|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Rob Zombie, eine Legende der Zombiefilme? Nun gut, ich gebe zu, davon habe sogar ich schon mal gehört. Aber einen seiner Filme gesehen? Ich? Nein. Niemals. Ich stehe weder auf Monster, die in einer dunklen Hütte im Wald Teenager abschlachten noch auf Zombies, die in einer fiktiven Stadt der Zukunft Menschen abschlachten. Ich gehöre zu der unkreativen Sorte Mensch, die immer einen Sinn in Filmen finden will und nicht so auf bloßes Abschlachten steht. Dennoch hielt ich plötzlich El Superbeasto von Rob Zombie in den Händen. Eine Zeichentrickfilm, in dem ein Superheld und dessen Schwester die Hochzeit eines Bösewichtes namens "Dr. Satan" verhindern müssen. Nach dem ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich erst mal den einzig mir bekannten Rob Zombie-Bewunderer anrufen. Nach dem sich sein Schreck darüber, das ICH einen guten Film besitzen soll gelegt hat, hat er sich gleich auf den Weg zu mir gemacht, um mich mit seiner fachmännischen Meinung zu unterstützen. Vorher musste ich mich belehren lassen, dass bei Zombies das Hirn getötet werden muss, um die Viecher zu erledigen. Vampire müssen mit einem Holzpflock ins Herz getötet werden und Aliens – na ja, Aliens knallt man wohl einfach ab. Gut – ich bin bereit. Mein Unterstützer drückt auf Play und legt die Fernbedienung außer Reichweite für mich. Zum Glück! Alleine hätte ich wohl nach den ersten fünf Minuten wieder abgeschaltet. Das El Superbeasto nicht mit "Klassikern" wie Halloween zu vergleichen sein wird, war mir klar. Schließlich sollte es ein Comic-Film mit ganz eigener Komik sein. Das Problem ist nur, dass ich bis zum Schluss keinerlei Komik entdecken konnte. Zuerst sah ich nackte Brüste – und oh Wunder – zuletzt auch. Zwischen drin gab es – na? Genau – nackte Brüste. Nackte, riesengroße pralle Brüste auf Frauenkörpern mit Wespentaille. Ab und zu wird irgendwem noch ein Körperteil abgehackt, es gibt ein bisschen Blut und flache, derbe Sprüche. Rob Zombies El Superbeasto (The Haunted World of El Superbeasto), USA 2009 Verleih: Sunfilm Genre: Comic/Trickfilm Filmlaufzeit: 75 Minuten Regie: Rob Zombie Deutsche Sprecher: Oliver Kalkove, Martina Hill DVD-VÖ: 09.04.2010 Unser Held El Superbeasto macht den ganzen Film über eigentlich gar nichts. Er kann nichts, er schafft nichts – und das nicht mal auf eine witzige Art & Weise. Er prollt rum und gerät in ungünstige Situationen, die er alles andere als heldenhaft oder irgendwie lebendig übersteht.. Seine – natürlich heiße – Schwester Susi X ballert irgendwelche Nazi-Zombies ab und spielt dabei an dem besten Stück ihres Begleiters, eines verwandlungsfähigen Roboters, der ihr sein bestes Stück als Steuerknüppel anbietet. Und natürlich zeigt auch Susi X ihre Brüste. Der ganze Film besteht nur aus Brüsten. Egal wie und wo, die straffen Megamöpse sind allgegenwärtig. Unbekleidet und mit Brustwarzen, wie die Nuckelaufsätze von Babyflaschen. Die Story ist schlecht – lustige Szenen gibt es nicht. Und die Action scheint unter irgendeiner riesengroßen Brust begraben zu sein. Ich habe ja nichts gegen Brüste und lache gelegentlich auch Mal über sexistische Witze und unsinnige Situationen, aber El Superbeasto ist langweilig und flach und leider nicht einmal so flach, dass er als trashig und somit wieder gut durchgehen könnte. Mit einigen unauffälligen Seitenblicken auf meinen Unterstützer konnte ich feststellen, dass auch er als Rob Zombie-Liebhaber nicht gerade vor Begeisterung vom Sofa zu fallen droht. Trotzdem gestand er dem Film zu, einen eigenen Humor entwickelt zu haben. Vielleicht ist das eine Art Humor, die nur Rob-Zombie-gewöhnte Zuschauer erkennen können. Aber auch mein Fachmann kritisiert, dass El Superbeasto übertrieben ist und keine Filmtiefe erreicht. Das einzig lobenswerte am Film ist die gute und passende musikalische Begleitung. Und dass der Film nur 70 Minuten lang ist.
|