Campus-Web Bewertung: 1/5
   
Zwlf britische Kampfsport-Knstler nehmen an einem Martial Arts - Turnier teil, das via Livestream im Internet mitverfolgt werden kann. Dem Gewinner winken 500.000 Pfund Preisgeld, was manche Kmpfer dazu bewegt, jegliche Skrupel abzulegen.

Mehr gibt es inhaltlich nicht zu erwhnen - Underground besinnt sich aufs Rudimentrste und unterbietet in Sachen Nebenhandlung smtliche Kampfsport-Turnier-Filme, an denen sich dieser britische Bloodsport-Ableger orientiert. Dass die Story fr die Tonne ist, macht Underground aber noch nicht zum schlechten Film - dafr sorgen die unausgegorenen Kampfszenen. Obwohl durchaus fhige Kampfsportler vor der Kamera stehen, sind die Kmpfe grtenteils einfach nur lausig: Die viel zu kurz geratenen Kmpfe wurden allesamt per verwackelter Handkamera gefilmt, totale Einstellungen sucht man vergebens und auch der Schnitt ist derartig chaotisch, dass man nicht selten den berblick ber das Geschehen verliert. Das Verwenden der Handkamera, das in Filmen wie Cloverfield oder Diary of the Dead fr Realittsnhe und Authentizitt sorgte, wirkt hier blo aufgesetzt und erweist sich fr einen Kampfsport-Film als ungeeignet. Die Kampfchoreographien sind bei dem ganzen Kamera-Gewackel und den schnellen Flashcuts fr den Genre-Fan einfach nicht mehr nachvollziehbar. Schade, denn einige Kmpfe htten durchaus mehr Potential gehabt. Brutal ist der Film auch nicht wirklich, auch wenn das so auf dem DVD-Cover geschrieben steht. Es gibt zwar einige blutige, deformierte Gesichter und vereinzelte Knochenbrche zu bewundern, auf Splatterszenen hat man allerdings komplett verzichtet, auch wenn sich die Kampfszenen mit Waffen dazu angeboten htten.
Underground, GB 2007
Verleih: Sunfilm Entertainment
Genre: Kampfsport-Action
Filmlaufzeit: 87 min
Regie: Chee Keong Cheung
Darsteller: Mark Strange, Nathan Lewis,
Leon Sua, Joey Ansah
DVD-Verffentlichung: 26.09.2008


Was den Genuss von Underground ebenfalls erschwert, ist der komplette Verzicht auf Protagonisten bzw. Antagonisten. Keiner der Kmpfer tritt als Identifikationsfigur auf und dem Zuschauer ist es folglich absolut egal, was mit den einzelnen Charakteren geschieht. Daraus resultiert Langeweile und man kann es niemandem verbeln, wenn er diesen Film vorzeitig beendet.

Underground ist wirklich kein guter Film, fairer Weise sollte man aber erwhnen, dass es sich dabei um den Film eines Regiedebtanten handelt. Als nchstes dreht Chee Keong Cheung den Film Bodyguard: A New Beginning und man kann nur hoffen, dass er diesen Film nicht auch derart in den Sand setzt. Generell ist es nmlich durchaus interessant, wenn auch in nichtasiatischen Lndern Kampfsportfilme entstehen. Die deutsche DVD von Sunfilm enthlt als Bonusmaterial diverse Trailer, geschnittene Szenen und ein "Hinter den Kulissen"-Feature.

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