Campus-Web Bewertung: 0,5/5
   
 

   
 

   
Boll, der bekannt dafr ist, sich ber Videospiele her zu machen und diese in dermaen schlechte Filme zu verwandeln, dass man an der Daseinsberechtigung Bolls als Regisseur zu zweifeln anfngt, hat wieder ein neues Opfer gefunden. Diesmal hat es das Erfolgsspiel Far Cry aus dem Hause Crytech erwischt.

Die Story: Jack Carver (Til Schweiger), Ex-Elitesoldat, fhrt mittlerweile ein beschauliches Leben auf einem kleinen Boot, auf dem er Touristen durch die Gegend schippert. Eines Tages kommt die Journalistin Valerie (Emanuelle Vaugier) zu ihm und bittet darum, auf eine geheime Militrinsel gebracht zu werden, auf der ihr Onkel (Ralf Moeller) stationiert ist und eine groe Story aufgedeckt hat. Endlich auf der Insel endlich, wird Valerie direkt entfhrt und Jacks Boot in die Luft gejagt. Es folgt eine Schnitzeljagd ber die Insel, bei der Jack so eben mal alle Bsewichter erledigt, wobei auffllt, dass er nicht einmal ungefhr in deren Richtung zielen muss. Heraus kommt, dass der unheimliche Dr. Krieger (Udo Kier) genmanipulierte Soldaten zchtet. Das alles geht natrlich in die Hose und die Soldaten lassen sich nicht mehr kontrollieren. Fertig ist die Plotsuppe.

Der Film wirkt wie ein Werbefilm fr deutsche Exportartikel. Til Schweiger, Udo Kier, Ralf Moeller, Natalia Avelon (Uschi Obermaier aus Das Wilde Leben), VWs, Uwe Boll und und und. Da kommt es einem fast vor, als sehe man eine Pro7-Blockbuster-Produktion, obwohl diese deutlich weniger mit Special Effects geizen als Boll in diesem Film. Geld war wahrscheinlich auch der Grund dafr, dass die Dreharbeiten nicht wie in der Spielvorlage auf einer tropischen Insel stattfanden, sondern in Kanada, einer Umgebung, die eher an einen See im Bayerischen Wald erinnert. Geblieben ist das schon im Spiel unglaublich hssliche Hawaiihemd von Jack Carver.
Far Cry, D/KAN 2008
Verleih: Splendid
Genre: Komdie
Filmlaufzeit: 94 min
Regie: Uwe Boll
Darsteller: Til Schweiger, Udo Kier,
Ralf Mller, Natalia Avelon
Kinostart: 02.10.2008


Wo wir gerade beim Thema Einsparungen sind: Dialogschreiber wollte Herr Boll wohl auch nicht beschftigen, denn die Dialoge sind meistens so platt und peinlich, dass man sich selbst im Kinosessel windet, um nicht hinschauen bzw. hinhren zu mssen. Fremd schmen nennt man dies und wer Popstars oder hnliche Formate verfolgt, wei was gemeint ist.

Nichtsdestotrotz muss man auch ab und an lachen. Nicht, weil der Witz auf der Leinwand gezndet hat, sondern weil die Dialoge einfach so schlecht sind, dass es schon wieder witzig ist Fr die 20 Millionen Dollar Budget htte manch anderer Filmemacher sicherlich mehr herausholen knnen.

Fazit: Far Cry ist von einem Top Videospiel zu einem B-Movie degradiert worden, wobei der Film auer dem Titel, den Mutanten und Jacks Hemd nicht viel mit dem Spiel gemeinsam hat.
Wer gutes Kino oder Videospiele mag, sollte sich diese 93 Minuten vergeudetes Filmmaterial nicht anschauen und lieber noch mal selbst in die Haut des Jack Carver aus dem Game schlpfen. Das bringt exorbitant viel mehr Spa und man hat nicht das Gefhl der visuellen Folter ausgesetzt zu sein.

Artikel drucken