Schon um halb sieben drängelte sich eine lange Schlange vor dem Kölner E-Werk. Nach dem Einlass waren die besten Plätze schnell vergeben, denn anstelle richtiger Stühle hatte sich das E-Werk für eine rustikale Version entschieden: Endlose Bierbänke reihten sich vor der Bühne auf. Nur gut, das Mittermeier sowieso eine jüngere Generation anspricht, die für 30 Euro Eintrittspreis keine Stuhllehnen verlangt. Pünktlich um acht Uhr stieg Mittermeier auf die Bühne. Sein neues Programm "Safari" hatte es in sich, denn es ging nicht nur um Afrika: Anekdoten und Witze aus 20 Jahren Reise-Erfahrung kamen beim Publikum gut an, besonders natürlich das Thema „Der Deutsche im Urlaub“, das Mittermeier genüsslich ausbreitete. Auch andere Nationen bekamen ihr Fett weg – noch nie hat jemand einen urlaubenden Italiener so witzig intoniert wie Mittermeier an diesem Abend. Ein Großteil der Gags gingen auf Kosten von Mittermeiers Heimatland Bayern, besonders auf die Schwaben hatte es der Komiker abgesehen. Am besten ist Mittermeier, wenn er sein Publikum direkt anspricht, denn dann ist der Stand-Up-Comedian in seinem Element. Natürlich teilweise auf Kosten des Zuschauers, aber dafür witzig und spontan. Nach zwei Stunden Programm gab es Standing Ovations für Mittermeier, der auch gleich noch eine kleine Zugabe dranhängte. Zum Schluss wurde es sogar etwas ernster: Mittermeier warb für mehr soziales Engagement. Er selbst engagiert sich für die Myanmar-Stiftung, eine Hilfsorganisation, die sich in Birma für Weisenkinder einsetzt. Alle Infos rund um Mittermeiers Tour gibt es auf www.mittermeier.de.
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