Der Zungenkuss, der Hand- und Wangenkuss, der zrtliche Kuss auf die Lippen oder der schnelle Schmatzer zum Abschied. Wenn wir an den Kuss denken, fallen uns unglaublich viele Varianten ein. Wir kssen zur Begrung, aus Liebe und Zuneigung, bei religisen und sozialen Zeremonien, aus Freundschaft. Die Zahl der Motive und Anlsse liee sich endlos fortfhren. Aber warum erfhrt der Kuss am heutigen Tage so viel Aufmerksamkeit? Ganz einfach: Heute, am 6. Juli 2017, ist der Internationale Tag des Kusses!

Der Kuss als Wissenschaft

Warum wir Menschen uns kssen, ist bis heute nicht eindeutig geklrt. Kussforschern zufolge - sogenannten Philematologen (ja, die gibt es wirklich) hat sich das Kssen mglicherweise aus unserem Nahrungsverhalten entwickelt. Die Mutter gibt ihrem Kind vorgekautes Essen ber den Mund weiter. Heute steht, ganz sachlich gesehen, der Fortpflanzungsaspekt im Vordergrund. Denn mit dem Akt des Kssens testen wir unseren Gegenber, ob er als mglicher/mgliche LebenspartnerIn infrage kommt. Fest steht: Kssen tut gut. Ob zum Stressabbau, fr unser Immunsystem oder der Steigerung unseres Wohlbefindens. Der Krper bildet whrend des Kssens verstrkt Stoffe wie Dopamin und Serotonin, denen wir diese positiven Wirkungen zu verdanken haben. Und nicht nur das. Ein Kuss verbraucht um die 12 Kalorien und regt knapp 30 Gesichtsmuskeln an! Auch interessant zu wissen: Die Mehrheit der Ksser neigt ihren Kopf beim Kssen nach rechts und schliet dabei die Augen.

Kssen verboten



Trotz dieser positiven Fakten, verbieten einige Gesellschaften das Kssen. In Japan beispielsweise empfinden es die Menschen als obszn, sich in der ffentlichkeit zu kssen. Das gehrt hinter die eigenen vier Wnde. In Indonesien steht das ffentliche Lippenbekenntnis sogar unter Strafe. Ein Kussverbot gibt es zudem in einigen arabischen Lndern. Andere Kulturkreise, andere Kusskulturen. Aber sogar bei uns im Westen ist Kssen verboten. Und das ausgerechnet in Frankreich. Ein Gesetz soll das Kssen auf Bahnbergngen verhindern, wohl aus Sicherheitsgrnden vor anrollenden Zgen. Ob das Gesetz so wirksam ist, ist zu bezweifeln.

Die Vielseitigkeit des Kusses

Vom Kssen knnen die Meisten gar nicht genug bekommen. Ein leidenschaftlicher Kuss regt gleichzeitig unsere Sexualorgane an, weswegen wir nicht selten anschlieend noch einen Schritt weiter gehen. Doch Kssen ist nicht nur sexueller Natur. Der Kuss wurde auch schon politisch eingesetzt. Denken wir nur an das prominente Beispiel des sozialistischen Bruderkusses zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker. Ein Kuss, der in die Geschichte einging und dessen Bild auf der Berliner East Side Gallery verewigt ist.

Heute schon geksst?

Egal aus welchem Grund und auf welche Weise wir uns kssen. Dieser Julitag ist dem Kuss gewidmet, also: Augen zu und Loskssen. Happy International Kissing Day!



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