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Souverän betreten die fünf Träume einer jeden Schwiegermutter die Bühne im Brückenforum. Dabei ist dieser Auftritt für sie etwas neues, etwas besonderes. Bislang immer im Pantheon zu Gast, ging es für William, Werner, Thomas, Rene und Andreas diesmal ins Brückenforum. Hier in der Nähe, im Mehlemschen Haus nämlich, begann Williams Musikkarriere und auch oder gerade deswegen war besonders William besonders stolz, im Brückenforum vor ausverkauftem Publikum zu singen.

Gut gemeinte Ratschläge, verpackt in lustigen Moderationen bestimmen das Rahmenprogramm, aber auch mal mit ernsten, ein bisschen melancholischen oder schnippischen Bemerkungen kommen Basta daher. Nur Andreas, der Bass, sagt nix. Er darf auch nicht. Vielmehr: "Es tut uns leid, er kann nicht", um es mit Williams Worten zu formulieren. Williams Moderationen fallen gerne kleinen Lachanfällen zum Opfer, doch nur um zu der Natürlichkeit der fünf Sänger beizutragen und den a-cappella Abend stilecht abzurunden. Hier ist nichts stur auswendig gelernt (außer den Liedtexten vielleicht, wobei auch hier schwere "Boygroup-Choreographien" wie etwa bei "Spielerfrauen" für Verwirrung und nicht aufhörendes Grinsen bei Musikern und Publikum sorgen) und man sieht den Jungs an: Denen macht ihre Arbeit Spaß. Dafür steht die tiefste Stimme der Gruppe mit dem Lied "Merci (dass es mich gibt)" ganz allein im Rampenlicht und erntet tosenden Applaus. Das Publikum liebt den Bass, dieser zeigt bescheiden Bühnenpräsenz.

Doch auch unschuldige Fans, die sich mutig in der ersten Reihe wiederfanden, mussten dran glauben. So musste sich ein jungens Mädchen während dem Publikumsknaller "Du tropfst" wilde Vorwürfe von William anhören, während eine andere Dame von dem "Bratislava-Lover" Thomas heiß umgarnt wurde. Texte und Melodien bestachen durch Witz und Originalität, Liebeslieder fanden ebenso ihren Platz wie aufschlussreiche Abhandlungen über Lauch und Blutwurst. Zu Recht behauptete William also in der zweiten Hälfte "Bei Basta ist ein Lied besser als das andere"! Und so mussten die fünf Jungs (in der zweiten Hälfte schick und adrett im schwarzen Anzug unterwegs) mehrere Zugaben singen, bevor die begeisterten Zuhörer sie ins Foyer entließen, wo sie während des "Afterglows" nochmals Lieder zum Besten gaben und fleißig Autogramme schrieben.

Auch ältere Lieder gab es wieder im Programm. So behauptete sich Rene als "Dean Martin mit Weißwein" und röhrte Madonnas Hit "Like a virgin" basta-like vom Barhocker inklusive kleiner Steppeinlage. Überhaupt fielen Renes Einlagen wieder leicht aus dem Rahmen, egal ob Marianne Rosenbergs "Er gehört zu mir" im Herbert Grönemeyer-Verschnitt vorgetragen oder seine unvergessene Einlage mit "Wild Thing". Jeder der fünf Sänger hat seinen eigenen Stil und jeder hat während der rund zweistündigen Show ausreichend Platz, diesen zu entfalten. Aber nur zusammen sind sie Basta und sie sind nunmal, wie sie sind. Hoffentlich bleiben sie das auch!

Weitere Infos zur Band und dem aktuellen Album gibt es hier.

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