Amazon


   
 

   
 

   
„Eine Verbindung von Buch und Internet“ – so beschreiben die Entwickler das Projekt Krimi 2.0, aus der am Samstag der dritte Band „Die Bruderschaft“ erschienen ist. Anlässlich dieses Veröffentlichungstermins fand am Freitag, dem 4.12.2009, eine Lesung mit Comedy-TV-Star Hanno Friedrich im Kulturzentrum Mistura Fina in der Bonner Altstadt statt.

Eine Mischung aus Buch, Hörbuch, Bildern, Videos, Musik und weiterführenden Artikeln – das klingt nach viel Phantasie. Und doch ist diese Idee bereits realisiert wurden: „E-Book Pro“ nennt sich das innovative Projekt. Entwickelt wurde es vom „Stadtkrieger Kreativ-Konsortium“, bestehend aus dem Bonner Stadtkrieger-Verlag und dem Nachwuchsautor Samuel Njankouo Meffire.

Mit Hilfe von Flashcodes, die überall in den Text des Buches eingestreut wurden, und einem entsprechend internettüchtigen Handy kann der Leser sich jederzeit quasi „in die Welt des Buches“ versetzen und die entsprechenden Features im Internet aufrufen. Das sind dann die erwähnten Videos, Sounds oder weiterführenden Berichte.

Vom Hörbuch zum Multimedia-Projekt

Angefangen hatte alles vor zwei Jahren mit einem klassischen Buch, das nach dem Erscheinen als Hörbuch mit Hanno Friedrich vertont und auf der Homepage des Projektes umsonst angeboten wurde. Mit knapp 25.000 Downloads fand der Stoff verhältnismäßig großen Anklang, sodass man sich schließlich an die Weiterentwicklung des Projektes wagte. Den Hörbüchern ist man jedoch bis heute auch treu geblieben: sie wurden einfach in das Buch integriert.

Daher war es eine Selbstverständlichkeit, dass Hanno Friedrich zur Veröffentlichung des dritten Teils im Rahmen einer Lesung in die Lektüre einführte. Damit das Publikum dabei auch das ganze Ausmaß des Projektes erfahren konnte, hatte man eine große Leinwand aufgespannt, auf der man einige Beispiele dessen präsentierte, was der Leser des Buches parallel über die Flashcodes aufrufen kann.

Ein kurzer Einblick verspricht Action, Spannung und Abenteuer

So begann die Veranstaltung gemäß dem „Buch“ mit einer Filmsequenz, die Polizeieinheiten bei einer Hausstürmung zeigt. Das Ganze in schwarzweiß, wodurch die Atmosphäre unmittelbar etwas Bedrohliches und zugleich Bedrückendes annahm. Erst danach begann Friedrich, den Text zu lesen.

Mit einer fast beängstigend ruhigen Stimme trug er die ersten zwei Kapitel vor. Darin sinniert ein ehemaliger Soldat, der klassische Anti-Held, über seine Vergangenheit; insbesondere über die Taten, die er begangen hat, und deren Erinnerungen ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Ein Geflecht aus purer Verbitterung und Todes-Assoziationen entsteht, die den Besuchern durch Friedrichs schwermütige Untertöne erschreckend nahe geführt wurden.

Sobald aber die eigentliche Geschichte am Anfang des dritten Kapitels beginnt, klappt das Buch abrupt zu. „Dann geht die Action los, aber das müssen Sie dann schon selber lesen“, so beendet Friedrich schließlich die Lesung und lässt das Publikum, nach diesem Schock leicht traumatisiert, wieder aus der Trance erwachen.

Ein überaus gelungener Effekt, und ein sicherer Fang: der Appetit des Publikums ist zweifelsohne geweckt. Schade nur, dass trotz all der Spannung die Handlung unklar bleibt.

Sie erschließt sich erst durch den Klappentext. Da kann man dann erfahren, dass das Land offenbar vor einem neuen Bürgerkrieg steht und der Ex-Soldat gemeinsam mit einer neuen Liebe in diesen Wirren um Leben und Überleben kämpfen wird. Eine Geschichte also, die Spannung und Abenteuer im durchaus klassischen Sinne verspricht.

Das Buch „Unsere Feinde – Die Bruderschaft“ ist erhältlich in der Büchergilde Bonn in der Breite Straße 47.


Mehr Informationen auf der Homepage www.stadtkrieger.de.

Artikel drucken