Campus-Web Bewertung: 1,5/5
   
Alles ist hier wie so oft in Horrorfilmen: Vier Jugendliche sind allein im Wald und dann passiert etwas unglaublich mysterises. Diese oft benutzte Anfangs-Sequenz deutet also schon darauf hin, dass dieser Film nicht wirklich mit neuen oder gar innovativen Ideen aufwartet. Das ist kaum berraschend, denn Regisseur Steven R. Monroe (House of 9) hatte es nie sehr leicht, in seinen Filmen unverbrauchte Spannungsmomente aufkommen zu lassen. Dafr fehlt auch hier der Handlung das gewisse Etwas bzw. der kreative Einfall, welcher den Spannungsbogen nach oben gefhrt htte
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Monster Village nimmt seinen Anfang wie es eben schon viele gleichartige Filme taten - mit einem Blick in die Vergangenheit. Das kleine amerikanische Dorf Ellensburg wird um 1800 von einer todbringenden Seuche heimgesucht. Der rtliche Magier schafft es zwar, diese einzudmmen, ruft damit aber drei Effekten hervor:
1. Die Dorfbewohner werden nicht mehr lter.
2. Sie drfen einen abgesteckten Bereich um ihr Dorf nicht verlassen (fast denselben Clou gab es auch bei The Village - was fr ein Zufall)
3. Einer der Bewohner muss jhrlich der Bestie geopfert werden, damit die anderen verschont bleiben.

Cut Zeitsprung. Der Film spielt in der Gegenwart. Die besagten vier Jugendlichen machen sich voller Neugier auf die Suche nach einem Dorf, an dem der Zahn der Zeit nicht mehr nagt. Zwei von ihnen bauen ein Nachtlager auf und reien so das unfreundliche Monster aus seinem Schlaf. Die anderen beiden erkunden die Umgebung, lassen sich von einem pltzlich auftauchenden Betreten Verboten Schild nicht abschrecken und gelangen so nach Ellensburg. Dort ist die Laune auf dem Tiefpunkt, da es mal wieder Zeit fr ein Menschenopfer ist. Da bieten sich die vier Rucksack-Touristen natrlich hervorragend an. Jedoch teilen die Begeisterung fr diese Idee nicht alle Dorfbewohner. Viele haben einfach die Nase voll vom alljhrlichen Opferritus.
Monster Village, USA 2008
Verleih: Sunfilm Entertainment
Genre: Horror
Filmlaufzeit: 90 min
Regie: Steven R. Monroe
Darsteller: John Schneider, Katharine Isabell,
Ryan Kennedy
DVD-Verffentlichung: 24.10.2008


Abgesehen davon, dass die Handlung keine neue ist, wird sie leider auch ziemlich dilletantisch umgesetzt. Monroe schafft es nicht, die einzelnen Episoden des Films flieend ineinander bergehen zu lassen. Vielmehr wurden sie etwas abgehackt hintereinander gesetzt, was einem einheitlichen Filmempfinden abtrglich ist. Ebenso wenig ist es gelungen, den verschiedenen Charakteren des Films eine eigene Persnlichkeit zu verpassen. Obwohl sie unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag legen, leben sie die dazugehrigen Eigenschaften nicht ausreichend aus. So fehlt allen Charakteren das unverwechselbare individuelle Alleinstellungsmerkmal. Dadurch fallen auch groartige Zwischenflle, wie z.B. wenn die Tochter des Magiers die Ursache fr den Fluch entdeckt, der Oberflchlichkeit zum Opfer.

Fazit: Diesem Film fehlt eindeutig ein eigener Stil und Rhythmus. Eine schlecht animierte Bestie humpelt durch lieblos inszenierte Handlungsstrnge und wird ergnzt durch ziemlich eintnige Dialoge. Dadurch fllt es dem Zuschauer schwer, bei der Stange zu bleiben und den Film ernst genug zu nehmen, um ihn bis zum Ende anzusehen.

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