campus-web Bewertung: 2,5/5
   
Commissario Luciani erlebt gerade nicht seine beste Zeit: Seine Wohnung musste er rumen und zurck zur anstrengenden Mutter ziehen, beim Laufen macht er immer schlapp, der Chef nervt und zu allem berfluss gibt es in Genua zum Ende des Jahres keine spannenden Mordflle zu lsen.

Auch als die Leiche des alten Fischers Marietto Risso gefunden wird, scheint sich noch keine Wende abzuzeichnen. Der Tod wird als Selbstmord eingestuft und nichts deutet darauf hin, dass es anders gewesen sein knnte. Nichts, auer des kleinen blauen Steinchens, das der Tote in der Hand hlt. Doch Lucianis Neugierde ist geweckt und er beginnt nachzuforschen irgendwie muss er sich ja ablenken, von seiner Mutter und der gerade entdeckten Weizenallergie, die Schuld daran ist, dass er sich immer schlecht fhlt. Bei seinen Ermittlungen gert er in die Machenschaften des Ministers Ludovico Raneri. Dieser versucht nicht nur an Macht zu gewinnen um seine Karriere zu voranzutreiben, sondern ist auch auf der Jagd nach dem Kopf der Gttin der Gerechtigkeit, einer Statue die auf der Insel Santo Stefano gefunden wurde. Diesen Kopf suchen viele und einige mussten bereits sogar ihr Leben fr die Gttin lassen.

Claudio Paglieri Keine Pizza fr Commissario Luciani

Verlag: Aufbau Verlag
Erschienen: Juni 2010
Genre: Krimi
ISBN: 978-3746626079
Bindung: Taschenbuch
Preis: 9,95
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Keine Pizza fr Commissario Luciani ist der dritte Band in Paglieris Serie. Leider zieht sich das Buch sehr lang. Wirklich spannend wird es erst gegen Ende. Vorher hat der Leser das Gefhl, dass eigentlich nichts passiert. Daran kann auch die kreative Erzhlweise nichts ndern. Der Autor springt in den Zeiten und den Perspektiven der Protagonisten, Luciani, Risso und Minister Raneri. Gerade der Zeitsprung kann manchmal anstrengend werden, zwingt den Leser aber auch, sich den Ablauf der Geschichte noch einmal vor Augen zu fhren.

Lucianis drittes Abenteuer ist sehr gut geschrieben und wird nie richtig langweilig. Richtig spannend oder fesselnd wird es jedoch auch zu keinem Zeitpunkt. Noch auf Hhe der Hlfte fragt man sich als Leser, worauf die Geschichte eigentlich hinauslaufen soll. Auch die Leiden des Kommissars sind nicht wirklich ergreifend und schwer nachvollziehbar insbesondere fr diejenigen Leser, die Luciani noch nicht aus Vorgngerromanen kennen.

Keine Pizza fr Commissario Luciani ist ein trges Buch, das mit einer sehr guten Geschichte glnzt und kreativ erzhlt wird. Der Autor zeichnet besondere Figuren: Luciani ist kein Vorzeigekommissar, wie wir ihn aus zahlreichen anderen Bchern kennen und Raneri ist kein Muster-Verbrecher, wie er uns manchmal schon zum Halse heraushngt.

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