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Am gestrigen Dienstagabend fand die Verleihung des kulturellen Ehrenamtspreises des Landes Nordrhein-Westfalen „Der Dank – Ehrensache Kultur“ durch Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff statt. Zum zweiten Mal seit 2008 würdigte das Land damit öffentlich kulturelles Engagement.

Der Preis wird in den Kategorien „Erhalten“, „Erleben“ und „Erfinden“ vergeben, in diesem Jahr erstmals in jeweils drei Klassen. Hierdurch erhielten alle Nominierten Preisgelder: die jeweils Erstplazierten in Höhe von 5.000 Euro, die Zweitplazierten in Höhe von 2.000 und die Drittplazierten von 1.000 Euro.

„Der Dank“ steht für die Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit in nahezu allen kulturellen Bereichen. Denn die kulturelle Vielfalt in Nordrhein-Westfalen gründet sich zu einem Gutteil auch auf private Initiativen und wäre durch zum Teil selbstloses Engagement nicht in diesem Ausmaß möglich.

Die Nominierungen gehen von Mitgliedern des Kulturausschusses des Landtages, von Landschaftsverbänden, Regierungspräsidenten, Präsidenten kultureller Stiftungen, dem Kulturstaatssekretär und dem Ministerpräsidenten selbst aus.

Die siebenköpfige Jury war dieses Jahr auf vier Positionen dementsprechend besetzt, zwei Preisträgerinnen des letzten Jahres sowie Christiane Underberg, Mitinhaberin der Underberg AG, verstärkten jedoch.

Die diesjährigen Preisträger

In der Kategorie „Erhalten“:

Platz eins: Heimat- und Geschichtsverein für Beckum und die Beckumer Berge e.V.
Platz zwei: Medienarchiv Frank Becker
Platz drei: Bürgerstiftung Rohrmeisterei Schwerte


In der Kategorie „Erleben“:

Platz eins: Schönebecker Jugend-Blasorchester Essen e.V.
Platz zwei: Kunstverein Siegen e.V.
Platz drei: Quasi So – Das Theater der VHS


In der Kategorie „Erfinden“:

Platz eins: Cultur-Tupfer e.V. Detmold
Platz zwei: Kulturverein Alte Brennerei Schwake e.V.
Platz drei: Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V.


Kleine Gala vor einem wohlgesonnenen Vertreter der Landesregierung

Die kleine Gala vor 400 geladenen Gästen fand gebührliches Echo von seiten der Anwesenden. Maßgeblich daran beteiligt war Nadine Krüger, die sympathisch und moderat durch den Abend führte. Als Laudatoren fanden Sabine Postel, Sissy Höfferer mit Rudolf Kowalski und schließlich Bill Mockridge die richtigen Worte.

Das Programm wartete mit Musik von Gregor Meyle auf, der zusammen mit Christian Herzberger auftrat. Ebenso sorgten „3 Kölsch ein Schuß“ mit zwei Nummern Improvisationstheater für gelungene Unterhaltung. Ein abschließendes Buffet im Foyer der Bundeskunsthalle rundete den Abend ab.

Mit der Vergabe des Preises signalisiert das Land zum einen, daß es das Ehrenamt gerade im kulturellen Bereich wertschätzt. Zum anderen spornt es die Ehrenamtlichen an und ermutigt sie, auch weiterhin zur Gestaltung des kulturellen Lebens aktiv beizutragen.

Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff bestätigte diese Haltung und wies darauf hin, daß das Land seinen Kulturetat verdoppelt habe. Er betonte weiterhin, gerade die Informations- und Kommunikationsgesellschaft sei auf Kunst und Kultur angewiesen.

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