Raymond Saxx landet im Knast
   
 

Die junge Butterfly wird Saxx' Schtzling
   
 

Im K11 haben die Drag-Queens das Sagen
   
Das aufflligste an K 11 Der Knast ist auf den ersten Blick sicherlich nicht die Storyline, sondern eher das DVD-Cover. Eine schlanke Frau mit langen Haaren und einer schwarzen Unterhose steht mit dem Rcken zum Zuschauer. Lssig hat sich eine Pistole in ihre Unterwsche gesteckt und man fragt sich unweigerlich: Was fr ein Trash-Film mag das wohl sein?

Trans- und Homosexuelle sitzen in K11 ein

Die Antwort fllt leicht: Kein guter. Die Geschichte des Films ist schnell erzhlt. Der einflussreiche Musikproduzent Raymond Saxx Jr. macht ordentlich Party und haut sich gerne mit Drogen den Schdel weg. Eines Nachts bertreibt er es und wacht in einer Zelle im Gefngnistrakt K 11 wieder auf. Das heit: In diesem Teil des Gefngnisse sitzen nur Trans- und Homosexuelle ein. Die Knastwelt entpuppt sich fr Raymond als ein regelrechter Alptraum, als er an die Diva Mousey und den brutalen und rcksichtslosen Sheriff Johnson gert. Raymond muss erst einmal lernen, sich an die Hierarchien im Gefngnis anzupassen und sich unterzuordnen, um so wieder in sein Leben und in die Freiheit zurckzufinden. Dabei lernt er auch die fragile Butterfly kennen, die in ihm den Beschtzerinstinkt weckt.

Was grundstzlich erst einmal nicht unbedingt nach einer schlechten Filmidee klingt, entpuppt sich als Mchtegern-Psychothriller. Der Film wimmelt von Stereotypen wie Johnson, den man gefhlt in 100 anderen Filmen dieser Art auf die gleiche einfltige Art und Weise portrtiert hat. Einzig die "bsen Drag-Queens" heben K 11 an dieser Stelle von anderen B-Movies ab. Doch auch sie sind so eindimensional dargestellt, dass es sich kaum lohnt, nher auf sie einzugehen.

Es mangelt an Realitt und Handlung

Die Hftlinge haben in K 11 so viele Freirume, dass es schwerfallen drfte, auch nur einen kleinen Funken Realittsbezug zu finden. Denn in diesem Knast scheint den Insassen alles erlaubt zu sein. Nicht nur, dass sie Drogen an so ziemlich alle Wrter des Gefngnisses verkaufen, auch haben sie freie Hand, was das Gestalten des Knastdresses und der Zellen angeht. So werden beispielsweise in der groen Gemeinschaftszelle mit circa zwanzig Insassen auch einfach im Beisein der Wrter Laken vor die Betten gehngt, so dass man von den dahinter stattfindenden Vergewaltigungen unter Mnnern nichts mitbekommt.

Davon abgesehen pltschert der Film vor sich hin. Es findet kein Spannungsaufbau statt und man wartet fieberhaft darauf, dass doch noch etwas Unvorhersehbares passiert vergebens. So bleibt K 11 Der Knast nur ein weiterer plumper Gefngnisstreifen.






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