STEALING KLIMT erzhlt nicht nur die unglaublich spannende Odyssee, einiger der berhmtesten Bilder Gustav Klimts, darunter das teuerste Gemlde der Welt, Adele Bloch-Bauer I (1907), sondern dokumentiert auch uerst packend den Kampf der Erbin Maria Altmann, die ursprnglich von den Nazis gestohlenen Bilder von der sterreichischen Regierung zurckzufordern.

Es ist ihre und damit auch eine sterreichische Geschichte eines langen Jahrhunderts, die um 1900 in den kunstsinnigen jdischen Salons des Wiener Fin de Sicle beginnt, sich ber den Nazi-Terror in Europa erstreckt und schlielich 2006 vor einem Schiedsgericht endet.

Die fnf Gemlde Adele Bloch-Bauer I, Adele Bloch-Bauer II, Huser in Unterach und Buchewald/Birkenwald haben sich seit je her im Besitz des sterreichisch-jdischen Zuckerrohrfabrikanten Ferdinand Bloch-Bauer und seiner Frau Adele befunden, die ihren Ehemann in ihrem Testament darum gebeten hatte, die Bilder nach seinem Tod der sterreichischen Galerie zu vermachen. Auf Bescheid der Wiener Steuerbehrden waren sie jedoch bereits im Jahre 1938 im von Deutschland annektierten sterreich enteignet und auf Anweisung eines NS-Anwalts der Galerie im Belvedere bergeben worden. Kurz nach Kriegsende, ein paar Monate vor seinem Tod, forderte Ferdinand Bloch-Bauer erfolglos von der sterreichischen Regierung die Rckgabe der Gemlde.

Erst 54 Jahre spter war es Maria Altmann, seiner heute 90-jhrigen Nichte, aufgrund einer Gesetzesnderung mglich, erneut die Herausgabe der Gemlde zu fordern. Fast sieben Jahre und 13.000 Aktenseiten spter hat sie es durch ihren Mut und ihre Hartnckigkeit schlielich doch noch geschafft, die Rckgabe der Gemlde von der sterreichischen Regierung zu erwirken.

Bisher ist nur die Goldene Adele (Adele Bloch-Bauer I) der ffentlichkeit in der Neuen Galerie in New York zugnglich, Ronald S. Lauder hatte das Gemlde 2006 fr 135 Millionen Dollar ersteigert. Die anderen vier Bilder sind bei einer Auktion bei Christie`s in Privatbesitz bergegangen.


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