Neuerscheinungen und - auflagen unter die Leselupe genommen

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 Annäherungen und Verschleierungstaktiken
Belletristik: Sabine Huttel – Slalom Die beiden Cowboys aus Brokeback Mountain gelten als Sinnbild für verstohlen verborgenes Begehren füreinander. Auch in der so genannten Homo-Hochburg Köln hat so mancher Schwule Probleme mit dem Coming Out. Wie etwa der in Köln lebende Grieche Nikos in „Schlüsselloch“, der ersten Erzählung des anrührenden Bandes Slalom der Autorin Sabine Huttel. Nikos versucht den Eltern und seiner Schwester wenn möglich aus dem Weg zu gehen. Es ist die Angst vor der Reaktion seiner Angehörigen, w mehr...
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 Fehlschlag beim ABC des Thrillerschreibens
Belletristik: Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus Eigentlich ist die geistige Gesundheit des Menschen das große Thema von Jussi Adler-Olsens 1997 erschienenem Debütroman Das Alphabethaus, der nun erstmalig in deutsche Sprache vorliegt. Eigentlich geht es darum, was die psychiatrischen Behandlungsmethoden der 1940er Jahre mit einem Mann anstellen können. Eigentlich. Tatsächlich steht aber ein versteckter Nazi-Schatz im Mittelpunkt der Handlung um die beiden britischen Piloten Bryan und James, die 1944 bei einem Aufklärungsflug abgeschosse mehr...
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 Tiefer Einblick in das Leben eines Kolumbianers
Belletristik: Sergio Álvarez – 35 Tote In seinem bislang dritten Roman entführt Sergio Álvarez die Leser in das Kolumbien der sechziger Jahre. Selbst in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá geboren, hat der Autor neun Jahre lang an 35 Tote gearbeitet und recherchiert. Dabei ist ein vielseitiges, detailliertes Buch entstanden, das sich am ehesten noch dem Genre "Abenteuerroman" zuordnen lässt.
Identität: unbekannt
Von seiner Geburt an begleitet der Leser den namenlosen Hauptcharakter durch sein Leben. Er ist dabei, als di mehr...
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 Lasst euch verzaubern!
Belletristik: Yasmine Galenorn: Schwestern des Mondes – Hexenzorn Camille, Delilah und Menolly – die drei Schwestern, die zur Hälfte Fee sind. Doch nicht nur dies: Jede Schwester hat ihre eigene Fähigkeit und auch Bestimmung. Camille, die älteste der drei, ist zudem noch eine Halb-Hexe. Delilah ist eine Wer-Katze, aber auch ein Wer-Tiger durch ihre Zwillingsschwester, die in ihr steckt. Menolly ist durch eine hinterhältige Aktion zum Vampir geworden. Und genau jene drei müssen die Welt vor Schattenschwinge, dem Fürsten der Unterwelt-Reichen, retten.
Wäre da mehr...
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 Gummistiefel trotz Sommerhitze
Belletristik: Laabs Kowalski – Totensommer
Sommer 1976. Es ist heiß. Die Sonne brennt vom Himmel. Im Haus nebenan ziehen neue Nachbarn ein. Die Dembrocks. Frank trifft als erstes Eva. Trotz der Hitze trägt sie rote Gummistiefel. Als er sie anspricht, spuckt sie ihm ins Gesicht und läuft davon.
Eva übt einen großen Einfluss auf Frank aus: "Erst später wurde mir klar, dass ihr Liebreiz darin bestand, dass sie keinen besaß. Erst später begriff ich, dass andere die Welt, die sie erschuf, sehr viel früher, als man es selbst tut, in Frag mehr...
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 Wie eine gut kopierte Stradivari
Belletristik: Anthony Horowitz – Das Geheimnis des weißen Bandes
Der berühmteste Detektiv aller Zeiten ist zurück. Erneut führt der getreue Biograph Dr. John H. Watson den Leser in die Baker Street 221b, in das kontrollierte Chaos jener Räumlichkeiten, aus denen manchmal tief in der Nacht die Klänge einer Stradivari ertönen: Das Heim von Sherlock Holmes. Dieser will in Das Geheimnis des weißen Bandes ursprünglich nur einem Galeristen helfen, der sich bedroht fühlt. Eigentlich ein einfacher Fall, kaum der Rede wert. Doch dann wird ein Straßenjunge bruta mehr...
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 Liebe unter dem Halbmond
Belletristik: Perihan Magden - Ali und Ramazan Der frühe Tod dreier junger Männer wird dem Geschehen vorweggenommen. Wenig feinfühlige Zeitungsschlagzeilen werden einleitend wiedergegeben: „SCHWUCHTELNACHT- MEHRERE TOTE“. Perihan Magdens Roman beruht auf einer wahren Begebenheit in Istanbul. Die türkische Autorin rollt in ihrem Roman die Liebesgeschichte eines 1992 verstorbenen Paares wieder auf. Erzählt wird zunächst von der Kindheit der Waisen Ali und Ramazan. Ohne Eltern oder Familienangehörige wachsen sie in der Armut eines heruntergeko mehr...
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 Thank you for the Storys
Belletristik: Robert Scott – ABBA. Thank you for the Music. Die Storys zu allen Songs Beim Edel-Verlag ist die Neuauflage des 2002 veröffentlichten Bestsellers ABBA. Thank you for the Music. Die Storys zu allen Songs erschienen. ABBA-Biographien gibt es bereits etliche. Autor Robert Scott konzentriert sich daher weniger auf die Geschichte der Band und der einzelnen Mitglieder, sondern legt seinen Fokus auf den musikalischen Output der Schweden.
In chronologischer Reihenfolge werden alle Alben und Songs thematisiert. Dabei präsentiert der Autor, neben interessanten Hinte mehr...
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 Die Grausamkeit des Winters
Belletristik: Alison McGhee – Winterschwester In dem kleinen Städtchen Sterns lebt Clara Winter mit ihrer Mutter Tamara. Sie ist ihre ganze Familie. Ihren Vater und Großvater kennt sie nicht, ihre Zwillingsschwester starb bei der Geburt. Wie es dazu kam, weiß Clara nicht. Ihre Mutter schweigt sich aus und das junge Mädchen leidet unter dieser Verschwiegenheit. Als Außenseiterin ist Clara in der Schule sozial isoliert und hat keine Freunde, mit denen sie reden könnte. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als Antworten in sich selbst zu suchen mehr...
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 Kopf ab - Grill an!
Belletristik: Janet Evanovich – Kuss mit lustig. Ein Stephanie-Plum Roman Bei einer Ermordung zuzuschauen ist kein Spaß. Erst recht nicht, wenn dabei, um den Kopf abzuhacken, ein Fleischerbeil zum Einsatz kommt. Bemerken die Mörder zusätzlich noch, dass jemand sie beobachtet hat, wird es richtig unangenehm – vor allem für die unliebsame Zeugin, der die Mörder nun an den Kragen wollen. Handelt es sich bei ihr um die ehemalige Prostituierte Lula, die mittlerweile Akten im Kautionsbüro einsortiert, hält nicht die Polizei als Freundin und Helferin her, sondern die Kopfge mehr...
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 Heile Welt verrecke!
Belletristik: Tina Uebel – Last Exit Volksdorf Über Volksdorf geht die Sonne unter. "Es schnurren die Rolläden wie Katzen, ein behagliches Summen der Elektromotoren." Am Anfang von Tina Uebels Roman steht die Abschottung von der Umwelt. Das Haus schließt seine Augen. Zu Recht: Last Exit Volksdorf ist ungehobelt, über-mäßig und zu nah an der Realität. Last Exit Volksdorf ist der Gesellschaftsroman unserer Zeit.
