Sie ist wieder zurck: "Die Mumie", das Schreckgespenst, dass die Jugendtrume erst in den 1930er Jahren bevlkerte, ehe sie Ende der 1990er Jahre einer noch breiteren Mae vorgesetzt wurde. Doch dieses Mal ist es nicht Brendan Fraser, der dem zerfledderten Bndel den Gar aus machen soll, sondern Tom Cruise. Cruise spielt in diesem Film (der Auftakt zu weiteren sein soll) Sergeant Nick Morton. Unterwegs im Irak nutzen er und Kumpel Corporal Vail ihre Aufgabe aus, als Sphtrupp unterwegs zu sein. Vielmehr suchen sie nach alten Artefakten und Schtzen, um diese auf dem Schwarzmarkt gewinnbringend zu verhkern. Eine ihrer Touren luft natrlich schief. Bei dem entstehenden Gefecht bomben Flieger zur Rettung der beiden ein riesiges Loch in das Erdreich. Zum Vorschein kommt das Prinzession Ahmanets Grab. Diese ist ihrer zeit in Ungnade gefallen und lebendig mumifiziert worden. Auch die Archologin Jenny, von der Morton eine Schatzkarte bei einem privaten Stelldichein gemopst hatte, kommt zu dem Schluss, dass es sich um das Grab handeln muss.

Die Mumie
Verleih: Universal Pictures Germany
Genre: Action
Darsteller: Tom Cruise, Sofia Boutella, Annabelle Wallis, Jake Johnson, Courtney B. Vance und Russell Crowe
Regie: Alex Kurtzman
Filmlaufzeit: 107 Min.
Zwar fllt den Protagonisten in dem Grab schnell auf, dass alle Mechanismen dort so angelegt sind, um etwas Bses in Schach zu halten. Das hlt aber natrlich niemanden davon ab, etwas unsagbar Dummes zu tun und den Sarkophag freizulegen. Mit ihm im Gepck soll es Richtung Heimat gehen doch auch das geht schief: das Flugzeug strzt ab und Nick ist der einzige berlebende vorher zieht er allerdings noch heldenhaft bei Jenny die Fallschirmreileine. Was folgt ist Morton, der nun eine zweifelhafte Verbindung zur Mumie hat und ein Zusammentreffen mit Dr. Jekyll aka Mr. Hyde. Achja, und Menschen, denen die Lebenskraft entzogen wird und nun mehr Zombies sind, kommen auch noch vor.

Es fehlt an Charme und Witz

Nun ist es also so weit. Die Mumie is back. Universal hat diesen alten Klassiker fr mehr als 100 Millionen Euro Filmkosten wieder ins Leben zurckgeholt. Doch mit diesem Fall verhlt es sich hnlich wie mit Nick Mortons dummdmlicher Freilassung der Mumie manche Sachen sollten besser in Frieden ruhen. Mittels neuer Computereffekte, ausgedehnteren Actionsequenzen und viel Knall-Boom-Peng gibt es in dem neuen Streifen natrlich unterhaltende Elemente. Allerdings fehlt etwas Wesentliches: der Witz und Esprit der alten Triologie. Mag es an Brendan Fraser gelegen haben, der damals als charismatischer Kmpfer mit seinen lssigen Sprchen und seinem lockeren Auftreten das ein oder andere Herz hat hher schlagen lassen. Darber hinaus hatte Fraser mit Rachel Weisz und John Hannah hochtalentierte Schauspieler an seiner Seite.

Annabelle Walli ist zu farblos

Und die scheinen bei der Mumie abhanden gekommen zu sein. Tom Cruise und Russell Crowe sind egal, was man von ihnen halten mchte etablierte Schauspieler. Aber es fehlt etwas. Der Film versucht ernst zu sein, an unangebrachten Stellen. Die Gags an anderen Stellen znden nicht. Zudem ist Annabelle Wallis als Jenny farblos, das Blondchen als Beiwerk, das hinter Tom Cruise her rennen muss.

Als wre all das nicht genug, versucht "Die Mumie" auch noch etablierte Geschichten zu verhackstckeln. Statt einfach ein Mumienfilm zu sein, vergreift er sich an einer anderen Geschichte und bedient sich am Jekyll und Hyde-Epos, der flugs auch in dem Film so seine Probleme mit dem Temperament hat. Hinzukommen die leergesaugten berreste der Menschen, die der Mumie als Quell des Lebens gereichen. Diese haben zwar eine hssliche Fratze, erinnern durch Bewegung und Geruschkulisse aber eher an Zombies und gehren so ebenfalls nicht in den Film.

Mchte man dennoch etwas positives in dem Film suchen, so ist das sicher die Mumie selbst. Die Algerierin Sofia Boutella schlpft in die Rolle der attraktiven Ahmanet und kann den Schmerz, die Wut, den Wahnsinn in ihren Augen hervorragend vermitteln.

Fazit:

Wer auf viel Tammtamm ohne groen Inhalt steht, der wird die neue Mumie lieben. Fr Zuschauer, die gerne ein bisschen mehr Liebe (nicht als Geschlechtsakt) im Film sehen wollen, sind hier falsch. Denn in diesem Film kommt zusammen, was nicht zusammen gehrt.



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