Durst (Foto: MFA+)
   
 

John Woos "Red Cliff" (Bild: Constantin)
   
 

Final Destination 4 in 3D (Bild: Warner)
   
Wie schon in den vielen Vorjahren ist das Filmangebot auch in diesem Jahr wieder sehr verlockend. Die FFF-Veranstalter haben smtliche Filmgenres nach relevanten Neuerscheinungen durchforstet und erneut einige sehr interessante Filme in ihr Festivalprogramm aufgenommen.

Guess Woos Back.

Ein absolutes Highlight verspricht John Woos Historienepos "Red Cliff" zu sein. Nachdem Woo nach "Hard Boiled" 1992 seiner Heimat Hongkong den Rcken zukehrte und in den letzten Jahren blo durchschnittliche US-Mainstream-Filme ("Mission Impossible 2", "Operation Broken Arrow") drehte, ist die Freude ber seine Rckkehr in die Heimat umso grer. Und zu diesem Anlass hat Woo nicht einfach irgendeine x-beliebige Geschichte verfilmt, sondern Luo Guanzhongs groen Literaturklassiker "Die Geschichte der drei Reiche", auf dem unter anderem die Filme "Three Kingdoms: Resurrection of the Dragon" und "The Warlords" basieren. Einen weiteren Anlass zur Freude stellt die Tatsache dar, dass John Woo nach "Hard Boiled" und "Bullet In The Head" ein weiteres Mal Tony Leung als Hauptdarsteller verpflichten konnte. In China avancierte "Red Cliff", dessen zweiter Teil dort bereits verffentlicht wurde, zum Megaerfolg Besucher des FFF sollten sich also mglichst schnell um Karten kmmern, um John Woos Rckkehr auf der groen Leinwand miterleben zu drfen.

Neben "Red Cliff" drfen sich die Asia-Fans auerdem auf das brutale Gangdrama "Shinjuku Incident" mit Jacky Chan, Chan-wook Parks ("Oldboy", "Lady Vengeance") Abstecher ins Horrorgenre "Thirst" oder Wilson Yips ("SPL Killzone") neuen Martial-Arts-Klopper "Ip Man" mit Donnie Yen freuen.

If You Want Blood

dann ist der geneigte Horrorfan beim FFF definitiv an der richtigen Adresse, denn auf dem Programm stehen einige filmische Schlachtplatten. Da wren zum Beispiel die obligatorische Zombedy "Wasting Away", der franzsische Kannibalen-Schocker "Mutants" oder Ti Wests ("Trigger Man der Scharfschtze") Beitrge "The House of the devil" und "Cabin Fever 2: Spring Fever". Freunde des besonders trashigen Blutvergieens sollten mit "The Lesbian Vampire-Killers" auf ihre Kosten kommen.

Ganz besonders darf man auf den neuen Film vom italienischen Maestro Dario Argento ("Tenebre", "Opera") gespannt sein. Denn der Meister des Giallos will mit seinem neuen Film an alte Glanztaten anknpfen. Der Titel des Films ist deshalb auch ganz programmatisch: "Giallo".

Argentos FFF-Beitrag vom Vorjahr "The Mother of Tears" wurde von den Fans bekanntlich nicht vollends zufrieden aufgenommen. Auch wenn mit Claudio Simonetti, Sergio Stivaletti, Darios Tochter Asia und der Ex-Geliebten Daria Nicolodi Argentos Stammensemble versammelt war, konnte der blutige dritte Teil der "Mtter-Trilogie" nicht an die Intensitt der meisterhaften Vorgnger "Suspiria" und "Horror Inferno" anknpfen. Deshalb hat sich Argento wohl gedacht, es wre ratsam, sich auf alte Tugenden zu verlassen und so erwarten einen in "Giallo" die klassischen argentoesken Stilmittel: schne Frauen, blutige Morde und ein sadistischer Sex-Killer. Daria und Asia sind diesmal zwar nicht mit von der Partie, dafr spielt Adrien Brody die Hauptrolle des Ermittlers. Der Trailer verspricht zumindest schon mal eine nette Mischung aus old-schooligen Italo-Giallo und modernem Torture-Porn. Man wird sehen, ob Argento seine Fans diesmal endlich wieder begeistern kann.

Vampire, bse Kinder und der Tod.

Neben dem bereits erwhnten "The Lesbian Vampire Killers" warten zwei andere Filme mit den beliebten Blutsaugern auf: "Blood: The Last Vampire" und "Vampyrer". Whrend der erstgenannte Vampirfilm aus Hongkong die volle Breitseite an Martial-Arts-Akrobatik, Schwertkampfaction und Blutfontnen bereithlt, schlgt das schwedische Vampir-Drama "Vampyrer" leisere Tne an und setzt mehr auf Atmosphre und Spannung.

Fr die nicht allzu blutrnstigen FFF-Besucher gibt es noch mehr empfehlenswerte Filme zu sichten. Fans von bsen Kindern la "Das Omen", "Das Zweite Gesicht" oder "Joshua" sollten sich "Orphan - Das Waisenkind" nicht entgehen lassen, zum Lachen gibt es eine Menge in der durchgedrehten franzsischen Agentenkomdie "OSS 117 - Lost In Rio" und Mrchenliebhabern sei der sdkoreanische "Hansel and Gretel" ans Herz gelegt.

Ein weiteres Highlight ist der vierte Teil der "Final Destination"-Reihe, der dem FFF-Publikum in 3D prsentiert wird. Nachdem im letzten Teil wieder der Regisseur des Originals James Wong auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte, ist nun also wieder David R. Ellis, der den zweiten Teil drehte, an der Reihe und lsst den Tod in 3D auf seine Opfer los. Wer My Bloody Valentine 3D gesehen hat, kann sich wahrscheinlich vorstellen, was ihn erwartet und zwar eine Menge 3D-Blut und somit viel Spa im Kino.

Neben den genannten Filmen gibt es noch eine Menge anderer sehenswerter Filme auf dem FFF zu entdecken: den ekeligen Creature-Movie "Frozen" mit Val Kilmer, die knochenbrecherische "Banlieue 13"-Fortsetzung "District 13: Ultimatum", den Neo-Blaxploiter "Black Dynamite", den franzsischen Animationsfilm "Round Da Way", die britische Splatter-Comedy "Doghouse", und noch etliche Filme mehr. Da lohnt sich ein Blick auf die Homepage des Fantasy Film Fests.

Artikel drucken