Campus-Web Bewertung: 4,5/5
   
Es ist nicht zu viel versprochen, dass Sunfilm dieses Machwerk von Regisseur John Suits mit den Worten: "So dster und grausam, dass einem der Atem stockt", bewirbt. Der Atem stockt nicht nur er droht auszusetzen, weil man vor lauter nervenkitzelnder Unterhaltung vergessen kann, entsprechende Muskeln anzustrengen.

Alles beginnt mit der scheinbar ahnungslosen Tonya, die sich pltzlich in einem skurrilen und sehr dunklen Raum wiederfindet. Als das Licht angeht, sieht sie ihre "Mitspieler". Doch ihr ist nicht ganz klar, was eigentlich gespielt wird und wieso gerade sie mitspielenl. Nur zwei Punkte sind sicher:
1. Es gibt Regeln, die auf einer Infotafel mit den dazugehrigen tdlichen Sanktionen bei deren berschreitung aufgeschrieben wurden und 2. Tonya ist die letzte und wichtigste Mitspielerin, das sagt ihr zumindest ein kleiner weier Zettel, der sich in ihrem "Willkommenspaket" befindet. Damit die Teilnehmer ihrem Spiel nicht entfliehen knnen, wurden sie mit Halsbndern ausgestattet die bei Bedarf eine tdliche Wirkung entfalten knnen. Also bleibt den Spielern nichts anderes brig, als zusammen zu arbeiten, um einen Ausweg zu finden. Doch leider sind nicht alle ehrlich zu einander.
No Exit, USA 2007
Verleih: Sunfilm Entertainment
Genre: Horror
Laufzeit: 86 min
Regie: John Suits
Darsteller: Ailsa Marshall, Michael McLafferty,
David Higlen, Brad Culver
DVD-Verffentlichung: 15.08.2008


Das Licht geht aus meine Kinder, es ist Ausgangssperre

Klar, die gesamte Geschichte erinnert zunchst einmal stark an SAW. Doch was sie letztlich vom Original unterscheidet und ihr so einen einzigartigen Hauch verleiht, ist das Subtile. Keine exzessivern Gewalthandlungen oder Mulden voller Spritzen, in die Menschen fallen. Hier wird unauffllig und im Dunklen gettet. Quasi im stillen Kmmerlein, was ein wenig an Cube erinnert, jedoch ohne die tdlichen Fallen. Die Fallen stellen sich hier die Gefangenen untereinander, weil niemand wei woran er beim anderen ist. Und genau diese Tatsache hlt die Zuschauer vom Anfang bis zum Ende in ihren Sesseln gefesselt. Diese elektrisierende Stimmung wird durch den Einsatz von Handkameras noch verstrkt.

Das einzige, was negativ auffllt, ist die wohl beabsichtigte berbelichtung. Wahrscheinlich sollten durch grelle Bilder die Zuschauer noch weiter in einen Spannungszustand mitgerissen werden. Doch leider ist es fr die Augen irgendwann einfach zu hell. Auch die Sequenzen, in denen das Licht ausgeht, wren mit der Nachtsicht besser gefilmt als mit einem grellen Rot, bei dem man als Zuschauer erst sehr spt checkt, dass dies nun die Dunkelheit sein soll. Aber solche kleinen Schnheitsfehler knnen nicht darber hinwegtuschen, dass dieser Film einfach gelungen ist.

Zudem ist noch ppiges Bonusmaterial vorhanden. Neben den blichen Trailern gibt es einen Casting Clip, vier geschnittene Szenen, einen untertitelten Audiokommentar des Ressigeurs und ein alternatives Musikende.

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