Im Paris der Gegenwart bekommt Diana Prince (Gal Gadot) eine Lieferung von Bruce Wayne. Diese enthlt eine Fotografie aus dem Ersten Weltkrieg, die sie selbst zeigt - die Reise in die Vergangenheit beginnt.

Diana wurde auf Themyscira geboren und grogezogen - von ihrer Mutter, der Amazonenknigin Hippolyta. Schnell wird klar, dass in dem Kind eine Kriegern schlummert. Diana wird trainiert und ber die Jahre immer strker. Auf der idyllischen Insel, die von der Auenwelt abgeschirmt ist, knnte alles in bester Ordnung sein. Doch dann strzt ein Flugzeug in der Nhe ab. Diana, die alles mit ansieht, eilt zur Rettung des Piloten Steve Trevor (Chris Pine). Dieser erzhlt von dem Krieg, der in der Welt tobt. Diana vermutet sofort Kriegsgott Ares hinter dem Chaos und bittet ihre Mutter, eingreifen zu drfen. Nach anfnglichen Widerstand darf sie gehen - und sieht sich bald mit den Schrecken des Krieges konfrontiert.

Fokus auf Heldentum

Wonder Woman
Verleih: Warner Bros. GmbH
Genre: Action
Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Connie Nielson, Robin Wright
Regie: Patty Jenkins
Filmlaufzeit: 141 Min.
DC hatte es in letzter Zeit nicht leicht, so bermchtig erschien das von Marvel geschaffene Superhelden-Universum in Film und Fernsehen. Zuweilen ist DC das auch selbst Schuld. Die letzten Verffentlichungen wie Man of Steel, Suicide Squad oder Batman vs. Superman (in dem Wonder Woman schon einen kurzen Auftritt hatte) lieen doch im Groen und Ganzen sehr zu wnschen brig. Zu sehr war man auf Action bedacht, die Storylines schwappten leicht daher. Der Fokus lag bei diesen Filmen vor allem darauf, dass die Charaktere ihre persnlichen Lebenskrisen meistern mussten wie beispielsweise Deadshot in "Suicide Squad". Der eigentliche Grund ihres Daseins wurde vllig aus den Augen verloren - nmlich schlicht und ergreifend das Heldentum.

Da macht "Wonder Woman" sehr viel anders und vor allem besser. Hier geht es zwar auch um die Reise, die Diana durchlebt. Und es geht auch um die Emotionen, die sie in der neuen Welt, in der sie sich erst einmal zurecht finden muss, erfhrt. Aber eben auch um so viel mehr. Hier geht es darum, dass Wonder Woman eine Heldin ist, wie sie im Buche steht. Eine, die den Wehrlosen helfen und Frieden bringen mchte - und das gepaart mit jede Menge Witz. Der Film besitzt in seiner Erzhlstruktur eine ungezwungene Leichtigkeit und das, obwohl Diana bei ihrer Identittssuche die ein oder andere Krise erleidet.

Ein feministischer Film

"Wonder Woman" wird als feministischer Film gesehen. Denn die Hauptfigur ist eine starke, grtenteils unabhngige Frau, die den Mnnern gehrig in den Hintern tritt. Dabei gibt es nur einen einzigen Wermutstropfen: ihre ganze Macht wird erst entfesselt als eine wichtige - mnnliche - Person stirbt. Dennoch ist Diana alias Wonder Woman in dem Film nicht nur Titelgeberin, sondern auch Hingucker. Gal Gadot schafft es von der ersten Sekunde an mit ihrer charismatischen Erscheinung den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Er leidet mit ihr, untersttzt sie gedanklich bei schwierigen Aufgaben und freut sich, wenn alles gut gegangen ist.

"Wonder Woman" ist ein uerst gelungener Action- und Superheldenfilm aus dem Hause DC. Er macht Lust auf mehr, weil er deutlich zeigt, was in diesem Universum sein kann.



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