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An sieben Standorten in Deutschland werden dieses Jahr erneut internationale Filme verschiedenster Couleur, von jungen Nachwuchsregisseuren ebenso wie von etablierten Größen beim Fantasy-Filmfest vorgestellt. Köln darf da als bedeutender Medienstandort natürlich nicht fehlen und dürfte, wie schon in den vergangenen Jahren, etliche Fans spannender Projektionen anlocken. Neun von zehn Filmen, wurden bereits bestätigt, sodass die Agendas gezückt, Termine geplant und Zeitpläne erstellt werden können. Zombies und Vampire Vier hochkarätige Filme bedienen 2010 die Lust der Genre-Fans auf blutige, spannungsgeladene Katz- und Mausspiele zwischen Mensch und, nun ja, Nicht-Mensch: Mit einem beeindruckenden Cast vor und hinter der Kamera wartet Daybreakers auf. Die Macher von Undead kreieren eine Zukunftsvision, in der die Menschen nur noch als Nahrungsquelle für die herrschenden Vampire funktionieren. Da diese jedoch immer knapper zu werden droht, bemüht sich Ethan Hawke in der Rolle des Edward Dalton um ein synthetisches Analogprodukt zu menschlichem Blut, um die Hunger-bedingte Verwandlung seiner Rasse in sogenannte "Subsider" zu verhindern. Gleichzeitig üben die Menschen den Aufstand und kämpfen mit Willem Dafoe an ihrer Spitze ums Überleben. Auch [REC]2 und Survival of the Dead sind von altbekannten Größen produziert und schüren eine entsprechende Erwartungshaltung. Das spanische Regisseurs-Duo Balagueró und Plaza zeichnet sich bereits für den Vorgänger des erstgenannten Horrorschockers verantwortlich: In einem hermetisch abgeriegelten Haus versucht ein Kamerateam der Ansteckung mit einem gefährlichen Virus und gleichzeitig den bereits Infizierten zu entfliehen. Der zweite Teil setzt nun eine Viertelstunde nach dem Adrenalin-anheizenden Ende seines Vorläufers ein und lässt neue Mitspieler das Setting aufmischen. George A. Romero, Macher des nunmehr sechsten Teils der ...of the Dead-Reihe bedient sich bei selbigem einer überraschenden Vorlage: William Wyler's Weites Land durfte für die Umsetzung von Survival of the Dead Modell stehen und als Inspiration dienen. So steht im Mittelpunkt der Handlung eine Familienfehde zweier auf einer sonst nahezu unbewohnten Insel lebenden Klans. Ausgerechnet hierher versucht sich eine kleine Gruppe Militärs vor der weltweiten Plage zu retten und sieht sich nun nicht nur mit den bereits gewohnten Zombieattacken, sondern auch mit den sturen Streitereien konfrontiert. Einen Erstling bieten uns in der vorgenannten Kategorie die Franzosen Yannick Dahan und Benjamin Rocher mit ihrem La Horde. In einem abgehalfterten Plattenbauvorort liefern sich Cops und eine Gruppe Verbrecher ihren Showdown auf einem der Hochhausdächer. Sie werden jedoch von einer Horde hungriger Zombies gestört, die sich das Gebäude zu der nunmehr zur Zusammenarbeit gezwungenen Gruppe hoch arbeiten. Dämonen, Geister und Übernatürliches in 3D Takashi Shimizu ist mehr als nur ein Name, er ist mittlerweile nach seiner Verfilmung von Ju-on: The Grudge und der amerikanischen Wiederaufnahme desselben quasi zu einer Legende der Horrorkultur geworden. Auf dem Fantasy Filmfest gibt es seine erste 3D-Produktion zu sehen. The Shock Labyrinth: Extreme erzählt eine Geschichte im Stile von Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast: Eine Gruppe von Freunden von dem zornigen Geist einer Freundin heimgesucht, die vor vielen Jahren bei dem gemeinsamen Besuch eines Gruselkabinetts verschwand. Gerade die Darstellung des Übernatürlichen dürfte durch die 3D-Effekte an Qualität gewinnen. Heartless ist Jamie (Jim Sturgess), der Held des neuesten Films von Philip Ridley, ganz sicher nicht. Mit seinem großen, herzförmigen Muttermal im Gesicht trotzt er einer maskierten Gang, die die Straßen Londons in ihrer Gewalt hat. Er allein erkennt ihre wahre, dämonische Existenz. Helden und ihre Serienkiller, sowie "The Fly"sche Experimente und Web 5.0 Julien Jarrold's Red Riding: 1974 und iThe Collector von Marcus Dunston stehen in diesem Jahr etwas einsam da auf dem Parkett der Thriller. Umso sorgfältiger scheinen die beiden Vertreter dieses Genres ausgewählt worden zu sein. Ein Journalist kämpft in dem Einen nicht nur gegen einen Mädchen-mordenden Serienkiller, sondern auch gegen korrupte Polizisten und moralische Abgründe des tristen Yorkshires der 70er Jahre. Suspense-Movie-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen. In dem Anderen ist es ein Sicherheitsbeauftragter, der sich bei einem - natürlich moralisch unterfütterten - Einbruch in einer mit Folterfallen ausstaffierten Einbahnstraße wiederfindet. Endlich traut sich mal wieder jemand außerhalb der SAW-Reihe an einen Film mit derart nagelaufrollenden Elementen sadistischer Art heran. Wer schon die Metamorphose von Jeff Goldblum zu einer Fliege in The Fly von 1986 zu schätzen wusste, wird ein wahres Vergnügen an Vincenzo Natali's Splice haben. Da die Produktion von Tierhybriden ihrem Geldgeber irgendwann nicht mehr förderungsbedürftig genug zu sein scheint, beschließt das Forscherehepaar Elsa (Sarah Polley) und Clive (Adrien Brody) den Versuch einer Kreuzung aus Mensch und Tier. Obgleich dieser gelingt, ist das Produkt ihrer Schöpfung nur so lange niedlich und interessant, bis es seinen Eltern mehr und mehr auf die sprichwörtliche Pelle zu rücken beginnt. Sowohl durch seine Machart, wie auch durch die verarbeitete Thematik, dürfte Summer Wars von Mamoru Hosoda das Highlight des 24. Fantasy Filmfestes werden. Der Anime behandelt die spannende Zukunftsvision einer Welt, die untrennbar mit ihrem virtuellen Äquivalent, der Welt OZ, verknüpft ist. A la "Second Life" hat hier jeder Mensch einen eigenen Avatar. Der mathebegabte Kenji stellt den Held dieser Geschichte, muss er doch aufgrund einer Hackerübernahme seines eigenen Avatars, dessen Ursupation von OZ verhindern. Tickets gibt es ab dem 19. März auch online. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des FFF.
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