Das zweiwchige Festival zeigt vom 27.05.-10.06 eine Auswahl franzsischer Filme in Originalvertonung und bietet damit nicht nur Fans von Filmen der ersten Jahreshlfte die Mglichkeit, ihre Lieblinge nochmals zu sehen, sondern gibt auch einen Ausblick darauf, was das Jahr noch bringen wird. Selbstverstndlich alles mit Untertiteln.

"Ich bin mit dem Festivalstart sehr zufrieden" sagte Theaterleiter Jrgen Ltz gegenber campus-web, "obwohl es ein eher 'schwieriger' Film war kam er gut an." Diesen Eindruck konnte man ohne weiteres bekommen, wenn man sich nach dem Ende des Erffnungsfilms Sraphine unter das Publikum mischte, welches bei einem Glas Wein noch eine ganze Weile das Gesehene diskutierte. Vor allem Hauptdarstellerin Yolande Moreau wurde mehr als einmal fr ihre "berragende Schauspielleistung" erwhnt. Der Film handelt von Sraphine Louis, einer gewhnlichen Frau, die aus Geldmangel die unterschiedlichsten Dinge sammelte und sie zu Farben weiterverarbeitete. Heute wird sie als bedeutendste naive Malerin neben Henri Rousseau geschtzt.

Der Erffnungsfilm ist keinesfalls bezeichnend fr das weitere Festivalprogramm. Home von Ursula Meier erzhlt eine skurrile Familiengeschichte um ein lndliches Idyll, das von einer leerstehenden Autobahn beendet wird. Die Komdie Louise-Michel von Gustave de Kerven erzhlt von einer Gruppe von Frauen, die ihren Arbeitskampf mit harten Bandagen fhrt und kurzerhand einen Auftragskiller auf ihren Chef ansetzt. Vier weitere Filme widmen sich dem Abnabelungsprozess zwischen Eltern- und Kindergeneration: 35 rhums, Nue Proprit, Les gandes personnes und C'est la vie.

Letzterer lief bereits seit einigen Wochen mit groem Erfolg in der Neuen Filmbhne in der deutschen Synchronfassung. Er machte sich schnell einen Namen und entwickelte sich vom Geheimtipp zum Publikumsliebling. Fr viele gilt er bereits als franzsischer Film des Jahres.
Theaterleiter Ltz ist berzeugt, dass "die Besucher des Festivals einen guten berblick ber das zeitgenssische franzsische Kinoschaffen" bekommen. Dem kommt die breite Auswahl an Genrearten zu Gute, welche nicht nur die erwhnten ernsten und leichteren Spielfilme bietet, sondern auch Dokumentationen wie Les plages dAgns Die Strnde von Agns, der zum Abschluss des Festivals gezeigt wird. Dieses "cineastische Highlight" (Jrgen Ltz) ist die Autobiographie der bedeutendsten franzsischen Dokumentarfilmerin Agns Varda, die vor allem mit ihren Filmen ber die "Black Panther" Bewegung in den USA und Streifzgen durch den franzsischen Alltag berhmt geworden ist.

Wie bei fast jedem Filmfestival wird selbstverstndlich ein Publikumspreis fr den besten Film vergeben. Nachdem es im letzten Jahr zu einem langen Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Persepolis, Schmetterling und Taucherglocke und Kss mich bitte (letzterer siegte), kam, wird die endgltige Entscheidung auch dieses Jahr erst whrend des Empfangs nach dem letzten Film am 10.06. bekannt gegeben.

Hier gibt es weitere Informationen und das Festivalprogramm.

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