Won't you please give generously? Now, I know what you're thinking, 'I already gave at the bailout' and I know you did. But even if you've given in the past, give some more, it'll make you feel... good..

Zynisch und auf den Punkt? Das klingt unverkennbar nach Michael Moore. Nach jngsten Ausflgen in das US-amerikanische Gesundheitswesen (Sicko), und seinem Lieblingsthema Bush-Administration / Wahlkampf (Fahrenheit 9/11, Slacker Uprising) widmet sich Moore nun einem naheliegenden Thema, das die Welt bewegt: der Finanzkrise, ihren Ursachen, Akteuren und Opfern.

Der vorgebliche Dokumentarfilmer Moore hat sich dabei doch sptestens seit Fahrenheit 9/11 auch einigen Kredit verspielt. Abgesehen von der immer strker zu Tage tretenden Polemik, die Moore ins Feld fhrte, wurde nach und nach bekannt, dass er mit unsauberen Methoden arbeitete, die ihn zuweilen als Manipulator entlarvten. Szenen wurden von ihm neu geschnitten und arrangiert, damit sie besser in die Handlung eines doch ach so dokuentarischen Ablaufs passten. Auch mit den Fakten nimmt es Moore nicht immer so genau.

Unbestritten bleiben seine moralischen Vorstze, die auch bei Capitalism: A Love Story wieder durchschlagen drften. Wenn Moore denn wenig Aufklrung mit korrekten Mitteln versteht, so kann und wird er auf jeden Fall wieder polarisieren und unterhalten. Sein neuestes Projekt, das am 12. November in den deutschen Kinos startet, nimmt sich der konomischen Katatrophe an, die die Schlagzeilen der letzten Monate bestimmt hat und ihren Anfang in seiner Heimat nahm. Die Finanzkrise sieht Moore dabei als perfekten Stoff fr einen Vampirfilm: "Nur, dass sich die Hauptakteure nicht am Blut ihrer Opfer weiden, sondern an ihrem Geld." Keine Zweifel drften darber bestehen, dass er dabei an eine ansprechende Dramaturgie denken wird.

Wir drfen uns wieder auf etwas gefasst machen. Auf die volle Wahrheit. Vielleicht aber auch nur auf einen Vampirfilm.




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