Der Pixar Film "UP" (UP) bricht in Amerika momentan alle Rekorde und begeistert die Kritik. In Deutschland wird der Film am 17. September in die Kinos kommen, etwas zwanghaft eingedeutscht als "OBEN".

Die ersten Synchronsprecher des Filmes sorgen ebenfalls fr Aufmerksamkeit, denn neben Karl Heinz Bhm wird Dirk Bach eine Sprechrolle bernehmen. Whrend Bhm dem Abenteurer Muntz seine Stimme leiht, spricht Bach einen Hund namens Dug. Damit reihen sich die beiden in eine illustre Schar ein, die regelmig vor die Mikrophone gezerrt wird, sobald ein Animations- oder Zeichentrickfilm aus bersee bei uns eingedeutscht werden muss.

Die Amerikaner machen genauso gerne Gebrauch von prominenten Namen. Angefangen bei John Lasseters Urknall "Toy Story" im Jahr 1995, bei dem Tom Hanks dem Spielzeugcowboy Woody gesprochen hat und Tim Allen den Astronauten Buzz Lightyear. Auch "Shrek" konnte 2001 mit Eddie Murphy, Mike Myers und Cameron Diaz wahrhaftige Hollywood-Prominenz als Synchronsprecher vorweisen. Oftmals werden die Figuren der Animationsfilme sogar schon nach dem Vorbild ihrer zuknftigen Sprecher entworfen. In "Kung Fu Panda" meinte man im letzten Jahr, Jack Black selbst stecke im Bren Kostm. Auf diese Art verschmelzen Figur und Synchronstimme.

Klar, dass man in Deutschland da mitmachen will. Denn willige Promis haben auch wir zu Genge. Also spricht Sascha Hehn eben "Shrek", Hape Kerkeling den "Kung Fu Panda" und die Pinguine aus "Madagaskar" erhalten ihre Stimmen von den Fantastischen Vier. Fr ein bisschen Aufmerksamkeit ist das sicher gut, aber ob man die Figur eines Films wirklich mit Axel Stein ("Bolt"), Ralph Mller ("Triff die Robinsons") oder Markus Maria Profitlich ("Die Unglaublichen") verbinden will bleibt fraglich.

Die Qualitt der Synchronisation leidet oftmals unter dem Zwang, mglichst prominente Namen auf ein Kino Plakat zu bringen (Mit den Stimmen von). Ein so hochgelobter Film wie "UP" braucht eigentlich nicht den Namen Dirk Bach. Es ist wohl eher umgekehrt.

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