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Thomas Franke präsentiert diesen September ein straffes Programm:


Freitag, den 10. September,
Samstag, den 11. September,
Sonntag, den 12. September:


An diesen drei Tagen wird, jeweils um 20.00 Uhr, das Theaterstück "Antilopen" von Henning Mankell im Theater "Die Pathologie" gegeben.

Ein Ehepaar leistete in Afrika über elf oder vierzehn Jahre - genau können sich die beiden nicht mehr erinnern, da alles so scheiß egal geworden ist - Entwicklungshilfe. Am letzten Abend an ihrem Einsatzort warten sie auf die Ablösung. Im Haus haben sie sich wie in einem Bunker von der Außenwelt abgeschottet. Arbeit und Ideale betrachten sie als gescheitert. Als jedoch der Nachfolger schließlich eintrifft, eskaliert die Situation...
"Antilopen" ist die letzte Inszenierung Reinar Ortmanns im Kunst-Experimentierraum "Die Pathologie". Es spielen Maren Pfeiffer und Martin-Maria Vogel. Thomas Franke sebst tritt im zweiten Teil als der Nachfolger auf und entpuppt sich als karrieristischer Aparatschik mit Kolonialherren-Allüren.

Theater "Die Pathologie", Weberstraße 43, 53113 Bonn, direkt gegenüber der "Mausefalle". Kartentelefon: 0228-222358, www.theaterdiepathologie.de.



Am Freitag, den 17. September, 20:00 Uhr, findet die neunte Veranstaltung des, wenn man Deutschland so betrachtet immer elitärer werdenden Kulturkreises "Das Hör-Film-Kombinat" statt, mit dem Peter Böhmer und Thomas Franke erlebnisreiche, lustige, aber auch ernste Abende voller Eventings veranstalten wollen. Eigentlich sollte aus aktuellem Anlaß die Biografie des Herrn Thilo Sarrazin mit zugewiesenen Rollen nachgespielt und anschließend gemeinsam der Nazi-Film "Jud Süß" von Veit Harlan angeschaut werden (Informationen aus Wikipedia.). Doch das schien zu uninteressant, und man entschied sich für Lewis Carrolls surreales Märchen "Alice im Wunderland" und dessen Auswirkungen auf die Künste der Welt.

Nicht auf alle, sondern auf die Musik der Beatles und jene von Tom Waits. Man lauscht zum Beispiel den Klängen von "Lucy in the sky with diamonds", Thomas Franke trägt ein wenig aus der Alice-Geschichte vor, und dann schaut man sich gemeinsam Tim Burtons Neuverfilmung dieses literarischen Klassikers an. Gemeinsames Hören und Sehen. Alles das mit dem Carrolls Geschichte innewohnenden und dem uns eigenen Humor.

Wer kennt ihn nicht, Lewis Carroll (1832 - 1898; eigentlich Charles Lutwidge Dodgson), der Autor der berühmten Kinderbücher "Alice im Wunderland", "Alice hinter den Spiegeln" und "Die Jagd nach dem Snark". Eigentlich war er Mathematiker und Diakon, nebenbei auch Fotograf. Seine Werke, welche die Kritiker als sogenannte Nonsenses-Literatur bezeichnen, sind bis heute populär geblieben und haben nicht nur die Kinderliteratur, sondern ebenso Schriftsteller wie James Joyce, viele Künstler des Surrealismus oder auch Wissenschaftler wie zum Beispiel den Kognitionswissenschaftler Douglas R. Hofstadter beeinflußt. Bekannt wurde Carroll auch als Fotograf sehr junger Mädchen. Das Märchen Alice im Wunderland erschien erstmals 1865.

Ort der Veranstaltung ist "Clio's"-Büro in der Herwarthstraße 11.
Der Unkostenbeitrag beträgt wie üblich 6,00 €.
Interessierte können sich für diese Veranstaltung entweder telefonisch unter 0228-2094972 oder mit einer E-Mail an peter@clios.de anmelden. Man kann aber auch am Abend einfach so eintrudeln. Eine Mitgliedschaft ist nicht zwingend.

(Informations-Link aus der Wikipedia.)



Am Sonntag, den 19. September, um 20:00 Uhr, findet im Theater "Die Pathologie" die sechste Lesung "SEITEN-SPRUNG - Franke intertextualisiert klassische Bestseller" statt.

Franke führt unter dem Titel "DAS UNSICHTBARE UNGEHEUER" - der benutzte Howard Philips Lovecraft den Eklektizismus im Werk seiner Verehrer und Epigonen vor. Natürlich wieder, indem er ernste und weniger ernste Nachschlagewerke zur Verdeutlichung des Erzählten benutzt.

"Der Mann aus Stein" wurde Hazel Healds erste veröffentlichte Erzählung. Am 30. September 1944 – sieben Jahre nach Lovecrafts Tod - schrieb Mrs. Heald: "Lovecraft half mir bei dieser Geschichte ebenso wie bei den anderen und schrieb ganze Absätze um. Er kritisierte Absatz um Absatz, fügte daneben mit Bleistift Bemerkungen ein und ließ mich dann alles umschreiben, bis er damit zufrieden war."

Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq schreibt über den Kultautor, das Enfant terrible der Gruselliteratur Howard Philipps Lovecraft (1890-1937), sein Werk sei auf gleicher Ebene oder sogar höher als das von Edgar Allan Poe einzuordnen. Franke trägt in der sechsten Lesung "SEITEN-SPRUNG" einige dieser vermischten Schriften vor; - und, wie er es der Untertitel der Lesungen-Reihe verspricht, webt er wieder assoziativ Fremdtexte und lexikalische Erklärungen in das bestehende, von vielen Geistern locker gesponnene Textgeflecht ein. Um den Charakter dieses Abends mit dem letzten Satz aus "Das unsichtbare Ungeheuer" zu beschreiben: "Als ich jedoch die verräterische Straße silbrigen Scheins entlangblickte, mit entzündeter Phantasie und überspannten Sinnen, traf meine Ohren aus unendlich tief versunkener Wüstenei der schwache und unheimliche Widerhall eines Lachens."

Theater "Die Pathologie", Weberstraße 43, 53113 Bonn, direkt gegenüber der "Mausefalle". Kartentelefon: 0228-222358, www.theaterdiepathologie.de.


Und:

Seit einiger Zeit spielt Thomas Franke wieder das Stück für jeweils nur einen Zuschauer:
„Das Modell“ nach einer Erzählung von H.P. Lovecraft, in den Katakomben des Lokals "Pathos", also noch unter dem Theater "Die Pathologie".

Der bekannte Theatermacher Peter Brook schrieb: "Ich kann jeden leeren Raum nehmen und ihn eine nackte Bühne nennen. Ein Mann geht durch den Raum, während ihm ein anderer zusieht; das ist alles, was zur Theaterhandlung notwendig ist." Auf der Grundlage dieses Gedankens lädt Thomas Franke zu einem spontanen "Téte-à-téte in der Gruft", wie die Süddeutsche Zeitung die Inszenierung nannte, jeweils nur einen Zuschauer ein, ihm vom rätselhaften spurlosen Verschwinden des Malers Pickman zu erzählen.
Dieses Theaterstück spielt Franke auf eine persönliche Terminabsprache mit dem jeweiligen Interessenten hin. Um die Aufführung zu sehen, muß man 30,- € und ermäßigt 20,- € bezahlen.

Anmeldungen unter 0228-221746 und 0175-7110966.


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