campus-web Bewertung: 2,5/5
   
 

   
 

   
Alice (Katharina Schttler) ist auf dem Weg in die Vergangenheit, dieser fhrt ber die deutsche Grenze nach Frankreich. An einer Autobahnraststtte lsst sie ihren Freund samt Gepck einfach stehen und macht sich allein auf die Reise in den kleinen Ort Colmar, wo ihre Vergangenheit ein neues Leben angefangen hat. Zur gleichen Zeit sitzen Judith (Iris Berben), ihr Mann Jean-Marc ( Jaques Frantz) und die Kindern beim Abendessen. Idyllisch wirkt das Weingut und harmonisch die deutsch-franzsische Familie. Ein Abend wie jeder andere, bis spt in der Nacht ein Auto auf den Hof fhrt.

Es kommt der Tag des Wiedersehens...
Nachdem sie einen Autounfall vorgetuscht hat, quartiert sich Alice unter falschem Namen in dem Gstezimmer des Weinguts ein und breitet ihre Beweise in dem kleinen Zimmer unter dem Dach aus. Beweise gegen die Terroristin Jutta, die einen Menschen gettet hat und vor 30 Jahren in den Untergrund ging. Jutta, die heute als Judith Muller in ihrer heilen Welt lebt und die alte einfach vergessen zu haben scheint. Jutta, die Alice als Kleinkind zu Pflegeeltern gegeben hat, der ihre Ideale wichtiger waren als ihre Familie .

Es kommt der Tag der Wut...
Nicht lang und Judith erkennt in dem unwillkommenen Hausgast ihre Tochter. Eine Tochter, die nicht nur gekommen ist um ihre Mutter kennenzulernen, sondern die Gerechtigkeit fordert und Vergeltung ausbt. Alice tritt um sich, zerschlgt Weinflaschen und damit auch "Heile-Welt-Blasen", sie schreit und wtet und zwingt Judith, ihrer Familie die Wahrheit zu sagen. Eine Wahrheit, die sie ins Gefngnis bringen und die heile Familienidylle zerstren wrde. Denn es kommt der Tag der Entscheidung...
Es kommt der Tag, D 2008
Verleih: Zorro
Genre: Drama
Filmlaufzeit: 90 min
Regie: Susanne Schneider
Darsteller: Iris Berben, Katharina Schttler,
Jaques Frantz, Sebastian Urzendowsky
Kinostart: 01.10.2009


Die franzsisch-deutsche Co-Produktion erzhlt ihre Geschichte in Bildern- Bilder, die die Handlung ein Stck weit tragen und ein Stck weit erschlagen, denn sie nehmen der Geschichte den Platz. Erst in der zweiten Hlfte des Films beginnen Spannung und zunehmendes Handlungstempo, die mit Filmmusik unterlegten Bilder abzulsen.

Es kommt der Tag wre ein toller Fernsehfilm, frs Kino flaut die Spannungskurve in der Mitte zu sehr ab, der Fokus scheint mehr auf der Kunst der Bilder als der Vermittlung der Geschichte zu liegen. Der Film lebt von den Momentaufnahmen, von den kleinen Augenblicken in denen man meint, einen Blick hinter die Fassade der Protagonisten zu erlangen, wo Handlung und Bilder zusammen ein Gefhl erzeugen. Leider sind diese Momente selten und machen die lange Durststrecke in der Mitte kaum wett.

Whrend Iris Berben ihrem Ruf als eine der besten deutschen Schauspielerinnen gerecht wird, fllt es gerade anfangs schwer, Katharina Schttler zu zu hren. Zu sehr erinnert die Sprache ans Theater, die Dramaturgie der ersten, ins dunkle gesprochenen Worte, wird fast bis ins Komische berspitzt.

Fazit: Ein anspruchsvoller deutscher Film, der seinen Platz auf der Kinoleinwand leider verfehlt hat, im Fernsehen jedoch durchaus sehenswert wre.

***Offizielle Homepage zum Film***

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