Auf dem Roman steht nicht nur ein Hamburger Stadtteil drauf, sondern der ist auch drin – mehr...
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 Brutalität als Lebenssinn
Belletristik: Clemens Setz – Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes
Das neue Buch Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes von Clemens Setz ist zum ersten Mal kein Roman, sondern enthält 18 Kurzgeschichten. Doch alle Charaktere der Geschichten haben eine Gemeinsamkeit: Alle suchen nach dem Sinn im Leben. Manche finden ihn im hemmungslosen Sex und darin, dem Nachbarn Urin in seinen Wein zu mischen und zum Inzest zu verführen. Andere darin, dass sie ihre Freunde unterdrücken und schlagen. Wieder andere, indem sie sich vom Partner in einen Käfig sperren la mehr...
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 Von Menschen und Drachen
Belletristik: Judith Merchant – Nibelungenmord Dass die Nibelungensaga nicht an Aktualität verloren hat, beweist Judith Merchant in ihrem Krimi Nibelungenmord. Schauplatz ist Königswinter und das Siebengebirge. In einer Höhle des Siebengebirges taucht eine Frauenleiche auf. Am selben Tag wird die Frau des Notars aus Königswinter als vermisst gemeldet. Zuerst vermutet die Polizei, dass es sich bei der Frauenleiche um sie handelt. Bald jedoch müssen sie feststellen, dass die Wahrheit viel komplizierter ist...
Die ermittelnden Polizi mehr...
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 Unverhoffte Rückkehr des diabolischen Hexenreigens
Belletristik: John Updike – Die Witwen von Eastwick Einst buhlten sie um die Gunst Satans. Frisch verwitwet waren sie Konkurrentinnen um einen, sich als schwul ausgebenden Kunstsammler. Dieser entpuppte sich als geiler Teufel, der alle drei gleichzeitig zu befriedigen erhoffte. Aus den sich parallel entwickelnden, unheilvollen Liaisons zu Daryl van Horne ergab sich eine lebenslange Freundschaft der drei Hexen. Van Horne ehelichte eine jüngere Frau, Jenny, ihres Geldes wegen. Das Trio um Alex, Jane und Sukie brachte diese aus Eifersucht auf magisc mehr...
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 Some mad bugger's wall
Belletristik: Gerald Scarfe – The Making of Pink Floyd: The Wall Der Fan kann durchatmen. Auch wenn der Name von Gitarrist und Sänger David Gilmour auf dem Umschlag falsch geschrieben steht: Im Innern dieses Buches wird ein Pink Floyd-Fanatiker nichts zu meckern finden. Falls sich doch ein sachlicher Fehler eingeschlichen haben sollte, findet man schnell genug Ablenkung.
Ein wenig Anspruch sollte man an die deutsche Ausgabe von The Making of Pink Floyd: The Wall aber auch stellen dürfen. Schließlich handelt es sich quasi um eine offizielle Ve mehr...
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 "Niemand weiß etwas über mich"
Belletristik: Robert Shelton – Bob Dylan. No Direction Home. Sein Leben, seine Musik 1941-1978 Die politische Stimme des Folk-Revivals. Die rastlose Rock-Ikone. Der zurückgezogene Familienmensch. Der stürmische Wiederkehrer. Der bekennende Christ. Es ist schon einiges über die vielen Gesichter von Bob Dylan geschrieben worden. Und man steht vor der Frage: Was lese ich denn nun davon? Zu Bob Dylans 70. Geburtstag wurde No Direction Home von Robert Shelton neu aufgelegt. Und dieses fast 700 Seiten starke Werk hat es in sich: Hier bekommt man wirklich die volle Dröhnung Dylan!
Robe mehr...
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 On the road mit Mick & Co.
Belletristik: Steve Appleford – The Rolling Stones. Die Storys zu allen Songs Steve Applefords The Rolling Stones – Die Storys zu allen Songs ist 2011 in deutscher Übersetzung erschienen und bietet mit seinen knapp 380 Seiten eine umfassende Bandbiografie. Chronologisch erzählt Appleford die Geschichte einer Band, die 1962 gegründet wurde und aus der Rockgeschichte nicht mehr wegzudenken ist. Die Alben dienen als Gliederung und die Songs als Kapitel. So macht der Autor zu jedem Song eine kurze Musikanalyse, in der er die Stimmung, den Text und Bedeutung der einzeln mehr...
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 Ein Thrash-Gigant aus nächster Nähe
Belletristik: Hilmar Bender – Violent Evolution. Die Geschichte von Kreator In den frühen Achtzigern rappelt es gewaltig im Ruhrpott. Unter Tage schuften sich die Arbeiter die Rücken krumm und die Lungen staubig. Ein Paar Kids wollen es anders machen, als ihre Väter. Statt Schaufel und Schutzhelm schnappen sie sich Gitarren und Patronengurte. So entsteht der Thrash aus NRW, der es heute zur Weltberühmtheit gebracht hat. Sodom, Destruction und natürlich Kreator – sie zählen zu den "Big 3" aus Deutschland.
Und wer kann die bewegte Geschichte der M mehr...
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 Warum fallen Kühe und Vögel beim Schlafen nicht um?
Belletristik: Holger Wormer/Michael Dietz – Endlich Mitwisser! Es war einmal ein Radiosender, der hieß 1Live. Der war beliebt und hatte viele Zuhörer. Diese wiederum hatten viele Fragen. Wichtige. Praktische. Philosophische. Eines Tages beschlossen Moderatoren jenes Senders, es sei an der Zeit, die Antworten mit der Menschheit zu teilen. So entstand Endlich Mitwisser.
Mysteriösen Mysterien auf der Spur
Hat sich nicht jeder schon mal gefragt, wo beim Waschen die zweite Socke bleibt? Und warum man an der Türklinke oft einen Stromschlag mehr...
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 Allahim, gib mir Kraft!
Belletristik: Birand Bingül – Der Hodscha und die Piepenkötter Nuri Hodscha ist der neue Imam einer kleinen türkischen Gemeinde, irgendwo in einem kleinen verschlafenen Städtchen Deutschlands. Kaum gelandet sorgt er beim Anblick des Hinterhofverschlags, der als Moschee dient, gleich für polternden Wirbel: eine schöne, große Moschee wolle er erbauen, so liest man am nächsten Tag in der Lokalzeitung. Verständlicherweise wenig erfreut ist darüber Ursel Piepenkötter. Schließlich befindet sich die amtierende Oberbürgermeisterin gerade mitten in den letzten Zügen mehr...
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 Zur Tyrannei der klugen Sprüche
Belletristik: Eberhard Straub – Zur Tyrannei der Werte Eberhard Straub ist nicht nur Historiker, sondern auch freier Publizist. Freiheit ist ihm da natürlich wichtig. Nicht nur seine eigene, sondern unser aller Freiheit, die Freiheit jedes Einzelnen und im Besonderen der Deutschen und Europäer. Direkt bedroht wird diese durch das Streben nach Sicherheit. Und möglich gemacht haben diesen Missstand, so Straub, vor allem die Werte.
Straub galoppiert auf gerade einmal 172 Seiten durch einige Jahrhunderte Geistesgeschichte. Doch trotz der Kürze keine mehr...
