Campus-Web Bewertung: 3/5
   
An einem von einer Internetfirma veranstalteten Martial-Arts-Turnier nehmen die weltbesten Kampfknstler teil, um die Siegesprmie von 5 Mio. Dollar ihr Eigen nennen zu knnen. Unter ihnen befinden sich auch die beiden Kmpfer Fang und Kin, die beim selben Meister das Kmpfen erlernt haben und die gerne im Finale aufeinander treffen wrden, um endgltig zu klren, wer denn nun der Bessere von ihnen ist. Whrend das Turnier bereits in vollem Gange ist, wird hinter den Kulissen intrigiert und manipuliert, um den Verlauf der "Extreme Challenge" publikumswirksam zu beeinflussen.

Stephen Tung Wei hat mit Mortal Fighters einen netten B-Action-Movie in der Tradition von "Turnier-Filmen" wie z.B. Bloodsport oder Kickboxer geschaffen. Nicht mehr und nicht weniger. Wie in Bloodsport steht das Kampturnier im Vordergrund, das Geschehen konzentriert sich auf diejenigen Kmpfer, die relativ weit vorne landen werden und die Nebenhandlung um die blichen Backstage-Intrigen darf getrost ignoriert werden. Was in einem solchen Film primr zhlt, sind die Kampfszenen und die sind dem Regisseur und Action-Choreograph Stephen Tung Wei relativ gut gelungen. Zumindest hat er sich eine Menge talentierter und renommierter Kampfknstler an Bord geholt, unter ihnen die sechsfache Weltmeisterin Nikki Berwick, die auf hohem Niveau kmpfen knnen.

Wie die erfolgreichen Thai-Klopper Ong Bak, Born to Fight oder Revenge of the Warrior wurden die Kmpfe ohne berflssige Schnrkel inszeniert, d.h. man verzichtete erfreulicher Weise komplett auf "Wirework" und CGI-Effekte, die bei einem solch geringen Budget zum Scheitern verurteilt gewesen wren. Leider sind die Kamerafhrung und die Schnitte in den Kampszenen derart hektisch, dass man den berblick darber verlieren kann, wer da nun gerade wen an welcher Stelle erwischt hat. Normalerweise sind solche "Flashcuts" ein beliebtes Mittel von Hollywood-Regisseuren, die dadurch die Talentfreiheit ihrer Darsteller zu verbergen versuchen, warum sich allerdings Stephen Tung Wei gentigt sah, trotz seiner absolut fhigen Darsteller die Kmpfe auf diese Weise zu inszenieren, bleibt ein Rtsel.
Mortal Fighters, Hongkong 2001
Verleih: Sunfilm Entertainment
Genre: Martial Arts
Filmlaufzeit: 86 min
Regie: Stephen Tung Wei
Darsteller: Scott Adkins, Ken Chang,
Patricia Ja Lee
DVD-Verffentlichung: 15.08.2008


Mit den genannten Muay-Thai-Knallern aus der Baa-Ram-Ewe-Schmiede kann Mortal Fighters nicht konkurrieren - dafr sind die Kmpfe zu unspektakulr und altbacken - auch wenn der deutsche Anbieter nur allzu offensichtlich versucht, diesen Film als Ong Bak - Ableger zu vermarkten: Auf dem Cover der DVD steht nicht nur "In der Tradition von Ong Bak" geschrieben, man hat auch gleich ein Bild von Tony Jaa aufs Cover gepackt, den man allerdings unkenntlich gemacht hat. So was nennt man auch Etiketten-Schwindel, denn zwischen thailndischen Muay-Thai-Actionern und Kung-Fu-Filmen hongkongscher Prgung besteht sehr wohl ein Unterschied. Die einzige Gemeinsamkeit von Mortal Fighters und Ong Bak drfte eine total grottige und nichts sagende Nebenhandlung sein, an der die Zielgruppe solcher Streifen sowieso nicht interessiert ist. So hart wie Ong Bak oder so blutig wie Bloodsport ist Mortal Fighters bei weitem nicht, wer aber einen kurzweiligen Kampfsportfilm sehen mchte, darf hier zuschlagen. Sammler werden sich ohnehin freuen, dass dieser Film nun auch in Deutschland erhltlich ist, war er bisher doch nur als teure HK-Import-DVD unter dem Alternativtitel Extreme Challenge erhltlich.

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