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Wenn der Mond über dem Arkadenhof der Universität Bonn aufgeht, ein Pianist erscheint und ein Film gezeigt wird, bedeutet dies für Bonnkundige: Es ist wieder Stummfilmzeit. Bereits zum 25. Mal findet im Arkadenhof der Universität Bonn und im Rheinischen Landesmuseum das Bonner Sommerkino statt. Vom 13. bis zum 23. August präsentieren die Veranstalter an elf Abenden rund 22 Kurz- und Langfilme aus aller Welt mit Zwischentitel übersetzt in deutscher Sprache. Für die Organisation sind der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Universität Bonn, dem LVR-Landesmuseum Bonn, dem Filmpodium Zürich und die Bonner Kinemathek verantwortlich. Der diesjährige Eröffnungsfilm Der Sprung ins Glück (Totte et sa chance), eine Produktion aus dem Jahre 1927 von Regisseur Augusto Genina nach dem Roman "Totte et sa chance" von Pierre Soulaine ist dabei ein guter Einstieg in die teils skurrile und lustige, teils aber auch sehr leichte Welt der Stummfilme, die wie immer vor Ort durch Musiker begleitet wird. Er startet am Donnerstag, den 13.08.2009 gegen 21.15 Uhr nach dem Vorfilm: Liebe zu Fuß, Amore Pedestre. Der Sprung ins Glück erzählt in einem leichten und lustigen Unterhaltungston die Geschichte von Lotte, die einen Mann vom Fleck weg heiratet, sich jedoch wieder scheiden lassen soll, da der Schwiegerpapa andere Pläne mit dem frisch Vermählten hat. So soll sein Sohn nach Amerika auswandern und anderweitig verheiratet werden. Als Lotte jedoch in ihrer Trauer einen älteren Mann kennen lernt, der ihr auch sogleich eifrig den Hof macht, ist das Chaos vorprogrammiert. Es handelt sich hierbei nämlich um niemand anderen als ihren raubeinigen Schwiegervater. Die Premiere von Der Sprung ins Glück fand unter lauten Beifall am 26. Januar 1928 in Berlin im Titania-Palast statt und erntete nicht nur vom Publikum, sondern auch von den Kritikern viel Lob. Auch bei den anderen gezeigten Werken handelt es sich um großes Stummfilmkino. Unter den ausgesuchten Filmen sind Das Kloster von Sendomir des Schweden Victor Sjöström, nach der gleichnamigen Novelle von Franz Grillparzer, Die eiserne Faust des Mexikaners Gabriel García Moreno aus dem Jahre 1927 und Beggars of Lifevon 1928 des Amerikaners William A. Wellman nach dem Roman von Jim Tully. Beggars of Life ist zudem in diesem Jahr als Filmplakat für die Stummfilmtage ausgewählt worden und wird am Sonntag den 16.08.2009 im Arkadenhof laufen. Natürlich darf bei einem Stummfilmfestival einer sicherlich nicht fehlen: Charles Chaplin. Und so wird vor Beggars of Life der Film Die Herumtreiber von 1914 gezeigt. Eine Reihe von Vorträgen und weiteren Veranstaltungen in LVR-Landesmuseum ergänzt das vielfältige Filmprogramm. Somit ist sicherlich für jeden Film- und Musikbegeisterten etwas dabei. Der Eintritt im Arkadenhof ist wie immer frei. Nähere Informationen und das genaue Programm gibt es natürlich auf den Seiten der Stummfilmtage, der Bonner Kinemathek und dem Rheinischen Landesmuseum.
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