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Yanka, die als junge Frau Schreckliches erleben musste, hat ihre bluttriefende Vergangenheit erfolgreich verdrängt und arbeitet mittlerweile als Polizistin. Als aber plötzlich immer mehr übel zugerichtete Leichen in der Stadt gefunden werden, ist sich Yanka sehr bald sicher, dass ihre Vergangenheit sie eingeholt hat. Wird sie diesmal ihre Dämonen besiegen können? Die Inhaltsbeschreibung liest sich wirr? Nicht minder wirr ist der Film, welcher wiederum die Fortsetzung des ebenfalls etwas schrägen Splatterfilms Baby Blood (F 1989) darstellt. Alain Robaks Vorgänger war ein bekennender B-Film, der durch seinen schwarzen Humor und - für damalige Verhältnisse - sehr graphische Splatterszenen überzeugen konnte. Trotzdem blieb der Film größtenteils unbeachtet und geriet gar ein wenig in Vergessenheit. Auf eine Fortsetzung dürften ergo nur die wenigsten Horrorfans wirklich gewartet haben. 19 Jahre nach Baby Blood entschied man sich kurioserweise trotzdem dazu, ein Sequel folgen zu lassen: Lady Blood. Der Film des Regiedebütanten Jean-Marc Vincent dürfte das Publikum ähnlich spalten wie sein Vorgänger. Einerseits erweist sich Lady Blood als technisch einwandfrei inszeniert und kann auch in puncto Besetzung überzeugen: Zur Freude der Fans des Originals (falls es solche überhaupt gibt?) wird Yanka auch diesmal wieder von Emmanuelle Escourrou verkörpert. In Nebenrollen sind Philippe Nahon (Irreversibel, High Tension) und der Regisseur Xavier Gens (Frontier(s), Hitman – Jeder stirbt alleine) zu sehen. Lady Blood Frankreich 2008 Verleih: Sunfilm Genre: Horror Filmlaufzeit: 81 min Regie: Jean Marc Vincent Darsteller: Emmanuelle Escourrou, Philippe Nahon, Serge Riaboukine, Shirley Bousquet Luc Shiltz, Xavier Gens Auf der anderen Seite wünscht man sich fast, dass Xavier Gens die Regie an sich gerissen hätte, denn Jean-Marc Vincent mag zwar ein Gespür für Bilder haben, "einfach" eine Geschichte zu erzählen, zählt aber offensichtlich nicht zu seinen Stärken. Aufgrund zu vieler in sich verstrickter Handlungsstränge um Gangster, Polizisten und besessene Mörder und einigen schwer nachzuvollziehenden Szenenabfolgen, dürfte es vielen Zuschauern schwer fallen, der wirren Handlung zu folgen. Die regelmäßig eingestreuten Gewaltszenen bieten zwar einige vermeintliche Schauwerte, dürften abgebrühten Horrorfans aber auch nur ein müdes Lächeln entlocken. Außerdem sieht der eine oder andere Effekt ziemlich billig aus. Lady Blood hätte die Welt nicht unbedingt gebraucht. Der Film ist in sämtlichen Belangen durchschnittlich und trotz der geringen Laufzeit von etwa 80 Minuten durchaus als langatmig zu bezeichnen. Hardcore-Fans des modernen französischen Horrorfilms dürfen trotzdem einen Blick riskieren, denn die deutsche DVD ist immerhin uncut und enthält den französischen Originalton.
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