Junge Autoren haben es schwer. Sie schreiben, niemand liest sie. Auer Freunden und Familie, und diese finden es oft sowieso gut. Sie wollen bekannt werden und suchen echtes Feedback. Aber wie bekommt man es? Klar, es gibt Wettbewerbe. Aber dort ist man ebenso anonym wie beim Verlag. Feedback bleibt aus.

In Bonn gibt es nun Abhilfe. Das Limes bietet eine Plattform fr junge Autoren. In Zusammenarbeit mit dem Kopfnuss-Verlag gibt es einmal monatlich die Lesebhne. Dort kann jeder der mchte eigene Geschichten und Texte vortragen. Anschlieend whlt das Publikum den Gewinner. Dieser bekommt 50 Preisgeld. Alle Gewinner nehmen am Finale teil bei diesem wird der beste des Jahres gewhlt.

Lesung mit Hindernissen

Vergangenen Monat lie die Lesung auf sich warten. Das Mikro stand bereit, aber nichts geschah. Eine halbe Stunde nach acht begab sich der Moderator auf die Bhne und erklrte die Situation: Es haben sich keine Autoren online angemeldet, und auch spontan kamen keine. Doch der Verlag schuf Abhilfe: Die Moderatoren trugen eigene Geschichten vor. Der Wettbewerb entfiel.

Die Geschichten waren unterschiedlicher Natur. Manche waren fiktiv und phantasievoll; andere waren satirisch und vom eigenen Leben inspiriert. Eine war ein Auszug aus einem unverffentlichten Roman.

Alle Geschichten waren auf hohem Niveau und hervorragend vorgetragen. Besonders bei den Geschichten von Nora Noormann ist eine Resonanz des Publikums erkennbar. Warum denke ich in jedem Club, ich sei im Zoo und bruchte dringend ein Ritalingewehr liest sie. Ihre sprachgewaltigen Texte regen zum Lachen an. Die Stimmung ist super.

An diesem Abend dauert die Lesung eine knappe Stunde. Der Eintritt von drei Euro entfllt. Anschlieend gibt es die Mglichkeit, mit den Autoren ein Bier zu trinken.

blicherweise findet die Lesebhne an jedem letzten Mittwoch im Monat statt. Die nchste wird wegen Fussball eine Woche vorverlegt, auf den 20.06. Bleibt zu hoffen, dass dieses Mal ein Wettbewerb stattfinden wird. Ist spannender.

Limes Musikcaf

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