campus-web Bewertung: 4/5
   
 

   
 

   
Im 22. Jahrhundert macht sich die Menschheit auf zum Planeten Pandora, um neue Ressourcen zu erschlieen. Dieser wird von den Navi bevlkert, 3 Meter groe, blaue, humanoide Lebensformen. Auf dem Planeten Pandora knnen Menschen nicht atmen, deswegen werden Avatare gezchtet, Menschen-Navi-Hybride, in die das Bewusstsein eines Menschen projiziert werden kann. Jake Sully (Sam Worthington, Terminator: Die Erlsung) ist einer der Teilnehmer am Avatar-Programm. Er soll die Navi infiltrieren, Informationen sammeln, um den Weg fr die Truppen der Erde zu ebnen.

Er lernt Neytiri (Zoe Saldaa: Star Trek, Vantage Point) kennen und sie fhrt ihn in die Gemeinschaft der Navi ein. Die Zwei werden ein Paar. Nach und nach lernt Jake die Kultur der Navi so gut kennen, dass er sich mehr und mehr wie einer von ihnen fhlt. Hin und her gerissen zwischen den Kulturen muss er sich bald fr eine Seite entscheiden. Die Menschen setzen zum Angriff an und Jake muss sich entscheiden, wem seine Loyalitt und Liebe gehren. Eine Entscheidung die Jakes Leben und das Schicksal von Pandora fr immer verndern wird.

12 Jahre nach Titanic kehrt James Cameron zurck auf den Regiestuhl. In Avatar zeigt er uns eine altbekannte Geschichte: Ein Mann geht in die Fremde und findet sich dort selbst, nachdem ihm die Augen fr eine neue Kultur geffnet wurden. Parallelen zu Der mit dem Wolf tanzt sind offensichtlich. Dazu passt auch die Liebesgeschichte zwischen Jake und Neytiri, gespielt von der attraktiven Zoe Saldaa, die schon in Star Trek Captain Kirk den Kopf verdrehte.

Das Volk der Navi sind eine Art Riesen-Schlmpfe mit bermenschlicher Kraft, auf dem Stand eines Urvolkes. Die Schauspieler wurden gefilmt und dann im Computer zu den Alienwesen animiert. Der Film lebt hauptschlich von den CGI-Effekten. Im Computer entsteht eine vllig neue Welt mit einer fremdartigen Flora und Fauna, die doch seltsam vertraut wirkt.

Auf der Seite der Menschen sind zum einen Dr. Grace Augustine, die das Avatar-Programm leitet und persnlich die Navi erforscht. Gespielt von Sigourney Weaver, die hier ihre Rolle als Dian Fossey aus Gorillas im Nebel noch mal abspult. Als besonders bler Bsewicht sticht eindeutig Colonel Miles Quaritch (Stephen Lang: Public Enemies) heraus, der den Navi bel zusetzt und eine herrliche Karikatur eines militaristischen Betonkopfs abgibt.
Avatar-Aufbruch nach Pandora
(Avatar), USA 2009
Verleih: Fox
Genre: Science Fiction
Laufzeit: ca. 161 min
Regie: James Cameron
Darsteller: Sam Worthington, Zoe Saldaa,
Signoury Weaver, Stephen Lang
Kinostart: 17.12.2009


Die Geschichte dreht sich im Groen und Ganzen in altbekannten Rahmen: die Menschen sind die bsen Imperialisten, die das unschuldige Navi-Volk aus Habgier vertreiben wollen. An der simplen Story krankt der Film. Die Navi sind ein harmonischer Stamm, der in Einklang mit sich selbst und der Natur lebt und durch die rtliche Evolution mit einer Art Bio-LAN-Kabel ausgestattet ist, mit der sie sich mit fast allen lokalen Lebensformen verlinken knnen. Das Ganze wirkt nach einer Weile zu glatt geschliffen. Zu konstruiert wirkt das Volk der Navi, zu knstlich durchdacht. Keine Konflikte untereinander und keine Schwchen werden gezeigt, als ob sie eine perfekte Gesellschaft seien, mit keinerlei Problemen und schlechten Eigenschaften. Der Hintergrund der Menschen ist auch recht eindimensional gezeichnet. Wir erfahren nicht genau was mit der der Erde passiert ist, nur dass, es schlecht luft und man dringend neue Rohstoffe braucht. Damit man eine Rechtfertigung hat, sich berhaupt auf einem fremden Planeten herumzutreiben.

Es gibt keine groen berraschungen in Laufe der Handlung. Die Charaktere bleiben in den Fassungen in die sie Anfangs eingefhrt wurden. Niemand tut etwas, was man nicht schon vorher erwartet hatte und alles verluft nach einer Weile recht routiniert. Die verschiedenen Parteien (Menschen, Navi) fllen beide das Gutmenschen-Bild vom edlen Naturvolk, das von den bsen Eroberern berfallen wird und sich wehrt.

Fazit: Ein groes, buntes Spektakel, das nie langweilig wird. Es ist ein Film, der viel Spa macht: Popkornkino mit moralischem Anspruch sozusagen. Ob die Botschaft jedoch bei der Masse der Kinobesucher einen bleibenden Eindruck hinterlsst, ist eher fraglich. Einem unterhaltsamen Kinobesuch wird es aber nicht im Wege stehen.

Mehr Infos und Trailer auf der Offiziellen Homepage

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