Zwei ziemlich unsympathische Beverly Hills-Spackos geraten beim Party- und Fick-Urlaub in Mexiko an die Lemarchand Configuration, ein magischer Puzzlewrfel, mit dem man die Zenobiten Handlungsreisende in Sachen Schmerz und ihren Anfhrer Pinhead herbeirufen kann. Die lassen nicht lange auf sich warten und entfhren die beiden Bldbacken in eine Zwischenwelt aus Elend, Folter und Leid. Ein Jahr spter kann einer der beiden den Zenobiten entkommen und taucht im elterlichen Haus wieder auf. Doch seine Hscher, die es gar nicht mgen, wenn ihnen ein Opfer entkommt, sind dem Flchtling bereits auf den Fersen.

Angeblich blo produziert, damit die Weinstein Company nicht die Rechte am Stoff verliert, stellt Hellraiser: Revelations Die Offenbarung folglich das mit Abstand mieseste Stck Film dar, welches bis dato unter dem (noch immer geschftstrchtigen) Hellraiser-Banner das Licht der Welt erblickt hat. Wer dachte, dass die einst von Clive Barker so glorreich ins Leben gerufene Horrorserie mit den bereits ziemlich belanglosen letzten Teilen ihren Tiefpunkt erreicht htte, wird mit diesem neunten Teil eines Besseren belehrt. Nicht umsonst teilte Barker via Twitter mit, dass nicht einmal sein Darmausgang solch einen Mist produzieren wrde und gab auerdem zu Protokoll: this flic [...] is no fuckin kind of mine!. Deutliche Worte. Doug Bradley, der Pinhead bisher gespielt hat, wollte mit dem Projekt ebenfalls nichts zu tun haben.

Hellraiser: Revelations - Die Offenbarung (Hellraiser - Revelations, USA 2011)
Verleih: Sunfilm
Genre: Horror/Mystery
Filmlaufzeit: 76 min
Regie: Victor Garcia
Darsteller: Steven Brand, Sanny Van Heteren, Nick Eversman
DVD/BD-V: 04.10.2012
Den Unmut des Hellraiser-Schpfers kann man allzu gut nachvollziehen, denn abgesehen von ein paar recht blutigen Effekten und einigen, ziemlich konstruiert wirkenden, Referenzen an das Original von 1987 ist Hellraiser: Revelations Die Offenbarung nicht mehr als eine minderbemittelte Seifenoper auf in allen Belangen (Darsteller, Inszenierung, Drehbuch, etc.) unterstem Niveau. Da htte man sich vielleicht lieber ein Besipiel an Roger Corman und Bernd Eichinger nehmen sollen, die 1994 The Fantastic Four ebenfalls nur produzierten um die Lizenzrechte zu behalten nach der Fertigstellung wanderte der Film auf direktem Weg in den Giftschrank und wurde bis heute (auer als Bootleg) nicht verffentlicht. Hellraiser: Revelations Die Offenbarung wre es besser auch so ergangen, denn das beste an diesem Machwerk ist die kurze Laufzeit und dass man dem DVD-/BD-Kufer jegliches Bonusmaterial (bis auf den grottigen Trailer) erspart hat.

Mglicherweise verbirgt sich unter der Soap Opera-Oberflche aber auch eine Meta-Ebene Kann es sein, dass Hellraiser: Revelations Die Offenbarung das filmische Pendant zum Lemarchand-Puzzlewrfel darstellt und in Wahrheit ein Werk der Zenobiten ist, welches den mutigsten unter den Horrorfans unvorstellbare Schmerzen zufgen soll? Eine Offenbarung schmerzender Langeweile!

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