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Billy Bob Buddha
   
 

Glamour pur mit Duo Diagonal
   
 

Sexgott Dr. Welf Haeger
   
 

Die smarten Veranstalter - D. Wilske und T. Fischer
   
"Hier kann einen alles erwarten" versprechen Torsten Fischer und Dirk Wilske mit ihrer Untergrundshow, die es nach fünf erfolgreichen Jahren im Bonner Bla auf die schöne und legendäre Bühne des Pantheons geschafft haben. Ihre Show sei weder Trash noch Zufall und außer Moderator Torsten Fischer werden heute abend nur Profis auf der Bühne stehen.

Das Pantheon ist zum Bersten voll, die Erwartungen sind hoch. Zunächst muss das Publikum aber noch den Applaus üben, bevor es den ersten Showact sehen darf. Zwei, drei Mal läßt Fischer den neuen Show-Jingle abfahren, dann klappt es und Christian Hirdes betritt unter frenetischem Applaus die Bühne, um den Abend mit einem kleinen "Liebesgedicht aus der Zeit des Kalten Krieges" zu erhellen, das er einst für seine große Liebe Karla schrieb. Hirdes, der sich als Kind erfolgreich gegen den Blockflötenunterricht wehren konnte und dafür ans Piano mußte, philosophiert über die unerfüllte Liebe und warum Keyboarder nicht so sexy sind wie Bassisten oder Schlagzeuger. Wenigstens findet er selbst seine "Witze Spitze" und auch dem Publikum scheint es zu gefallen. Hirdes verpackt sein poetisches Talent in ausgefallene Wortspielereien und verfängt sich ganz in der Anatomie des Körpers - ob heisere Kniekehlen oder linke Füße, unterhalb der Gürtellinie wird nichts ausgelassen.

Auf Poesie folgt Glamour pur - natürlich aus Deutschlands Glamour-Hauptstadt schlechthin: Bochum. Das Duo Diagonal hat schon ein mies gelauntes Tannenbuscher Publikum zu Beifallsstürmen hingerissen und das wollen sie auch heute im Pantheon schaffen. Chantal und Roger gewähren erstmal einen aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts und verraten das Geheimnis der Jugend: ein bißchen Augengymnastik hier, etwas Antifaltentrainig da - "Vital sein - vital bleiben" - das wußte schon der legendäre Max Greger, der mit seinen gymnastischen Übungsanleitungen zum großen Vorbild für Chantal und Roger geworden ist. Als wäre das nicht schon genug, liefern die beiden noch ein paar erstklassige Zaubertricks, bei denen David Copperfield vor Neid erblassen würde und verschwinden auf merkwürdige Weise ins Nichts. Wenn das nicht Magie ist?

Zeit für eine kleine Flirtlektion vom "Sexgott" persönlich - Dr. Welf Haeger schwebt mit seinem unglaublich erotischen Hüftschwung auf die Bühne - getragen von Marvin Gayes "Sexual Healing". Seine magnetische Anziehungskraft auf das weibliche Geschlecht ist spürbar, auch wenn zu seiner großen Enttäuschung heute keine "billigen Tussis und Schlampen" im Saal sind. Der 24-jährige Rechtsanwalt ist auf einer Mission: Er, der "König der Aufreißer", der "Fürst der Verführung" und "Baggerführer Nr. 1" wird heute einige seiner todsicheren Flirttipps verraten. Erster Hinweis: Die Spreu vom Weizen trennen. Und dann den richtigen Spruch bringen: "Färbst du deine Haare selbst?" Damit liegt man immer richtig und schmeichelt dem weiblichen Geschlecht. Ein Antigewaltlied beendet den fantastischen Auftritt des Sexsymbols und die Stimmung im Pantheon hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Der Spaß geht weiter: Billy Bob Buddha, die sich schon in der Bonner Fußgängerzone einen Namen machten, rocken die Bühne, und das mit Blecheimern und Mundharmonika. Die "schüchternen Jungs aus Köln" liefern eine wilde Mischung aus Ska, Rock und Blues mit irren Choreographien, akrobatischen Einlagen und abgefahrenen Instrumenten. Heute dominiert das transsilvanische Thema, schließlich waren die drei Vollblutmusiker letztes Jahr mit AC/DC auf Tour in Rumänien. Halbzeit bei der Untergrundshow. Zeit zum Durchatmen.

Glücklicherweise dürfen alle Künstler im zweiten Teil noch einmal auf die Showbühne. Christian Hirdes erzählt von "Lisa und ihren vier chinesischen Freundinnen" und macht mal eben aus Herbert Grönemeyers "Flugzeuge im Bauch" einen Organspendesong. Das Duo Diagonal überrascht mit einer Tanzeinlage im Galaoutfit und präsentiert eine "Slow-Motion-Choreographie", die nicht immer gewaltfrei verläuft. Welf Haeger schlüpft aus der Love-Doktor-Rolle in den Leopardenmantel und erzählt von seiner wilden Flucht vor einem zynisch grinsenden Vogel Strauß. und die Spaßmusikanten von Billy Bob Buddha bringen am Ende gar einen Teil der Bühnendeko zum Einsturz, so umwerfend und leidenschaftlich hauen sie in die Saiten bzw. auf die Blecheimer.

Moderator Torsten Fischer, der seine einstudierte Unsicherheit und Nervosität am Ende doch mal vergißt, scheint zufrieden. Das Publikum im Pantheon erst recht. Die Premiere ist gelungen! Wer die verpaßt hat oder nicht genug davon kriegen kann, kann sich auf den 16.12.2008 freuen. Da gibts die nächste Untergrundshow und die Tickets dafür gibt es jetzt schon. Infos zu den einzelnen Shows gibts auf der Homepage der Untergrundshow.

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