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 Innovative Umsetzung eines interaktiven Werkes
Belletristik: Karl Olsberg – Glanz Mit Glanz von Karl Olsberg eröffnet sich eine neue Generation von eBooks: Es ist weltweit das erste Ebook, das als interaktives Werk erscheint.
In diesem Thriller findet eine Mutter ihren Sohn Eric bewusstlos am Schreibtisch sitzend vor. Die Verantwortung für sein Koma sucht Anna in den Computerspielen, mit denen der Teenager sich – ihrer Meinung nach im Übermaß - beschäftigt. Im Krankenhaus, in dem Eric liegt, trifft sie auf eine Wahrsagerin. Anna versucht das Unmögliche: Mit ihrer Hi mehr...
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 Ein Gedankenexperiment zum Nachdenken
Belletristik: Janne Teller – Krieg: Stell dir vor, er wäre hier Es sieht aus, wie ein europäischer Reisepass: Rot, mit goldener Beschriftung. Selbst die Dicke von 60 Seiten kommt fast hin. Normalerweise vermittelt dieses Dokument ein Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit oder auch Beständigkeit. Das groß gedruckte Wort "KRIEG" wirkt daher besonders deplatziert. Doch umso wirkungsvoller kommt die Idee der in Kopenhagen geborenen Autorin Janne Teller bereits auf dem Umschlag ihres Minibuchs Krieg: Stell dir vor, er wäre hier rüber.
Es ist die Idee ein mehr...
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 Die Weltliteratur im Twitterformat
Belletristik: Alexander Aciman / Emmett Rensin – Twitteratur Es gibt viele Klassiker: lange und kurze, spannende und trockene, moderne und historische. Sie alle zu kennen ist unmöglich. Bisher jedenfalls. Wer nicht gerade großen Wert auf Genauigkeit legt, kann die Klassiker der Weltliteratur jetzt im Kurzformat auf 140 Zeichen genießen. Im Büchlein twitteratur werden 71 der bekanntesten Bücher aller Zeiten neu aufbereitet. Dabei brauchten die Autoren natürlich mehr als 140 Zeichen, doch die Geschichten sind in Form von Tweeds über meist zwei der kl mehr...
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 Das gescheiterte Experiment
Belletristik: Chrizz B. Reuer – Der Europa-Trip. InterRail ZweiPunktNull Der Rahmen hört sich durchaus spannend an: Der Reisebericht eines nicht mehr ganz so jungen Lyrikers, der sich mit einem InterRail Ticket auf den Weg durch Europa macht. 22 Städte in 31 Tagen. Es geht unter anderem nach Amsterdam, Brüssel, Paris, Barcelona, Wien, Budapest, Danzig und Kopenhagen. Der Mann aus der Domstadt hat auf seiner Reise sicherlich so einiges erlebt. Schließlich scheint der Hard-Rock-Liebhaber ein interessanter Mensch zu sein. Wie ist InterRail so, wenn man nicht mehr 20 ist mehr...
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 Trotz hohen Anspruches nicht überzeugend
Belletristik: Norbert Niemann – Willkommen neue Träume Norbert Niemanns Werk Willkommen neue Träume erzählt die Geschichte von Asger Weidenfeldt. Ihm, einem erfolgreichen Fernsehjournalisten, wurde gerade eine Beförderung angeboten. Aber ist Erfolg wirklich alles? Auf der Suche nach einem glücklichen Leben kehrt er heim zu seinem Elternhaus. Zurück zu seiner Mutter Clara Weidenfeldt, einer ehemals erfolgreichen Schauspielerin. Zurück zu den Freunden, mit denen er aufwuchs.
Fragt jemand Clara nach dem, was ein glückliches Leben ist, antwo mehr...
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 Eine Biografie, die keine ist
Belletristik: Clueso – Von und über Hin und wieder schreiben Musiker Bücher. Meistens aber lassen sie über sich selbst schreiben. Bei Clueso ist das anders. Einen Ghostwriter brauchte er nicht, denn er wollte keine Autobiografie schreiben – und auch kein richtiges Buch. Angenommen hat er das Projekt trotzdem und herausgekommen ist eine Art ästhetisches Gesamtkunstwerk, für das es keine wirklich treffende Bezeichnung gibt. Es ist keine Biografie, kein Songbook, erst Recht kein Tagebuch, aber auch kein Bildband – obwohl man zwischen mehr...
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 I'm #1 so why try harder
Belletristik: Rocko Schamoni – Tag der geschlossenen Tür Nutzlosigkeit ist irgendwie Kult. Da wäre zum Beispiel die Coolness, die durch Filme wie "Trainspotting" und "Clerks" vermittelt wird. In der Musik gibt's den Punk, der einfach dagegen sein wollte: Junge Menschen klinkten sich einfach mal aus der Gesellschaft aus. Aus heutiger Sicht erfordert das dann doch zuviel Wut, zuviel Überzeugung und zuviel Individualität in der Kleidungsgestaltung – kurz gesagt: zuviel Anstrengung. Da ist eine Existenz als "kiffende couch potato" netter. Und aus dem Rad mehr...
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 Hear this, David Jones, I wrote a book for you
Belletristik: Marc Spitz – David Bowie: Die Biografie Wozu eine weitere Biografie über David Bowie? Diese Frage brachte den Musikjournalisten Marc Spitz fast dazu, das Angebot des Verlags abzulehnen. Als Hardcore-Bowie-Fan wußte Spitz, wieviel bereits über den Pop- und Rockstar geschrieben worden ist. Außerdem hat sich seit 2003 nichts mehr an der Diskografie seines Idols geändert: David Bowie genießt einen ereignislosen Ruhestand. Wozu also eine weitere Biografie? Nur um den Gehaltsscheck einzustecken?
Nein. Schuld ist wohl eher ein Wink des S mehr...
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 Wer ermordete Jane Austen?
Belletristik: Jean G. Goodhind – Mord nach Drehbuch Als Hotelinhaberin hat man es nicht leicht. Da sind verrückte Gäste, eingebildete Chefköche und kaputte Spülmaschinen, die jeden Tag zu einem neuen Abenteuer machen. Richtig anstrengend wird es aber, wenn man auch noch die Verbindungsperson des Hotelverbandes zur Polizei spielen muss und neben der Gästebetreuung Mordfälle aufklärt. So geht es Hannah – genannt Honey – Driver in Jean G. Goodhinds neuem Werk Mord nach Drehbuch. Sie leitet ein kleines Hotel in Bath und betätigt sich nebenbei mehr...
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 Mord und Totschlag mit Jason Bourne
Belletristik: Robert Ludlum mit Eric Van Lustbader – Die Bourne Intrige Seit der dreiteiligen Verfilmung mit Matt Damon in der Hauptrolle kennt ihn jeder: Den "Mann mit den neun Leben", Jason Bourne. Sein Schöpfer Robert Ludlum war ein erfolgreicher amerikanischer Thriller-Autor, dessen zahlreiche Werke bislang über 280 Mio. Mal verkauft und in 32 Sprachen übersetzt wurden. Nach seinem Tod 2001 erschienen posthum fünf weiter Bourne-Thriller von Eric Van Lustbader. Der Neuste ist unter dem Titel Die Bourne Intrige jetzt auf Deutsch erschienen. Inwiefern hinter mehr...
