campus-web Bewertung: 2,5/5
   
Yanka, die als junge Frau Schreckliches erleben musste, hat ihre bluttriefende Vergangenheit erfolgreich verdrngt und arbeitet mittlerweile als Polizistin. Als aber pltzlich immer mehr bel zugerichtete Leichen in der Stadt gefunden werden, ist sich Yanka sehr bald sicher, dass ihre Vergangenheit sie eingeholt hat. Wird sie diesmal ihre Dmonen besiegen knnen?

Die Inhaltsbeschreibung liest sich wirr? Nicht minder wirr ist der Film, welcher wiederum die Fortsetzung des ebenfalls etwas schrgen Splatterfilms Baby Blood (F 1989) darstellt. Alain Robaks Vorgnger war ein bekennender B-Film, der durch seinen schwarzen Humor und - fr damalige Verhltnisse - sehr graphische Splatterszenen berzeugen konnte. Trotzdem blieb der Film grtenteils unbeachtet und geriet gar ein wenig in Vergessenheit. Auf eine Fortsetzung drften ergo nur die wenigsten Horrorfans wirklich gewartet haben.

19 Jahre nach Baby Blood entschied man sich kurioserweise trotzdem dazu, ein Sequel folgen zu lassen: Lady Blood. Der Film des Regiedebtanten Jean-Marc Vincent drfte das Publikum hnlich spalten wie sein Vorgnger. Einerseits erweist sich Lady Blood als technisch einwandfrei inszeniert und kann auch in puncto Besetzung berzeugen: Zur Freude der Fans des Originals (falls es solche berhaupt gibt?) wird Yanka auch diesmal wieder von Emmanuelle Escourrou verkrpert. In Nebenrollen sind Philippe Nahon (Irreversibel, High Tension) und der Regisseur Xavier Gens (Frontier(s), Hitman Jeder stirbt alleine) zu sehen.
Lady Blood
Frankreich 2008
Verleih: Sunfilm
Genre: Horror
Filmlaufzeit: 81 min
Regie: Jean Marc Vincent
Darsteller: Emmanuelle Escourrou, Philippe
Nahon, Serge Riaboukine, Shirley Bousquet
Luc Shiltz, Xavier Gens


Auf der anderen Seite wnscht man sich fast, dass Xavier Gens die Regie an sich gerissen htte, denn Jean-Marc Vincent mag zwar ein Gespr fr Bilder haben, "einfach" eine Geschichte zu erzhlen, zhlt aber offensichtlich nicht zu seinen Strken. Aufgrund zu vieler in sich verstrickter Handlungsstrnge um Gangster, Polizisten und besessene Mrder und einigen schwer nachzuvollziehenden Szenenabfolgen, drfte es vielen Zuschauern schwer fallen, der wirren Handlung zu folgen. Die regelmig eingestreuten Gewaltszenen bieten zwar einige vermeintliche Schauwerte, drften abgebrhten Horrorfans aber auch nur ein mdes Lcheln entlocken. Auerdem sieht der eine oder andere Effekt ziemlich billig aus.

Lady Blood htte die Welt nicht unbedingt gebraucht. Der Film ist in smtlichen Belangen durchschnittlich und trotz der geringen Laufzeit von etwa 80 Minuten durchaus als langatmig zu bezeichnen. Hardcore-Fans des modernen franzsischen Horrorfilms drfen trotzdem einen Blick riskieren, denn die deutsche DVD ist immerhin uncut und enthlt den franzsischen Originalton.

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