Campus-Web Bewertung: 3,5/5
   
Schlechte Filme kennt man leider nur zu gut: Nichtssagende Dialoge, an den Haaren herbeigezogene Story – eigentlich nichts, womit man einen Film anpreisen sollte. Im Fall von „Black Sheep“ tut man aber genau das, denn Trash ist nicht gleich schlecht. Der neuseeländische Film zeichnet sich eben genau durch die absurde Geschichte, die komischen Dialoge und nicht gerade wenig Blut aus.

Klar klingt es erstmal komisch, wenn man hört dass es um den Schäfersohn Henry geht, der Angst vor Schafen hat und dann mit seinem größten Albtraum konfrontiert wird: mutierte Killerschafe. Das ist nicht gerade alltägliches Hollywoodmaterial. Hinzu kommen noch der durchgeknallte Bruder, zwei extreme Umweltaktivisten und ein paar andere komische Gestalten, die auf der Farm arbeiten - dann kann das Gemetzel losgehen.

Der Kampf gegen die Killerbiester gestaltet sich aber in jedem Fall lustig. Zum einen ist da dieser treudoofe Blick, mit dem die Wollknäuel einen fesseln, bevor sie sich genüsslich über die Gedärme ihrer Opfer hermachen. Zum anderen die Charaktere und Dialoge. Nichts kann man wirklich ernst nehmen und das ist auch gut so.

Nur der Anfang gestaltet sich einen Hauch ernster: Die glückliche Kindheit von Henry wird durch einen tragischen Zwischenfall auf der Farm überschattet. Durch diese Erlebnisse entwickelt sich eine Phobie vor Schafen, die Henry jahrelang von einem Besuch in der Heimat fernhält. Auf Anraten seiner Psychologin wagt er sich nach Jahren endlich zurück.

Dabei ahnt er noch nicht, dass die beiden Aktivisten Grant und Experience ein genmutiertes Babyschaf aus einem Labor gestohlen haben. Grant wird gebissen und das Schaf kommt frei. Binnen kurzer Zeit sind nicht nur Schafe, die es in den Weiten Neuseelands im Übermaß gibt, infiziert - auch die Menschen verwandeln sich in schafähnliche Monster.

Die mutierten Wesen wollen natürlich nur das Eine: Blut. Und die wenigen Glücklichen, die noch nicht infiziert wurden versuchen mit allen Mitteln es dabei zu belassen. Ist zwar alles ziemlich vorhersehbar, trotzdem amüsant, wenn man es denn mag.

Man muss nämlich einfach ein Faible für Trash-Horror-Movies haben um diesen speziellen Humor lustig zu finden. Durch Effekte kommt der Film nämlich nicht an einen „normalen“ Horrorstreifen ran. Es bleibt alles eher im Stil „Plüschtier läuft Amok“ ohne aufwendige Computeranimation, was sehr gut passt, da der ganze Film mit eher einfachen Mitteln auskommt.

Dass in Neuseeland eigenwillige Filme mit Kultstatus entstehen können hat schon Peter Jackson mit „Braindead“ und „Bad Taste“ bewiesen. An diese Meisterwerke kommt Jonathan King zwar nicht heran, gelungen ist der Film trotzdem.

Extras (in der Special Edition):
Audiokommentar, Making Of, Interviews, Deleted Scenes, B-Roll, Outtakes, Easter Egg, Original Trailer, Trailershow

Sprachen:
Deutsch, Englisch

Spieldauer:
83 Minuten

DVD-Erscheinungstermin:
22. November 2007

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