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 Meisterwerk der Illusion
Belletristik: Haruki Murakami – 1Q84 Mit seinem neuen Roman 1Q84 ist Murakami große Kunst gelungen. Schon auf der ersten Seite ergreift den Leser das Gefühl etwas Unerklärlichem, Geheimnisvollen beizuwohnen. Aomame, eine junge Geschäftsfrau, befindet sich in einem Taxi auf der Stadtautobahn, unterwegs zu einem Termin. Sie hört eine Sinfonie im Radio, die ihr, obwohl sie sie zum ersten Mal hört, sehr vertraut vorkommt. Sie kann ihr sogar den Komponisten zuordnen und kennt dessen gesamten Lebenslauf.
Der Taxifahrer reißt s mehr...
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 "Macht nichts, macht nichts"
Belletristik: Herta Müller - Der Fuchs war damals schon der Jäger Herta Müller erhielt 2009 den Literaturnobelpreis für ihr Gesamtwerk über die rumänische Diktatur. Ihr Roman Der Fuchs war damals schon der Jäger schildert die Unterdrückung des Volkes durch das totalitäre System im kommunistischen Rumänien unmittelbar vor der Revolution. Irritieren tut an ihrem komplex angelegten Werk vor allem unstimmige und überzogene Bildlichkeit.
In ihren Texten möchte Herta Müller ausdrücken, wie mehr...
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 Flotter Vierer fern des Gesetzes
Belletristik: Stephen King – Zwischen Nacht und Dunkel Es sind banale Lebensabschnitte, die der „Meister des Schreckens“ präsentiert. Vier Kurzgeschichten hat Stephen King in seinem neuen Werk vereint, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch haben sie vor allem eines gemein: Sie zeigen, wie nahe das Böse unter der Oberfläche des Menschlichen ruht.
Das geerbte Ende einer Bauernfamilie
1922 ist die Welt für Farmer Wilfred James noch in Ordnung. Er hat eine Farm, eine Frau, einen Sohn. Und plötzlich bekommt seine Frau Ar mehr...
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 Die Göttin der Gerechtigkeit
Belletristik: Claudio Paglieri – Keine Pizza für Commissario Luciani Commissario Luciani erlebt gerade nicht seine beste Zeit: Seine Wohnung musste er räumen und zurück zur anstrengenden Mutter ziehen, beim Laufen macht er immer schlapp, der Chef nervt und zu allem Überfluss gibt es in Genua zum Ende des Jahres keine spannenden Mordfälle zu lösen.
Auch als die Leiche des alten Fischers Marietto Risso gefunden wird, scheint sich noch keine Wende abzuzeichnen. Der Tod wird als Selbstmord eingestuft und nichts deutet darauf hin, dass es anders gewesen sein könnte mehr...
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 Who the f*** is ROSS HALFIN ?
Fotografie: Metallica – Fotografien von Ross Halfin „Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran.“. Und er war nah dran. Ross Halfin, einziger persönlicher Fotograf von Metallica, begleitete über 25 Jahre lang die wahrscheinlich größte Metalband aller Zeiten.
Doch dieser Bildband zeigt nicht einfach nur Fotos von „Metallica“. Ross Halfin zeigt die Band von einer persönlichen bisher unbekannten Seite. In über 250 größtenteils unveröffentlichten Fotografien sieht der Leser wie die junge tapsig-wirkende Garageband zu re mehr...
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 Über Weltschmerz, Philosophie, die Welt – und am Ende immer die Liebe
Belletristik: Gunnhild Øyehaug – Ich wär gern wie ich bin Nicht schon wieder ein Roman über die Selbstfindung moderner, leicht promiskuitiver, leicht neurotischer, leicht unsicherer Frauen. Sex and the City lässt grüßen. Das mag man denken, liest man den Titel Ich wär gern wie ich bin in Verbindung mit dem Klappentext. Aber man irrt sich, zumindest zur Hälfte. Bereits nach dem Lesen der ersten zehn Seiten überrascht Øyehaug mit Tiefgang. Sie gibt einen derart gründlichen, plastischen und überzeugenden Einblick in die Charaktere und die Gedanken mehr...
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 Das Wichtigste ist die Liebe
Belletristik: Nicholas Sparks - Mit Dir an meiner Seite Nicolas Sparks ist bekannt, spätestens seit „Message In A Bottle“. Sein neuestes Werk Mit dir an meiner Seite handelt von Ronnie, die nach der Scheidung ihrer Eltern den Sommer bei ihrem Vater verbringen soll. Aus Wut auf ihn, da er die Familie verließ, beschließt sie, dass ihr der Sommer nicht gefallen wird. Bis sie am Strand Will trifft - den erfolgreichen Sportler und Sohn reicher Eltern. Für beide ist es die erste große Liebe, und sie ahnen, dass sie ihr Leben zusammen verbringen wo mehr...
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 Willkommen in der "Ewigen" Mitte
Buch-Rezension: Jonathan Franzen – Freiheit Freiheit, das ist für Jonathan Franzen der Zustand der Erkenntnis, wer man ist und was man kann. Keine theoretische Freiheit für unmögliche Träume, sondern Akzeptanz der Gegebenheiten. Und wenn man den Gedanken weiterspinnen möchte: Kein „American Dream“ der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern ein Reich der gefundenen eigenen Mitte. Freiheit, Franzens vierter Roman, lässt Figuren und Leser nach dieser Mitte suchen. Und tatsächlich gibt es sehr viel Mitte zu finden: Mittelstand, Midlife Cr mehr...
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 Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf
Belletristik: Hilary Mantel - Wölfe Wölfe spielt im Jahre 1520. England steckt in der Krise. Erzählt wird vom Aufstieg des Thomas Cromwell vom misshandelten Sohn zum Privatsekretär und Schatzmeister des Heinrich dem VIII. Der König hat keinen männlichen Erben. Die Ehe mit der Witwe seines Bruders möchte er lösen. Stattdessen möchte er mit Anne Boleyn die Ehe eingehen. Die Geschichte klingt bekannt und weckt Assoziationen. Sie scheint einem auch aufgrund der hierzulande jüngst ausgestrahlten Fernsehserie mehr...
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 Als Skaten noch cool war
Belletristik: Jörg Harlan Rohleder - Lokalhelden
„Was würde Han Solo sagen?“ Das fragt sich der junge Schmall häufiger. Erster Kuss, erstes Bier, erster Joint, erster Sex: zwischen Krautfest und Einfamilienhausidylle erleben wir eine westdeutsche Jugend in den 90ern. Zeitgeschichtliche Eckdaten wie Cobains Tod und der Kinostart von "Pulp Fiction" werden gleich mitgeliefert.
„Auch nur ein Kind der dämlichen neunziger Jahre“
Was erwartet man von einer Durchschnittsjugend in den 90ern? Man geht skaten und schaut MTV. Einer schmeißt P mehr...
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 Kopflos in Genua
Belletristik: Rosa Cerrato – Das böse Blut der Donna Luna Im italienischen Genua findet Kommissarin Nelly Rosso eine kopflose Leiche. Noch ahnt sie nicht, dass dies nicht der einzige tote Körper bleiben wird, der ihr während dieses Falls begegnen wird. Sie und ihr Team stürzen sich in die Ermittlungen. Schon bald müssen sie der Wahrheit ins Auge sehen: Sie haben es mit einem Serienkiller zu tun, der in der betäubenden Sommerhitze Italiens reihenweise Frauen köpft.
Im zweiten Band der Krimireihe gerät Nelly Rosso wieder in einen haarsträubenden Fall mehr...
