Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden, mit den Ermittlungen werden die beiden ungleichen Polizisten Mike Sounder (Sam Worthington) und Brian Heighs (Jeffrey Dean Morgan) beauftragt. Whrend der zynisch-grimmige Texaner Mike von einem Einzelfall ausgeht, vermutet sein wesentlich zugnglicherer, aus New York stammender, Partner einen Zusammenhang mit einer Mordserie: In den sogenannten Texas Killing Fields, einem sumpfigen Landstrich auerhalb von Texas City, wurden in der Vergangenheit immer wieder verstmmelte Frauenleichen gefunden. Bei der Spurensuche im Sumpfgebiet steht Brian ausgerechnet Mikes Ex-Frau Pam (Jessica Chastain), die ebenfalls bei der Mordkommission beschftigt ist, zur Seite. Das fhrt natrlich zu Spannungen und gestaltet die Suche nach dem Tter (bzw. den Ttern) nicht unbedingt einfacher.

Als Kind bekannter Filmschaffender hat man es vielleicht etwas einfacher als andere, den Einstieg ins Filmgeschft berhaupt erstmal zu schaffen. Doch sobald die ersten eigenen Werke das Licht der ffentlichkeit erblicken, kann der vermeintliche Vitamin-B-Segen schnell zum Fluch werden Stndig wird man mit dem Senior verglichen und nicht selten zieht man dabei den Krzeren (wie beispielsweise Asia Agento, Lamberto Bava oder Sofia Coppola). Das gilt auch fr Ami Canaan Mann, die Tochter des bekannten Regisseurs/Produzenten Michael Mann, der speziell dem Polizeifilm-/Thriller-Genre einige Klassiker hinzugefgt hat (u.a. Miami Vice (TV-Serie, USA 1984), Blutmond (USA 1986) oder Heat (USA 1995)). Mit Texas Killing Fields versucht sich Ami Canaan Mann am Lieblingsgenre des Vaters und bleibt damit leider hinter den mit dem Familiennamen einhergehenden Erwartungen zurck.

Texas Killing Fields, (USA 2012)
Verleih: Ascot Elite Home Entertainment
Genre: Thriller/Drama
Filmlaufzeit: 91 min
Regie: Ami Canaan Mann
Darsteller: Sam Worthington, Jeffrey Dean Morgan, Jessica Chastain, Chloe Moretz
DVD/BD-V: bereits erschienen
Zwar lsst sich ein gewisses Gespr fr das Erzeugen einer bedrohlichen-stimmungsvollen Atmosphre nicht leugnen, doch lebt ein solcher Film nicht blo von der Stimmung alleine. Denn leider ist dieser abgesehen vom letzten Drittel, in dem der Film etwas Fahrt aufnimmt ziemlich spannungsarm, bedient smtliche Klischees ber Polizisten und das texanische White Trash-Milieu und auch die berfhrung der Tter erweist sich nicht wirklich als berraschung, haben sich jene bereits mit ihrem ersten Auftritt mehr als verdchtig gemacht. Abgesehen vom einigermaen edlen Look und den bekannten Namen vor und hinter der Kamera, gibt es nichts, das Texas Killing Fields von einem durchschnittlichen TV-Krimi unterscheiden wrde. Da ndert auch das Michael Mann prsentiert-Prdikat (der Film wurde auch von ihm produziert) nichts. Vielleicht wrde man mit dem Film aber auch weniger hart ins Gericht gehen, wenn die Familienverhltnisse der Regisseurin andere wren. Aber womglich gbe es diesen Film dann auch gar nicht.

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