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Die Stadt Bonn kann trotz der befürchteten Einsparungen im Kulturbereich wieder eine Ausstellung von nationaler Klasse im Kunstmuseum Bonn zeigen. "Der Westen leuchtet" zeigt vom 10. Juli bis zum 24. Oktober auf 3500 qm insgesamt 33 Künstler aus Nordrhein-Westfalen. Dieses groß angelegte Projekt zeigt sowohl alte als auch neue Werke zeitgenössischer Künstler, die die Bedeutung der rheinischen Kunstszene für die gesamtdeutsche Entwicklung der Kunst unterstreichen. Die Ausstellung ist bewusst auf das Jahr 2010 gelegt worden, um den Dreiklang aus kulturellen Initiativen wie der Kulturhauptstadt RUHR 2010 und der Quadriennale in Düsseldorf herzustellen. Dabei sind große Namen wie Joseph Beuys und Blinky Palermo oder Imi Knoebel, die sich als Teil des historischen Kerns der Ausstellung im Erdgeschoss des Museums präsentieren. Darauf aufbauend befinden sich im Obergeschoss die Werke von jeweils 14 renommierten und 14 von diesen vorgeschlagenen Nachwuchskünstlern. Die Stars der Szene schlüpfen in die Rolle der Nachwuchsförderer und fühlten sich berufen, den Weg für Jüngere zu ebnen. Somit gelingt eine aktuelle Standortbestimmung der rheinischen Kunstszene mit einer Mischung aus weg- wie zukunftsweisenden Künstlern. Konzeptionell sind der Ausstellung keine Grenzen gesetzt. So kommen Kunstfans aller Richtungen auf ihre Kosten. Dem Besucher begegnen beim Rundgang durch die Räume sehr unterschiedliche Kunstformen. So widmet Isa Genzken dem King Of Pop eines ihrer Werke, während Andreas Gursky mit "Oceans" auf die Rolle der Natur aufmerksam machen will. Hervorstechend ist auch das Werk von Katahrina Sieverding, deren Beitrag "Die Sonne um Mitternacht schauen" ein zusammengesetztes Video der Sonne ergibt, das aus mehr als 1000 Einzelaufnahmen der NASA erstellt wurde. Als Besonderheiten sind sicherlich die eigens für Kinder geplante Museumsrallye am vergangenen Sonntag, den 11. Juli, und die Kooperation mit dem Beethovenfest am 30. September zu nennen, bei dem es neben Kunst auch was auf die Ohren gibt. "Der Westen leuchtet" ist eine facettenreiche Ausstellung mit einem Schwerpunkt auf plastischen Arbeiten. Jeder Raum wurde als Gesamtkonzept erarbeitet und lädt zum Verweilen ein, doch muss man sich auch für diese Art und Kombination von moderner Kunst öffnen. Für den ermäßigten Studentenpreis von 3,50 € könnte man das aber durchaus mal versuchen. Mehr Informationen.
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