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 Unbezahlte Praktika, Existenzängste und die beherzte Suche nach einem poetischen Lebensentwurf
Belletristik: Anne Köhler - Nichts werden macht auch viel Arbeit. Mein Leben in Nebenjobs.
Eine Rezension zu diesem Werk könnte im negativen Sinne auch gut in unser Ressort Campus & Karriere passen, da es die berufliche Perspektivlosigkeit von philologischen Hochschulabsolventen anschaulich und sehr unterhaltsam beschreibt. Anne Köhler, eine Diplom-Kulturwissenschaftlerin, veröffentlicht in ihrem Debüt gesammelte und überarbeitete Einträge ihrer Jetzt.de-Kolumne „Anne und ihre Jobs“. Sie zeichnet in tagebuchartiger Form chronolo mehr...
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 Wissen ist keine Macht in der Musik, Unwissenheit ist aber auch keine
Buch-Rezension: Mirjam Kolb & Manuel Schreiner – My Way into Rock’n‘Roll Wenn man einen Superhelden vom Comic auf die Leinwand bringen möchte, muss man scheinbar immer einen bestimmten Teil der Vorlage berücksichtigen: Die origin story. Warum bekämpft Batman das Verbrechen, woher hat Spider-Man seine Superkräfte? Ans Eingemachte darf man erst, wenn man erklärt hat, was der ganze Kram überhaupt soll. Da liegt es eigentlich nahe, dass man sich auch mal mit den origin stories einer anderen Gattung von Superhelden auseinandersetzt – den Rockstars.
Mirjam mehr...
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 "Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben."
Belletristik: Peter Høeg –Die Kinder der Elefantenhüter „Es ist die Sehnsucht, die ihren Augen die Wehmut verleiht, eine Sehnsucht, groß wie ein Elefant.“ So beschreibt der 14-jährige Peter Fino das, was uns Menschen - und allen voran seine Eltern - plagt. Denn wir alle hüten Elefanten. Keine asiatischen oder afrikanischen Elefanten, sondern unsere eigenen. Die inneren Elefanten, die von Zeit zu Zeit heraus wollen. Und bei Peters Eltern scheint es mal wieder an der Zeit gewesen zu sein….
Der junge Ich-Erzähler berichtet in “Die Kinder der Elefan mehr...
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 Die Spatzen zwitschern es von den Dächern
Belletristik: „Twitter – Das Leben in 140 Zeichen“ „Mist, mein Tweet hat 691 Zeichen zu viel“ meckert Twitter-User @itstoolong. Twitter ist ein Online-Dienst, mit dem man Kurznachrichten versenden kann. Die Nachrichten, genannt „Tweets“, dürfen dabei nicht mehr als 140 Zeichen lang sein. Wer etwas mitzuteilen hat, muss sich kurz fassen. Und genau das macht den Charme von Twitter aus: Es gibt für jede Situation die passende Kurznachricht.
Die besten Tweets haben die Herausgeber der "Twitterlesung" – einer Veranstaltung, bei der seit zwei Jahr mehr...
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 Once Upon A Time You Dressed So Fine
Biographie: Colin Irwin – Bob Dylan - Highway 61 Revisited: Ein Album schreibt Geschichte
Kann eine einzelne Langspielplatte genug Stoff für seine eigene „Biographie“ bieten? Da muss schon eine spannende Geschichte hinter dem Songwriting, den Aufnahmen und der Veröffentlichung stehen, damit man nicht nur eine Fußnote oder ein Kapitel hinbekommt, sondern gleich ein ganzes Buch. Nun handelt es sich bei Bob Dylans „Highway 61 Revisited“ aus dem Jahr 1965 nicht nur um eine stets hochgelobte Platte, und beim darauf vertretenen Song „Like A Rolling Stone“ nicht nur um einen unantastbaren mehr...
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 Lebe lieber ungelogen
Belletristik: Markus Berges – Ein langer Brief an September Nowak 1995. Die 19-jährige Betti geht zum ersten Mal allein auf Reise. Ziel ist ihre Brieffreundin September Nowak, die in Monaco wie eine Prinzessin lebt – kein Wunder, dass Betti aus ihrem Aschenputtel-Dasein in der westfälischen Provinz flieht. Die Zugreise endet jedoch mit einem Schock. September Nowak ist keine Ballerina mit Hochhaus und Yacht. Selbst ihr Name ist ausgedacht. Ungepflegt, ohne Perspektive und jenseits jeglicher moralischer Bedenken: So sieht die Brieffreundin in Wirklichkeit aus. mehr...
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 Harry Potter meets Narnia...
Belletristik: … und heraus kommt eine triefend melancholische Geschichte über enttäuschte Träume. Eine Kritik zu Lev Grossmans „Fillory – Die Zauberer“.. Trotz blendender Zukunftsaussichten ist der hochbegabte Quentin Coldwater unglücklich. Er empfindet das Leben als langweilig und sinnlos. Dann scheint sich seine Sehnsucht nach Abenteuern plötzlich zu erfüllen: An einem verregneten Nachmittag findet er sich in Brakebills wieder, einem College für angehende Zauberer. Quentin schreibt sich sofort ein: Von nun an lebt er in einer magischen Parallelwelt.
Bald muss er jedoch feststellen, dass auch ein Magier unglücklich sein kann. Seine Ausbildun mehr...
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 Treibgut und Geröll – Wie (er-)finden wir einen Fluss?
Belletristik: Dorothee Elmiger - Einladung an die Waghalsigen Margarete Stein und ihre Schwester Fritzi Ramona betreiben in ihrer öden, von Bergbau und Kohlearbeit geprägten Heimat Landschaftserkundungen. Sie sind auf der Suche nach dem Fluss Buenaventura, der in Überlieferungen vergangener Zeiten beschrieben wird. Margarete begibt sich auf gedankliche Expeditionen. Sie recherchiert in erzählender und wissenschaftlicher Literatur und sichtet veraltete Landkarten. Fritzi übt sich in Feldforschungen. Sie begibt sich auf tagelange Wanderungen oder Autofahrten mehr...
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 Australisch schön
Buch-Rezension: Barbara Wood – Dieses goldene Land Seit “Das Perlenmädchen” ist eine gefühlte Ewigkeit ist vergangen, doch nun endlich ist das neuste Werk der Bestsellerautorin Barbara Wood erschienen.
In ihrer aktuellsten Geschichte begibt sich die Meisterin des Abenteuerromans wieder nach Australien. Sie nimmt uns mit in diese fremde Welt. Gemeinsam mit der jungen Hannah begeben wir uns nach dem Tod ihres Vaters auf ein Überseeschiff ins unbekannte Land. Hier will die 20-jährige Hebamme neu anfangen. Schon auf der abenteuerlichen Überfahrt mehr...
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 Bitterböse Poesie
Belletristik: Andrea Bajani – Mit herzlichen Grüßen "Mit herzlichen Grüßen" – eine Floskel wie "Bitte" und "Danke". Eine Floskel im Geschäftsleben, mit der nahezu jeder Brief, jede E-Mail endet. Eine Floskel ohne Bedeutung. Von Herzen kommen diese Grüße nur selten. Andrea Bajani führt in seinem gleichnamigen Roman diese Worte ad absurdum, gibt ihnen einen bitteren und zynischen Beigeschmack. Die Worte bedeuten hier nur eins für ihre Empfänger: Arbeitslosigkeit. Und damit Hoffnungslosigkeit, Existenzangst, Selbstzweifel.
mehr...
