Was darf bei Horrorfilmen, die in Norwegen spielen auf gar keinen Fall fehlen? Richtig! Die Nazi-Thematik! Und dieses ungeschriebene Gesetz macht sich auch der Horror-Thriller "House Willkommen in der Hlle" zu nutze.

House - Willkommen in der Hlle
Verleih: Donau Film
Genre: Thriller
Darsteller: Mats Reinhardt, Frederik Lttichau, Espen Edvartsen
Regie: Reinert Kiil
Filmlaufzeit: 88 Minuten
Wir schreiben das Jahr 1942, es ist Winter. Mit einem verletzten norwegischen Gefangenen versuchen die beiden verlorenen deutschen Soldaten Jrgen Kreiner (Mats Reinhardt) und Andreas Fleiss (Frederik von Lttichau) ihre Truppe wiederzufinden. Natrlich gestaltet sich dieses Vorhaben im dland und dichten Schneetreiben alles andere als einfach. Im Wald verlieren sie gnzlich ihren Weg aus den Augen und finden sich vor einem Haus wieder. Das Gebude ist verlassen. Um sich vor der Klte zu schtzen, suchen die Drei dort Unterschlupf. Doch obwohl auf dem Tisch noch warme Mahlzeiten stehen, ist weit und breit keine Seele zu sehen. Die Freude ber das geschtzte, wohlige Dach ber den Kopf hlt nicht lange an. Eine dmonische Kraft scheint in dem Gemuer ihr Unwesen zu treiben.

Eine gute Billigproduktion

Die Masse an Horrorfilmen, die in letzter Zeit den Markt berschwemmt, ist schier unendlich. Vor allem Billigproduktionen gibt es wie Sand an Meer die meisten davon nicht wirklich gut. Dagegen ist "House" ein echter Lichtblick. Die mit einem Budget von gerade mal 100 000 Euro produzierte deutsch-skandinavische Koproduktion unter Regisseur Reinert Kiil berzeugt mit seiner atmosphrischen Dichte und einer nicht vorhersehbaren Handlung.

Der Zuschauer ist zu jeder Zeit des Films auf eine gewisse Art auf die Protagonisten angewiesen und durchlebt mit ihnen die unheimlichen Vorgnge in dem dsteren Haus. Und wie die Figuren selbst, findet er sich auf falschen Fhrten und in Sackgassen wieder.

Licht im Thrillertunnel

Besonders der Einsatz von sprichwrtlichen Licht und Schatten macht den Film so gut. Wird man anfnglich noch durch flackerndes Kerzenlicht und Lampen nervlich ein wenig darauf vorbereitet, dass etwas Unheilvolles auf die Soldaten wartet, verschwimmen die Grenzen der Ebenen im Filme immer mehr. Gegen Ende hin werden die Bilder im wahrsten Sinne immer dsterer und der Zuschauer tappt mit den Protagonisten im Dunkeln bis zur Aufklrung der Geschichte, die Licht ins Dunkeln bringt und fr ein berraschendes Ende sorgt.

Einzig und allein die Versprecher der Hauptdarsteller sorgen hier und da fr einen kleinen Punktabzug, sind aber dann doch nicht so tragisch, weil der Film in seiner Gesamtheit berzeugt. Alles in allem bietet "House Willkommen in der Hlle" eine schaurig-schne Filmunterhaltung.



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