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Die Eltern des 15-jähirgen Alex (Francois Goeske) lassen sich scheiden. Mandy, die neue Freundin (Maja Schöne) des Vaters (Christian Nickel) ist schwanger und die Mutter (Karoline Eichhorn) reist dem Schauspieler Seth (Alexander Beyer) nach Kent in Neuengland nach. Über Alex wird eifrig gestritten, niemand will ihn haben. Anstatt in Depressionen zu versinken oder zu rebellieren fügt sich Alex recht "cool" seinem Schicksal. Er kommentiert geistreich und ironisch das Geschehen und seine Gefühle. Nicht zu dramatisch, nicht übertrieben emotional, sondern trocken und verblüffend erwachsen. So kann man als Zuschauer Alex voll und ganz verstehen. Mit seinem frechen Grinsen ist Hauptdarsteller Francois Goeske überaus sympathisch und ermöglicht schönen Summertime Blues. Wie nicht anders zu erwarten, bleibt Alex in Kent natürlich nicht allein – er trifft Faye (Sarah Beck), die hübsche Tochter seines Stiefvaters in spe und die verrückte Tierfreundin Louie (Zoe Moore). Glücklicherweise wandelt sich der Film nicht in ein übertriebenes Eifersuchtsdrama dreier verwirrter Jugendlicher sondern bleibt interessant und stellenweise sogar spannend. Es geht nicht nur darum wer wen liebt, sondern auch um Familie, das Erwachsen werden und die Zukunft. So kämpft Louie für ihre Überzeugungen und Faye für ein Leben bei ihrem Vater. Alex arrangiert sich in Bremen mit der neuen Freundin seines Vaters, verabschiedet sich von seinem Elternhaus und hilft seiner kleinen Halbschwester beim Start ins Leben. Summertime Blues D 2009 Verleih: Universum Genre: Komödie Filmlaufzeit: 111 Minuten Regie: Marie Reich Darsteller: Francios Goeske, Sarah Beck, Zoe Moore, Karoline Eichhorn, Alexander Beyer, Christian Nickel Kinostart: 26.02.2010 Die Aufschrift "Jetzt beginnt für Alex ein langer verrückter Sommer!" auf dem DVD-Cover läßt erstmal einen 0.8-15-Teeniefilm erwarten, wie er Samstagvormittags im Fernsehen zu sehen ist, doch Summertime Blues überrascht durch Kreativität und gute Umsetzung. Die Kameraführung ist abwechselungsreich und dennoch nicht anstrengend, hektisch oder unnatürlich. Sehr gut gelöst wurden auch die Sprachschwierigkeiten. In vielen anderen Filmen sprechen plötzlich alle Charaktere deutsch, egal in welchem Land man sich befindet. In Summertime Blues dürfen die Engländer weiter Englisch sprechen und Alex muss sich mit seinem Schulenglisch durchmogeln. Einziger Kritikpunkt: die Geschichten hätte man ruhig ausführlicher zu Ende erzählen können. Es gibt viele Probleme, die angedeutet und dann aber nicht aufgelöst werden. Wo Alex zukünftig leben wird, wird nicht verraten. Vermutlich ist das Absicht und soll Platz für eigene Spekulationen und Interpretationen lassen, dennoch erweckt es eher einen unvollständigen Eindruck. Überraschenderweise hat sich der Film mit dem für Erwachsene eher abschreckenden Cover und dem schnulzigen Klappentext als ein netter, realistischer Teenie-Film herausgestellt, den auch Nicht-Teenager gut ertragen können.
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