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 Spannung ohne Zähneklappern
Belletristik: Mary Higgens Clark – Flieh in die dunkle Nacht “Zwei Wochen noch”, sagte sie. Es war keine Frage. Sie sah zur antiken Uhr im Bücherregal hinter Clays Schreibtisch. Zehn nach neun. Das also ist der erste Tag der letzten zwei Wochen.” Die 82jährige Olivia Morrow hat soeben ihr Todesurteil erhalten. Zwei Wochen zu leben gibt ihr der Arzt. Doch Olivia hat keine Angst vor dem Tod. Sie hatte ein langes und erfülltes Leben. Sie könnte in Ruhe sterben, wenn da nicht dieses Geheimnis wäre, das sie all die Jahre lang gehütet hat.
Soll sie mehr...
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 Nerdige Indiana-Jones-Verschnitte, jüdische Boxer und britische Faschisten
Buch-Rezension: Ned Beauman – Flieg Hitler, Flieg In seinem Romandebüt bringt der Autor Ned Beauman ein wildes Sammelsurium an recht ungewöhnlichen Romanfiguren zusammen. Der Ich-Erzähler Kevin Broom ist ein spezialisierter Waffen- und Antiquitätensammler, der im Auftrag reicher Klienten exotische Nazi-Relikte ausfindig macht. Dabei ist er alles andere als ein klassischer Abenteurer, der mit Hut und Peitsche durch Gräber und Kerker schleicht: Ein ekliger genetischer Defekt macht aus Kevin einen Einzelgänger und Stubenhocker, bis ihn der Mord an mehr...
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 “Eine zähe Schale aus Bösartigkeit und Infamie”
Buch-Rezension: Jonathan Barnes – Das Königshaus der Monster Wie baut man schnell und einfach Spannung auf? Nichts leichter als das: Man behauptet einfach, dass gerade etwas Spannendes passiert. Mit etwas Glück schluckt das Publikum den Hinweis, und der Rest erledigt sich von selbst. „Schnell und einfach“ bringt aber auch Nachteile mit sich, wovon man sich anhand von Jonathan Barnes‘ Horror-Roman „Das Königshaus der Monster“ selbst überzeugen kann.
Barnes erzählt die Geschichte durch die Erinnerung seines Protagonisten: Henry Lamb schreibt selbst ein B mehr...
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 Die Südamerika-Reise einer sprachbegabten, sexuell orientierungslosen Jüdin.
Buch-Rezension: Iris Bahr - Schlampen im Schlafsack. Jung, neurotisch und auf der Flucht vor dem eigenen Ich. Das ist Iris Bahr. Die Jüdin ist in New York geboren, nach der Scheidung ihrer Eltern in Israel aufgewachsen und nun zum Studium unterwegs nach Providence an die Elite-Uni Brown. Dieser Mix verspricht interessant zu werden – und hält dieses Versprechen.
Iris selbst findet sich total gestört, durchgeknallt und ist belastet von Schuldgefühlen. Den Grund dafür sieht sie in ihrer Scheidung und dem vorhergehenden jahrelangen Ehekrieg. Nachd mehr...
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 Sex, Drugs and the Fine Arts.
Buch-Rezension: Steen T. Kittl und Christian Saehrendt – Geier am Grabe van Goghs Warum musste van Gogh sterben, wie verkauft man dem British Museum eine Fälschung oder was passiert, wenn in Polen Jesus als Penis ausgestellt wird? Zahlreiche Kunstskandale bieten die Grundlage für dieses Buch. Spannende Anekdoten über Fälscher, Diebe, Mörder, Gotteslästerung und Sex in der Welt der Schönen Künste. Die beiden Kunsthistoriker und Insider der Szene Steen T. Kittl und Christian Saehrendt lenken den Blick des Lesers hinter die Kulissen des Kunstbetriebes.
Die grobe thematische K mehr...
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 Paul Mesa – Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit
Buch-Rezension: Eine Geschichte über die Liebe, das Leben und den Verlust von Beidem Bica liebt Galão. Sowohl den Kaffee als auch den Mann. Letzterer ist unheimlich schön und ein stadtbekannter Charismatiker. Bica jedoch ist so gar nicht stadtbekannt, noch weniger schön. Findet sie. Nach ihrem gemeinsamen 15-minütigem Stelldichein ruft er nicht an. Folglich bleibt Bica keine Wahl und sie campiert in ihrer Ente jede Nacht vor seinem Haus und „fernsehnt“ sich nach ihm in ihren schicksten Klamotten.
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 Douglas Kennedy - Aus der Welt
Buch-Rezension: Von einer kreativen Alternative zum Selbstmord. Unvorhersagbare Teilchenbewegungen sind nach Ansicht der Harvard-Literaturwissenschaftlerin Jane Howard die Ursache für die sich stets überschlagenden Ereignisse in ihrem Leben. Beim Lesen von Aus der Welt erkennt man rasch, wie sie zu dieser Überzeugung gelangen konnte…
Douglas Kennedy – Aus der Welt mehr...
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 Gisa Klönne - Farben der Schuld
Buch-Rezension Kölner Priestermorde geben Rätsel auf Gleich zwei brutal ermordete Priester werden kurz hintereinander auf den Stufen vor einer katholischen Kirche gefunden. Neben ihnen prangt das anklagende Wort „Mörder“.
Nur handelt es sich bei dem einen gar nicht um einen „echten“ Priester, sondern um einen verkleideten Chirurgen; schließlich spielt der vierte Kriminalroman von Gisa Klönne mit dem Titel „Farben der Schuld“ am Ende der Karnevalszeit in der Jecken-Hochburg Köln. Doch was verbindet die beiden Opfer miteinander? Diese bohrende F mehr...
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 Reiner Körver - Dem Zeitgeist entgegen
Buch-Rezension: Über Politik lässt sich streiten
Vier Freunde gehen zusammen durch dick und dünn – gemeint sind nicht TKKG, sondern die Akademiker-Kinder aus Reiner Körvers Roman. Zentrales Thema ist die Entwicklung dieser heranwachsenden Persönlichkeiten und deren Freundschaft miteinander. Nebenbei arbeitet der Autor so ziemlich alle Themen mit Diskussionspotential ab, die die Bundesrepublik von den 80er Jahren bis in die Gegenwart bewegten.
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 Armin Himmelrath - Handbuch für Uni-Hasser
Buch-Rezension: Willkür, Bürokratie. Eitelkeit – Willkommen an der Universität! Ob „Das Posthasser-Buch“ oder „Senk ju vor träweling“- wer sich heutzutage immens über etwas ärgert, verfasst kurzerhand ein Buch, welches eine gnadenlose Abrechnung mit dem entsprechenden Ärgernis zum Kern hat. Armin Himmelrath hat nun das „Handbuch für Uni-Hasser“ geschrieben und rechnet damit in Fortsetzung von einschlägig bekannten Werken wie dem „Lehrer-Hasser-Buch“ mit dem desolaten Bildungssystem und speziell mit der Instanz der Hochschulen in Deutschland ab.
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 Charlotte Link - Das andere Kind
Buch-Rezension: Ausflug in die Welt menschlicher Abgründe Was verbindet die schrecklich zugerichtete Leiche der jungen Studentin Amy Mills mit der der beinahe 80-jährigen, kauzigen Fiona Barnes? Außer der Tatsache, dass beiden Opfern mit brachialer Gewalt der Schädel eingeschlagen wurde, kann die karrierebesessene Polizistin Valerie Almond lange Zeit keinen Zusammenhang finden.
