Lkw-Fahrer Paul Conroy wacht auf und findet sich in einem Albtraum wieder - er liegt in einem Sarg, tief unter der Erde irgendwo in der Wste im Irak. Er hat keine Ahnung, wie und warum er in diese Situation geraten ist. Alles was er hat, ist sein Handy und ein Feuerzeug- der Empfang unter der Erde hlt sich in Grenzen, ein Akku hlt nicht ewig und der Sauerstoff wird schnell knapp. Ihm bleibt wenig Zeit, seinem Gefngnis zu entkommen. Es scheint, als wrde sein Gefngnis sein Grab werden. Wer hat ihn in diese Situation gebracht? Und warum? Mehr sei an dieser Stelle ber den Film nicht verraten. Nur ein Tipp: Klaustrophobiker sollten sich in Acht nehmen, denn die Enge von Pauls Gefngnis bertrgt sich schnell auf den Zuschauersaal.

"Buried - Lebend begraben" ist eine One-Man-Show fr Ryan Reynolds mit nur einem Schauplatz: einer Kiste. Reynolds, der Sonny-Boy aus "Selbst ist die Braut", beweist hier sein schauspielerisches Talent und trgt den Film die vollen 93 Minuten. In seinem Gesicht spiegeln sich Angst, Panik, Verzweiflung und der Wille zum berleben. Ein Martyrium fr Protagonisten und Zuschauer, die bis zur letzten Filmminute mitbangen werden.
Buried - Lebend begraben
(Buried), Spanien 2010
Verleih: Ascot Elite
Genre: Thrilller
Filmlaufzeit: 93 Minuten
Regie: Rodrigo Corts
Darsteller: Ryan Reynolds
Kinostart: 04.11.2010


Lebendig begraben - diese Angst ist uralt und wurde schon hufig im Film thematisiert. Grusel-Meister Edgar Allan Poe schrieb eine gleichnamige Geschichte, die immer wieder filmisch umgesetzt wurde und ihre Hauptdarsteller in bengstigende und beengende Situationen brachte. Kiefer Sutherland erwachte 1993 in "Spurlos" unter der Erde und in "83 Stunden Angst" wird ein junges Mdchen in einer Luxus-Kiste verbuddelt - fr maximal sieben Tage sie Verpflegung, Sauerstoff und einen Generator, den sie sparsam einsetzen muss... Uma Thurman konnte sich als Racheengel in Tarantinos "Kill Bill 2" sogar relativ schnell aus dem Erdreich befreien, ganz so einfach hat Pau Conroy es in "Buried" nicht.

Alle Filme leben von der Angst. Angst vor der Dunkelheit, der Einsamkeit, dem Ersticken. Doch kein Film geht das Risiko ein, sich ausschielich auf den Begrabenen zu konzentrieren. Damit betritt Regisseur Rodrigo Corts filmisches Neuland und schafft es tatschlich, die Spannung zu halten.

"Buried" ist ein auergewhnliches Kinoerlebnis, das erfreulich berraschend und spannend ist und so zum Kultfilm avancieren knnte. Ryan Reynolds sollte sich jedenfalls vom Schwiegersohn-Image freigespielt haben.

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