihen. Aber diesen Gefallen tut uns Bottoms up leider nicht.

Paris Hilton sollte wohl lieber "It-Girl" bleiben und sich nicht als Schauspielerin versuchen. Sie scheint in jeder Szene zu glauben, sie stnde auf dem roten Teppich und rckt ihren Krper nach jedem Satz in die richtige Fotopose, hab dabei aber immer den gleichen, stumpfen Gesichtsausdruck. Die Augen halb geschlossen, den Mund leicht geffnet. Mimik scheint nicht ihre Strke oder wenigstens nicht ihr Ziel gewesen zu sein. Die schauspielerische Leistung aller anderen kann man kaum erkennen, weil sie berdeckt wird, von ununterbrochenem, ohrenbetubendem, obsznen Fluchen und berzogenem Ver-halten. Bei Earls albernen Versuchen, seine sexuelle Orientierung zu verbergen, wird so ziem-lich jedem Klischee bedient.

Der Film ist eine unsinnige, unglaubwrdige Aneinanderreihung von stumpfsinnigen Flchen, fkalen Kraftausdrcken, Vorurteilen und sexistischen Anspielungen. Die Geschichte geht vollkommen unter in diesem Sumpf der Niveaulosigkeit.

Meine Empfehlung: Finger weg, auer ihr steht darauf, Paris Hilton anzustarren, whrend euch Beleidigungen und Schimpfworte um die Ohren fliegen!

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