Charlotte Link – Das andere Kind mehr...
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 Judith-Maria Gillies – Unsere Nullerjahre
Buch-Rezension: Das Lexikon zu einer bunten Dekade von A wie Alcopop bis Z wie Zungenreiniger. Bald ist es soweit: Nicht nur, dass sich das Jahr dem Ende zuneigt, mit dem Jahreswechsel geht das erste Jahrzehnt des inzwischen nicht mehr ganz so neuen Jahrtausends zu Ende. Irgendwie scheint das Jahr 1999 noch gar nicht so weit zurück zu liegen.. Zu frisch sind doch noch die Erinnerungen an den damaligen „Millenium-Hype“ und die entsprechenden Ängste und Hoffnungen.
Was wurde da nicht alles prognostiziert?
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 Ilja Trojanow, Julia Zeh - Angriff auf die Freiheit
Buch-Rezension: In ihrem neuen Buch rufen Ilja Trojanow & Juli Zeh die Bürger dazu auf, ihre Privatsphäre zu schützen. Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte - so lautet der Untertitel des vor kurzem erschienen Buches. Was sich hier noch wie ein trockenes Lehrbuch für Juristen anhört, ist in Wirklichkeit ein ungemein spannendes und leicht zugängliches Werk zu einem mehr als aktuellen Thema.
I. Trojanow, J. Zeh – Angriff auf die Freiheit. mehr...
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 Marc-Uwe Kling - Die Känguru Chroniken
Hörbuch-Rezension: Skurrile Geschichten einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft.
Ein Känguru als Mitbewohner - völlig normal. Oder nicht? Marc-Uwe Kling kennt das. Seit geraumer Zeit lebt er mit dem frechen Beuteltier zusammen, diskutiert mit ihm über bürgerliche Kategorien, die Definition von Besitz und wer die Wohnung putzt. Ab und zu kommt das Gespenst des Kommunismus vorbei – da wird der eine oder andere Wodka getrunken, bis das Gespenst überm Klo hängt. Sie spielen Anarchisten-Monopoly, bei dem Hausbesetzer keine Miete zahlen und Bahn fahren umsonst ist, provozieren Hun mehr...
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 Wladimir Kaminer – Meine russischen Nachbarn
Buch-Rezension „Viel Spass beim Lesen mein Mäuschen, dein Marx.“ Nachbarn sind ja häufig ein etwas heikles Thema und gerade in den Sommerferien, die sich zum Umziehen gut eignen, ist man oft mit neuen konfrontiert. Man mag sie nun lieben oder hassen; ihnen völlig aus dem Weg gehen kann man nicht. Das hat auch Wladimir Kaminer erkannt und seine Erfahrungen mit Nachbarn wieder einmal zu Feldstudien über den Menschen, besonders den russischen, verarbeitet.
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 Fred Vargas – Der verbotene Ort
Buch-Rezension Antiquiert, abgedreht und ausgeklügelt. Siebzehn abgetrennte Füße samt Schuhen stehen vor dem Eingangstor des legendenumnebelten Londoner Friedhofs Highgate. Ein schauriges Bild, das Kommissar Adamsberg und sein Kollege Danglard allzu gerne auf der Insel zurücklassen und aus ihren Köpfen verbannen würden.
Nun – was die beiden dann in ihrem Pariser Einsatzgebiet erwartet, ist nicht minder abstoßend: Ein gewisser Pierre Vaudel wurde in seiner Wohnung massakriert. In mühevoller Kleinarbeit muss Adamsbergs Team nun den pensionierten Jur mehr...
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 Michael Weins – Delfinarium
Buch-Rezension In seinem Buch „Delfinarium“ versetzt der Autor Michael Weins seine Leser in das Alte Land. Ein Sommerbuch und dann doch wieder keins. Wie wichtig für ein Buch ist doch manchmal schon die Wahl des richtigen Protagonisten. Ob sympathisch oder nicht ist dabei vielleicht gar nicht mal entscheidend – mehr das wie und warum seiner Biographie. Was tut unser Held in diesem Buch, mit dem wir einen guten Teil unserer Zeit verbringen sollen? Sind seine Reaktionen schlüssig? Und ist dieser character interessant?
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 Sven-André Dreyer – Freizeichen
Buch-Rezension: In Dreyers Lyrik und Kurzprosa kann sich ein Jeder wiederfinden - ob in Träumen, Erinnerungen oder Alltagssituationen Bei Sven-André Dreyer sind Träume oft wie Luftballons – sie reißen ab, steigen auf oder platzen. Der Traum ist eines der Motive, das sich bei dem jungen Autor oft wiederfindet.
Dabei sind es meist ganz alltägliche Situationen, von denen er erzählt. Das gelingt ihm mal mit einer kurzen Geschichte, mal sogar mit einem Gedicht von nur sechs Worten.
Sven-And mehr...
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 Dorinde van Oort: Frau im Schatten
Buch-Rezension: Abgründe eines Lebens Wer sind wir? Wo liegen unsere Wurzeln? Viele Menschen blicken bei der Suche nach einer Antwort zurück in die Vergangenheit der eigenen Familie. Dabei stellen sie oft fest, dass das Leben der Urgroßeltern, Großeltern und Eltern nicht nur aus Sonnenschein bestand, sondern oftmals auch einige dunkle Geheimnisse in sich barg. So auch die semi-biografische Familiengeschichte "Frau im Schatten" der Journalistin Dorinde van Oort. Die niederländische Autorin erzählt die beinahe hundertjährige Geschicht mehr...
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 Marisha Pessl - Die alltägliche Physik des Unglücks
Buch-Rezension:Ein sprachlich-buntes Blumenmeer über den Verlust der Jugend. Unser erster Blick fällt bei einem Buch ja zumeist auf dessen Cover. Dieses entscheidet darüber, ob wir den Klappentext lesen, oder das Buch direkt wieder beiseite legen. Beim Anblick der verspielten Blumen, die über den Buchdeckel von Marisha Pessls Roman „Die alltägliche Physik des Unglücks“ ranken, würde sicherlich so mancher vermuten, dass es sich um kitschigen Frauenkram handelt und das Buch schnellstmöglich wieder zurück ins Regal stellen - wäre da nicht dieser ungewöhnliche Titel. Ein T mehr...
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 Heinz Strunk - Die Zunge Europas
Buch-Rezension: Der Meister des subtilen Humors zeigt auch in seinem zweiten Roman wieder Herz für Verlierertypen. "Nichts schmeckt so gut, wie Dünnheit sich anfühlt!" – mit diesem Leitspruch der "Hungertruppe", den Weight Watchers, beginnt die Geschichte von Markus Erdmann – einem mittelmäßig begabten Comedy-Autor - Mitte 30, durchschnittlich gut aussehend, durchschnittlich erfolgreich und in der ständigen Angst davor, fett zu werden. Er führt ein "an Ritualen armes Leben" und eine leidenschaftslose Beziehung mit Sonja. Zu allem Überfluss hält er sich selbst für sexuell unattraktiv und wird vom anderen Gesc mehr...
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 Will Elliott - Hölle
Buch-Rezension: Ansichten eines Killer-Clowns. Der Beweis, dass alle noch so angestaubten Sujets Revivalpotential bergen, muss an dieser Stelle wohl nicht mehr angeführt werden. Schließlich kann man ohne Übertreibung sagen, dass sich der geneigte Kulturkonsument mittlerweile mit mehr sogenannten Remakes als Newmakes konfrontiert sieht und hierbei mitunter Plagiate und Qualitätsverluste epischen Ausmaßes hinnehmen muss. Und ja, auch wenn man das Cover von Will Elliotts Roman „Hölle“ mal so überfliegt, arbeitet der Abklatsch-Detektor auf Hocht mehr...
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 Ingo Schulze - Adam und Evelyn
Buch-Rezension: Im Westen nur Neues. Adam und seine Frauen. Von Anfang an ist klar, worin die große Leidenschaft von Schneidermeister Lutz Frenzel, genannt Adam, liegt. In seinem hauseigenen Labor entwickelt er die Fotografien junger und weniger junger Damen, die sich stolz in den von ihm entworfenen Modekreationen vor der Kamera präsentieren. Wie von Zauberhand erscheinen ihre Silhouetten auf dem Fotopapier. Ja, Adam hat ein Händchen für Frauen. Genaugenommen zwei Händchen und mit denen vermag er wahre Kunstwerke zu fabrizieren, d mehr...
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 Muriel Barbéry - Die Eleganz des Igels
Buch-Rezension: Der Sieg der Wissenden über die Wichtigtuer. . Was erwartet man vom Leben, wenn man ungeliebt und unbemerkt in einer Bauernfamilie aufwächst, immer konfrontiert mit der eigenen Armut? Was dagegen erwartet man vom Leben, wenn man umringt von Luxus und Oberflächlichkeiten in einer neureichen Pariser Familie lebt? Die beiden Hauptpersonen des Romans "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbéry könnten unterschiedlicher nicht sein und haben dennoch etwas Entscheidendes gemeinsam: Sie sind beide Außenseiter auf der Suche nach der wahren Schönheit d mehr...
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 Katharina Hagena - Der Geschmack von Apfelkernen
Buch-Rezension: Die Liebe in den Zeiten der Apfelernte. Dieser Roman schmeckt nicht nur nach Äpfeln, er duftet nach Brombeeren und Johannisbeergelee, nach frisch gepflückter Petersilie, Melisse und Minze, nach selbst gebackenem Schwarzbrot mit Marmelade, nach Holundersirup, nach warmem Sommerregen und taunassem Gras am Morgen. Nach dem Staub aus 50 Jahren, den Schatten der Erinnerung und der bitteren Süße des Vergessens.
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 Patricia Highsmith - Geschichten von natürlichen und unnatürlichen Katastrophen
Buch-Rezension: Fische, Militärmächte und der blutige Zeh des Papstes. Abgründe des alltäglichen menschlichen Handelns, ganz ohne böse Absichten oder übernatürliche Kräfte entstehendes Grauen. Auf einem Friedhof nahe einer Krebsforschungsklinik wachsen in der Geschichte Der geheimnisvolle Friedhof eines Nachts plötzlich eigenartige Pilze aus dem Boden. Die Belegschaft der Ärzte, wie auch die Medizinstudenten sind zwar in heller Aufregung und versuchen die Geschehnisse vor der Öffentlichkeit zu vertuschen, doch will keiner so recht erklären und auch glauben, mehr...
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 Uwe Baumann, Dittmar Dahlmann - Kopfball, Einwurf, Nachspielzeit
Buch-Rezension: Die Faszination des Königs Fußball auf 500 Seiten. Zeitlos, unverschnörkelt, gut. Was ist eigentlich so toll daran, wenn 22 Männer auf einem grünen Rasen mit komischen weißen Markierungen in bunten Trikots auflaufen und 20 dieser Männer ganze 90 Minuten lang einem runden Leder hinterher hecheln und versuchen, dieses schwarz-weiße Ding in eines der beiden Tore zu schießen, was allerdings die übrigen zwei Männer mit riesigen Handschuhen und aller Macht zu verhindern versuchen? Uwe Baumann und Dittmar Dahlmann, die Herausgeber von Kopfball, Einwurf, Nachspielzeit – Gespräche mehr...
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 Titus Arnu - Würste der Hölle
Buch-Rezension:Eine bunte Sammlung sprachlicher Kuriositäten angefangen von Furienwohnungen über Schauderterassen bis hin zur Schwimmrettung. „Übelsetzungen“, mangelhafte Übersetzungen, kennt man vor allem aus den Gebrauchsanweisungen von chinesischer Billigware. Aber auch an fast jedem halbwegs touristischen Fleck dieser Erde versucht man den sprachlichen Bedürfnissen deutscher Touristen entgegenzukommen. Deshalb locken Restaurants und Geschäfte die kaufkräftige Klientel mit deutschsprachigen Karten und Schildern. Leider sind die nicht immer eine Hilfe - das zumindest beweist „Würste der Hölle. Neue Sprachpannen aus aller Welt“ von T mehr...
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 Miranda July - Zehn Wahrheiten
Buch-Rezension:"Zehn Wahrheiten“ sind 16 zart-lustige, bewegende Kurzgeschichten, die unter die Haut gehen. So als ob die Autorin Miranda July eine bestimmte Menge an Charakteren in eine Kiste geworfen und diese richtig durchgeschüttelt hätte, um nach und nach die Figuren für ihre Geschichten herauszufischen, die sich womöglich sonst nie begegnet wären, oder vielleicht gerade doch. Man weiß es nicht so genau.
Miranda July - 10 Wahrheiten mehr...
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 Robert Schneider - Die Offenbarung
Buch-Rezension:Psychedelische Partituren. Zwei Dinge könnten einem in den Kopf kommen, wenn man im Buchladen unverhofft auf Robert Schneiders neustes Werk „Die Offenbarung“ trifft. Zum einen die Tatsache, dass die Literatur-Kritik nach seinem Welterfolg „Schlafes Bruder“ kaum ein gutes Haar an dem guten Mann gelassen hat und ihn als „schwülstig, historisch fragwürdig und selbstverliebt“ auf das Abstellgleis der literarischen One-Hit-Wonder manövrierte. Zum anderen die Gewissheit, das es auf dieser Welt eigentlich schon genug Romane gibt mehr...
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 Gordon Dahlquist - Die Glasbücher der Traumfresser
Endlich wieder eine Blüte im Sumpf der Fantasy-Literatur! Als Miss Celeste Temple eines Morgens einen Brief von ihrem Verlobten erhält, in dem dieser ohne weitere Erklärungen die Verbindung mit ihr löst, ist die junge Frau erschüttert. Nicht aber Liebeskummer bewegt sie ihren untreuen Verlobten zu verfolgen, sondern vielmehr ihre Empörung darüber, dass man sich ihrer so schamlos entledigt. Ihre Jagd führt sie nach Harschmort Manor, einem großzügigen Herrenhaus, weit abgelegen vom Trubel der Großstadt. Sie ist jedoch nicht die einzige, die diesen Ort zu mehr...
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 Eric T. Hansen - Planet Germany
Buch-Rezension: Viele Grüße vom Planeten Deutschland. Eric T. Hansen ist mit Sicherheit einer der komischsten Vögel des gegenwärtigen deutschen Literaturbetriebs. Sein Buch „Planet Germany“ ist es ebenso; eine heitere Lektüre für Menschen, die Deutsche sind oder meinen zu sein.
Als Untertitel trägt Hansens Buch den Satz „Eine Expedition in die Heimat des Hawaii-Toasts“. Dies ist umso bezeichnender, als dass Eric T. Hansen selbst gebürtig von der Pazifik-Insel kommt. Seine Biografie könnte verrückter nicht sein: Vom (deutschen) Mittelalter faszin mehr...
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